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Mittendrin 10 Jahre "Buchstart" in Celle: 15 Minuten am Tag Vorlesen hilft
Mehr Mittendrin 10 Jahre "Buchstart" in Celle: 15 Minuten am Tag Vorlesen hilft
04:10 09.02.2018
Freude über die „Buchtasche“ im Centrum für Kinder- und Jugendmedizin am Celler Bullenberg: Sabine Richter (links) Dr. med. Ludger Potthoff (oben links), Axel Lohöfener sowie Jennifer Werse mit ihren Kindern Luisa und Tayler. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

„Doch je besser Kinder sprechen, desto besser ist eben auch ihre Entwicklung“, weiß Potthoff. „Kinder lernen Sprache und Sprechen vom ersten Tag an. Daher ist es ganz wichtig, viel mit ihnen zu sprechen und dabei mit allen Sinnen Kontakt aufzunehmen, Eindrücke und Gefühle zu vermitteln. Sehr gut dafür geeignet ist vor allem das Lesen.“

Bei den Kinder- und Jugendärzten in Stadt und Landkreis Celle ist der „Buchstart“ deshalb inzwischen auch ein fester Bestandteil der Arbeit mit jungen Familien. Das gemeinsame Projekt von Bürgerstiftung, Bibliotheksgesellschaft und Kinderarztpraxen ermögliche es, das Thema im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen schon früh anzusprechen, erklärt Potthoff. „Mit dieser frühzeitigen Prävention ist natürlich auch die Hoffnung verbunden, vielen Kindern einen guten Start beim Spracherwerb und Lesen zu ermöglichen, und bei einigen Kindern eine Behandlung zu vermeiden.“

Die meisten jungen Eltern freuten sich, wenn ihnen die Büchertüte überreicht werde, erzählt Potthoff. „Bei der U6 gibt es ja noch einen Gutschein für ein weiteres Kinderbuch, der bei den öffentlichen Bibliotheken in Stadt und Land eingelöst werden kann – für viele Eltern oft der erste Kontakt mit einer Bücherei.“ Und wenn man feststelle, dass Familien, die sonst wahrscheinlich nicht läsen, den Spaß am Lesen entdecken würden, allein das sei schon ein Erfolg.

Nicht unterschätzt werden dürfe auch die Tatsache, dass das Ritual des Vorlesens die Eltern-Kind-Bindung stärke, sagt Potthoff noch. „Der Umgang zwischen Eltern und Kindern ist deutlich besser, wenn man sich 15 Minuten am Tag intensiv miteinander beschäftigt, zum Beispiel indem man sich zusammensetzt und miteinander liest.“

Von Christina Matthies

Am besten, sagt Siegfried Müller gleich als Erstes und lacht, beschreibe man ihn mit drei großen H’s: „Hirn, Herz und Humor. Dazu kommen dann auch noch drei A’s: Anders als Andere. Und natürlich drei M’s: Müller macht’s möglich.“ Der Unternehmer aus Hustedt ist ein geradliniger Typ. „Ob beruflich oder privat, ich nehme kein Blatt vor den Mund. Ich war schon immer einer, der die Dinge anpackt“, erklärt er. „Aber wenn mir vor 25 Jahren jemand prophezeit hätte, was ich heute mache, dann hätte ich denjenigen wohl für verrückt gehalten.“

16.01.2018

Vor 70 Jahren startete die Volkshochschule Celle (VHS) mit 25 Kursen. „Das war noch eine andere Zeit“, erzählt VHS-Leiterin Liliane Steinke. Damals wollten viele Teilnehmer „Steno“ lernen und schneller beim „Maschineschreiben“ werden. Es gab Vorträge und Leserunden. Im ersten Halbjahr 2018 kommt die VHS nun auf 750 verschiedene Angebote. Viele Teilnehmer wollen gemeinsam nähen oder basteln, sich mit dem Lernen einer Fremdsprache geistig fit halten, etwas für ihre Work-Life-Balance tun oder sich beruflich weiterbilden.

Dagny Siebke 09.01.2018

Es ist Januar, aber wer ein Datum schreibt, muss sich erst daran gewöhnen, dass statt einer Sieben eine Acht am Ende steht. Große Probleme bereitet dies den Celler Kulturveranstaltern jedoch nicht: Das Programm für 2018 steht. Während 2017 mit der NDR-Landpartie, dem Reformations- und Stadtjubiläum und den World-Vespa-Days als Jahr der Feier-Superlative gilt, muss sich das noch junge Jahr keineswegs dahinter verstecken.

12.01.2018