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Mittendrin Alles rund um Ferienjobs
Mehr Mittendrin Alles rund um Ferienjobs
15:17 24.06.2011
Von Christopher Menge
Celle Stadt

Die Sommerferien stehen vor der Tür: Während sich viele Schüler und Studenten auf den Urlaub freuen, wollen andere die freie Zeit nutzen, um Geld zu verdienen. Die CZ hat Marc Seemann, Pressesprecher der Arbeitsagentur Celle, befragt und gibt einige Tipps zum Wie, Wo und Warum.

Ferienjobs findet man am besten durch Kontakte: Über Verwandte oder Bekannte können Ferienjobs vermittelt werden. Ansonsten sollten Schüler auf Zeitungsanzeigen und Aushänge achten. In der Jobbörse auf arbeitsagentur.de sind unter dem Suchbegriff Schüler, Studenten, Ferienjobs derzeit einige Angebote zu finden. „Beliebt sind einfache Tätigkeiten in der Produktion, die Arbeit als Bedienung oder Küchenhilfe im Café oder Restaurant, Lagerarbeiter, Inventurhilfe, Büroaushilfe“, sagt Seemann. „Man sollte sich für einen längeren Zeitraum bewerben, sonst ist es für den Arbeitgeber wegen der Einarbeitungszeit uninteressant.“

Ferienjobs bieten jungen Menschen einen Einblick in die Berufswelt. „Das kann bei der späteren Berufswahl von Vorteil sein“, weiß Seemann. Zudem verbessere ein Ferienjob die Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Das Jugendarbeitsschutzgesetz erlaubt Jugendlichen ab 15 Jahren einen Ferienjob auszuüben. Sofern sie die Schulpflicht von neun Jahren noch nicht vollendet haben, muss der Ferienjob auf vier Wochen und 20 Ferienjob-Tage begrenzt sein. Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren dürfen täglich nicht mehr als acht Stunden und wöchentlich nicht mehr als 40 Stunden arbeiten. In der Regel dürfen Schüler unter 18 Jahren am Wochenende, an Feiertagen und nachts zwischen 20 und 6 Uhr nicht arbeiten. Ausnahmen gibt es in Gaststätten, Bäckereien, Krankenhäusern oder in der Landwirtschaft.

Schüler sind während ihres Ferienjobs über den Arbeitgeber unfallversichert. Beiträge zu den Sozialversicherungen fallen für die Schüler nicht an. Sollte sich jedoch an den Job eine Ausbildung anschließen, wird er versicherungspflichtig. Dann ist es ratsam, sich bei den Krankenkassen zu informieren.

Die Tatsache, dass jemand als Schüler oder Student tätig wird, hat keinen Einfluss auf die Erfassung der Einnahmen hinsichtlich der Steuern. Entscheidend ist, ob sich die Einnahmen unter einer der Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes einordnen lassen. Weitere Infos gibt es bei den niedersächsischen Finanzämtern.

„Typische Merkmale, die auf unseriöse Angebote führen können, sind beispielsweise kostenpflichtige Rufnummern zur Kontaktaufnahme“, so Seemann. „Immer wenn man erst etwas kaufen, bestellen oder Gebühren bezahlen soll, ist Vorsicht geboten.“ Außerdem ist von einer Bezahlung auf Provisionsbasis abzuraten.