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Mittendrin Brexit: Herausforderung für Celler Wirtschaft
Mehr Mittendrin Brexit: Herausforderung für Celler Wirtschaft
10:17 21.08.2018
Der Brexit rückt näher. Auch Unternehmen aus Celle sollten sich rechtzeitig mit den damit verbundenen Änderungen vertraut machen. Quelle: Frank Rumpenhorst
Celle

Am 30. März 2019 wird der Brexit Realität. Und das wird sich auch im Landkreis Celle bemerkbar machen. „Damit wird es für die Unternehmen höchste Zeit, sich vorzubereiten“, sagt Lars Heidemann, Berater für Außenwirtschaftsförderung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg. Im Internet bietet die IHK ein Online-Tool für Unternehmen mit 18 Themenfeldern an, das als Checkliste genutzt werden kann, um für den Brexit gewappnet zu sein. Darunter finden sich beispielsweise Anweisungen zur Zollabwicklung für den Warenverkehr, Hinweise auf mögliche Komplikationen im Luft- und Straßenverkehr oder Informationen zu Neuerungen bei Vertragsangelegenheiten.

Im Landkreis Celle stehen insbesondere zwei große Firmen mit dem britischen Markt in Verbindung. Musikinstrumentehersteller Moeck exportiert nicht nur dorthin, sondern hat nahe Bradford auch eine Niederlassung. Auf CZ-Nachfrage heißt es bei Moeck, dass diese eigenständig arbeite und keinen unmittelbaren Einfluss auf den Celler Standort habe. Nähere Details zum Thema Brexit wolle man intern belassen. Bei der Lachendorfer Papierfabrik war der Geschäftsführer nicht zu erreichen.

Aktuell kann man zwar davon ausgehen, dass Großbritannien während einer Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020 im europäischen Binnenmarkt bleiben wird. Allerdings ist das dafür erforderliche Ausstiegsabkommen zwischen der EU und den Briten noch in der Schwebe. IHK-Experte Heidemann gibt fünf Tipps für Betriebe, um im Ernstfall schnell handeln zu können.

Unternehmen, die bisher nur Kunden innerhalb des EU-Binnenmarkts beliefert haben, sollten rechtzeitig ein angemessenes Exportwissen aufbauen, um Zollanmeldungen für ihr UK-Geschäft abgeben zu können. Diese Zölle fordern auch Anpassungen in der Preiskalkulation für Ausfuhren auf die Insel. Selbst ein mögliches Freihandelsabkommen garantiere nicht, dass alle Waren per se zollfrei bleiben. „Einen möglichen Zoll sollte man deshalb trotzdem in die Berechnung einbeziehen und dabei überlegen, ob die Waren noch wettbewerbsfähig auf dem britischen Markt sind“, rät Heidemann.

Weiterhin empfiehlt Heidemann, bestehende Verträge mit Partnern in Großbritannien zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Unter anderem sollte ein Augenmerk auf Währungsabsicherung gelegt werden: „Schließlich verursacht der Brexit starke Wechselkurseffekte, die sich aller Voraussicht nach fortsetzen werden.“

Falls ein Unternehmen in Großbritannien vorproduzieren lässt, sollte der Betrieb den Wert der Waren genau im Blick haben. Denn künftig könnten britische Wertschöpfungsanteile mit höheren Drittlandzollsätzen belegt werden. Heidemann äußert sich dazu: „Gegebenenfalls sollte über alternative Bezugsquellen aus anderen EU-Ländern nachgedacht werden.“

Darüber hinaus könnten Zertifikate wie die CE-Kennzeichnung oder die Chemikalienverordnung Reach, die in Großbritannien ausgestellt wurden, ihre Gültigkeit verlieren. „Um dieses Szenario zu vermeiden, sollte man möglichst auf andere Stellen in der EU ausweichen“, verweist Heidemann auf eine Empfehlung der Europäischen Kommission.

Von Philip Wolf

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