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Mittendrin Auch das Lernen will gelernt sein
Mehr Mittendrin Auch das Lernen will gelernt sein
17:26 13.08.2010
Celle Stadt

Es betrifft Schüler aller Altersklassen und jeder Schulform: Das Lernen nervt, jeder Lehrer möchte zur gleichen Zeit einen Leistungsnachweis, das Thema ist zu kompliziert und eigentlich ist sowieso alles viel zu viel. Doch so muss es nicht aussehen. Mit den richtigen Tipps und Methoden lässt sich die Angst vor Klausuren nehmen und erstaunlicherweise kann das Lernen sogar Spaß machen.

Strukturierte Zeitplanung: Vor jeder anstehenden Klassenarbeit sollte ein Zeitplan aufgestellt werden, der die Schüler zwar fordert, jedoch nicht überfordert. Wer rechtzeitig mit dem Lernen beginnt, hat während des Lernprozesses nicht das Gefühl, von seinem Stoff erschlagen zu werden. „Wenn eine wichtige Arbeit ansteht, lerne ich schon eine Woche vorher, so muss ich mir nicht zu viel auf einmal merken“, sagt der zwölfjährige Gunnar Wendt, Schüler der Grund- und Hauptschule Groß Hehlen.

Pausen einhalten: Wird der Lehrplan streng verfolgt, ist besonders das Einlegen regelmäßiger Pausen sehr wichtig, denn je länger man lernt, desto müder und unkonzentrierter werden Gehirn und Körper. Ältere Schüler halten längere Lernphasen besser durch, doch auch die 18-jährige Schülerin Franziska Janke von der Albrecht- Thaer- Schule weiß: „Spätestens nach zwei Stunden lege ich eine Lernpause ein. Dann schnappe ich frische Luft, gehe zur Ablenkung mit meinem Hund spazieren oder esse eine Kleinigkeit.“

Richtige Ernährung: Zwischenmahlzeiten in den Lernpausen sind von großer Bedeutung, denn das Gehirn benötigt Nährstoffe, um arbeiten zu können. Hierbei ist es jedoch wichtig, nicht zu viel und vor allem nicht zu fettiges Essen zu sich zu nehmen. Sehr gut geeignet sind frisches Obst und Gemüse in kleinen Häppchen, doch auch ein Stückchen Schokolade als Selbstbelohnung gibt Kraft und spornt an, weiter zu machen.

Gestaltung des Umfeldes: „Wenn ich lerne, brauche ich meine Ruhe. Ich suche mir einen freien Raum, in dem mich niemand aus meiner Familie stört. Ich lerne oft am großen Tisch im Wohnzimmer, in meinem Zimmer werde ich von so vielen Kleinigkeiten abgelenkt“, sagt Franziska, die gerade die 13. Klasse besucht. Neben Ruhe und den richtigen Sitzmöglichkeiten spielen auch die Lichtverhältnisse und eine angenehme Raumtemperatur eine große Rolle, denn niemand lernt im Dämmerlicht oder kann Informationen aufnehmen, wenn er schwitzt oder friert.

Lernstrategien: Der Siebtklässer Gunnar verrät seinen ganz besonderen Geheimtipp: „Ich lese mir die Texte, die ich lernen muss mehrfach durch. Dann fasse ich die wichtigen Aussagen zusammen und notiere mir Schlüsselbegriffe. Diese präge ich mir dann im Zusammenhang mit dem Text ein und wenn meine Mutter mich nach einem dieser Schlüsselwörter fragt, kann ich die Inhalte wiedergeben.“

Ähnlich sieht es auch bei Franziska aus: „ Ich fasse Texte aus Büchern zusammen und notiere mir die Zusammenfassungen auf einem Blatt. Die Lernzettel trage ich dann bis zur Klausur bei mir und wenn ich Zeit habe, schaue ich sie mir an.“ Wer Probleme hat, sich einzelne Wörter oder Jahreszahlen zu merken, kann sich an der Geschichten-Technik versuchen. Dabei werden einzelne Lerninhalte bildlich zu einer Geschichte verbunden und in der Klassenarbeit ist diese dann ganz leicht im Kopf zu wiederholen.

Von Christian Uthoff