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Interview Es sind genug Ideen da
Mehr Interview Es sind genug Ideen da
19:33 31.01.2014
Von Carsten Richter
Hohne

Die Arbeitsgruppe "Leben im Alter" der Zukunftwerkstatt Hohne hat im Juli 2013 eine anonymisierte Seniorenbefragung in der Gemeinde Hohne durchgeführt. Vor welchem Hintergrund?

Wir als Gruppe haben uns vorgenommen, die Lebensqualität der Senioren, Aufgrund des demographischen Wandels, im Ort mit zu gestalten und zu verbessern. Wir wollen die aktuellen Sorgen und Wünsche unserer Mitbürger und -bürgerinnen kennenlernen, um gezielt darauf eingehen zu können.

Auf welche Resonanz ist die Umfrage gestoßen?

Wir haben 462 Fragebogen an die Bürger über 60 Jahre aus den Gemeinden Helmerkamp, Hohne und Spechtshorn versandt. Davon haben wir 173 Bögen (ca. 38%) zurück bekommen.

Welche Schwierigkeiten und Probleme bewegen die Senioren in der Gemeinde?

Es ist vielschichtig, da geht es von der Betreuung im Alter, eingeschränkte Mobilität, Probleme in der Alttagsbewältigung aber auch wo man in Zukunft leben möchte, wenn man im eigenem Haus oder Haushalt nicht mehr allein zurecht kommt.

Gibt es im Gegenteil auch Stärken, auf die Hohne aufbauen kann?

Ja die gibt es. Die Umfrage hat ergeben, dass doch sehr viele Senioren bereit sind sich Ehrenamtlich einzubringen.

Wie bewerten Sie die Ergebnisse? Hat Hohne auf dem Gebiet der Dienstleistungen für Senioren viel nachzuholen?

Die Ergebnisse zeigen, dass in manchen Bereichen auch eine Unzufriedenheit herrscht und hier ein Nachholbedarf besteht. Bei Seniorennachmittagen und -Aktivitäten gibt es immer Bedarf, Komminikation ist sehr wichtig. Aber auch im Bereichöffentlicher Nahverkehr, Ämter, Bank und Gastronomie gibt es Schwachpunkte

Haben Sie sich für die Befragung auch in anderen Gemeinden des Landkreises umgehört? Was haben Sie von dort über die Zufriedenheit von Senioren erfahren?

Ja natürlich haben wir uns in anderen Gemeinden umgeschaut, denn man muss das Rad nicht neu erfinden. Die Situationen der Senioren in den Randgemeinden sind ähnlich, also auch die Probleme aber auch die Zufriedenheit auf dem Lande in einer Dorfgemeinschaft leben zu können.

Sind schon erste Handlungsansätze aus den Ergebnissen abgeleitet worden?

Die Zukunftswerkstatt Hohne "Leben im Alter" hat zu Samstag, den 1. Februar 2014, 15.00 Uhr in das Gemeindehaus (Kirche) eingeladen. Dort wollen wir den Senioren aber auch allen Interessierten die Ergebnisse der Befragung vorstellen. Im Gedankenaustauschwollen wir dann erfahren, welche Handlungsansätze sich ergeben, die wir auch umsetzen können.