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Interview Großes Wiedersehen in Celle: Cantina Campari in der CD-Kaserne
Mehr Interview Großes Wiedersehen in Celle: Cantina Campari in der CD-Kaserne
17:27 18.02.2015
Mit ihren karibischen Klängen begeisterten Cantina Campari ihr Publikum in der Celler CD-Kaserne zuletzt 2012. Am Samstag gibt es das lang ersehnte Revival-Konzert. Quelle: Gert Neumann (Archiv)
Celle Stadt

Wie kam der Name Cantina Campari zustande?

Im Sommer 2000 hatten wir unseren ersten Auftritt, aber noch keinen Bandnamen. Es war ein Open-Air-Konzert und während die erste der drei Bands an dem Abend spielte, suchten wir fieberhaft nach einem passenden Namen. An der Bar sahen wir eine Campari-Flasche, und da wir in einem Keller (italienisch = cantina) probten, kam eins zum anderen.

Klingt alles sehr spontan. War gleich klar, in welche Musikrichtung es gehen sollte?

Bei einem Sommerfest wurde spontan musiziert. Dabei waren mein Vater Uwe als Gitarrist, unser Schlagzeuger Frank, unsere ehemalige Keyboarderin Annika und ich – Unterstützung kam an diesem Abend von Wilhelm mit seiner Gitarre. Angefangen hat es rein akustisch, eine Mischung aus Santana, Latin und Classic Rock. Später wurde Annika durch Jürgen ersetzt und dazu kamen Carlos (Congas), Mirko (Timbales), Marten (Bass), José (Flöte & Gesang) und Julia (Gesang), sodass sich die Band verdoppelte. Die Mischung aus akustischer Besetzung und rockigeren Tönen haben wir immer beibehalten. Eigene Songs folgten.

Wie ging es mit Cantina Campari weiter?

Im November 2000 hatten wir unseren ersten großen Auftritt beim New Talents unter der Kategorie „Voice“ in der CD-Kaserne. Wir hatten Glück und kamen beim Publikum total gut an. Das lag sicher auch am Spaß, den wir selber an unserer Musik von Anfang an hatten. Im Jahr 2003 nahmen wir unsere erste CD „Ay Que Calorrr...“ auf und ein Jahr drauf folgte die zweite „Picaflor“. Wir sind niedersachsenweit kreuz und quer aufgetreten, meistens in Celle.

Wann und warum war Schluss und was ist aus den Mitgliedern geworden?

Aus beruflichen Gründen mussten 2006 einige der Bandmitglieder umziehen und die Distanzen wurden zu groß. Einige der Musiker hatten ihre eigenen musikalischen Projekte, andere mussten mehr Zeit in ihren Job investieren oder sind ins Ausland gegangen. Jetzt wohnen wir verstreut in Salzburg, Bremen, Finnland, Trier, Wennigsen, Hannover, Rosenheim. Ich selbst wohne jetzt, nach zwei Jahren in Mexiko, in München, bin unter anderem Sänger bei der Salsa-Band „Sonrisa“, bei der Latin-Jazz-Flamenco-Band „Jamenco“ und bei der Latin-Funk-Electro-Band „Tukandela“.

Weshalb jetzt das große Revival-Konzert – und worauf können sich alte und neue Fans besonders freuen?

Wir werden immer wieder darauf angesprochen, ob wir nicht mal wieder mit Cantina irgendwo spielen könnten. Sowas Einzigartiges fehle in Celle. Als auch die CD-Kaserne Interesse bekundete, haben wir uns gedacht: Warum eigentlich nicht? Wir können selbst kaum glauben, dass es jetzt klappt. Unsere Spielfreude ist riesig und wir sind sicher, diesen Spaß können wir auch rüberbringen, wir setzen auf unsere authentische Mischung und Vielfältigkeit – und unseren unverkennbaren Klang.

Was verbindet Cantina Campari mit Celle?

Alle von uns kommen ursprünglich aus Celle, auch wenn die meisten weggezogen sind. Daher verbinden wir persönlich schon sehr viel mit dieser Stadt. Es ist toll, mit meinem Vater und meinem Bruder gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Ich freue mich total auf Cantina Campari, auf die Musikerkollegen und Freunde und auf den Norden. In der CD-Kaserne zu spielen weckt Erinnerungen, dort hatten wir unvergesslich schöne Konzerte. Die Stimmung dort war sagenhaft, unsere Konzerte immer ausverkauft. Wir wollen einfach mit unseren Freunden und Fans feiern und glücklich sein.

Von Doris Hennies