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Mittendrin Celler Congress Union: Catering für Großveranstaltungen ist Wachstumsmarkt
Mehr Mittendrin Celler Congress Union: Catering für Großveranstaltungen ist Wachstumsmarkt
12:37 05.07.2018
Von Gunther Meinrenken
Max Raabe gehört zu den Künstlern, die zuletzt in der Congress Union aufgetreten sind. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Verantwortlich ist Fürstenhof-Geschäftsführer Ingo Schreiber. „Das Thaers ist ein wichtiger Bestandteil unseres Gesamtmarketings, sozusagen das Schaufenster der Congress Union. Damit wirken wir in die Bevölkerung hinein und haben das Image der Congress Union in der Öffentlichkeit deutlich verbessert“, sagt Schreiber. Das Konzept geht auf. Hausmannskost auf gehobenem Niveau zu zivilen Preisen, Mittagstisch, Sportübertragungen und das alles in zeitgemäßer Wirtshausatmosphäre kommen beim Publikum gut an. Das „Thaers“ sei ein wesentlicher Faktor dafür, dass sich das Ergebnis im operativen Geschäft verbessert habe. „Demnächst wollen wir hier auch kleine Konzerte veranstalten, die Empore eignet sich dafür sehr gut“, kündigt Schreiber an.

Weitere Außenwirkung erzielen die Konzerte, Shows und Auftritte von Comedians. Phantom der Oper, die Amigos, Dieter Nuhr und Ralf Schmitz oder Jürgen von der Lippe sowie Chris de Burgh, die Schlagerhitparade, Stefan Gwildis oder Max Raabe mit seinem Palastorchester haben in der Congress Union bereits auf der Bühne gestanden. „Wir versuchen, jedes Jahr etwa 50 Bühnenveranstaltungen im Programm zu haben, davon zwei bis drei große Highlights wie eben Max Raabe“, sagt Schreiber. Manchmal kooperiere die Congress Union dabei auch mit der CD-Kaserne. Beispiel Sascha Grammel: Vor zwei Jahren lief der Vorverkauf für den aus dem Fernsehen bekannten Puppenspieler so gut, dass die CD-Kaserne den Auftritt in die Congress Union verlegte. Eine generelle Abstimmung des Programms zwischen beiden Häusern gebe es allerdings nicht.

Trotz der erfolgreichen Bühnenveranstaltungen macht Schreiber aber deutlich: „Wir verstehen uns als Multifunktionshalle, nicht als Konzerthalle. Unsere Stärke ist, dass wir viele Dinge gleichzeitig machen können. Unser Schwerpunkt ist das Tagungs- und Kongressgeschäft. Wenn wir die Wahl haben zwischen einem dreitägigen Kongress oder einem Konzert, nehmen wir lieber die Tagung.“

Maßgeblich für Schreiber und sein Team sind dabei zwei Faktoren: die Raumbelegung und der Verzehr. „Tagungsgäste bringen auch mehr Umsatzvolumen, für uns und auch für ganz Celle“, erläutert Karsten Schröder, langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der Congress Union. Hintergrund: Bei Tagungen, Messen oder Meetings wird zwar eine Raummiete verlangt, richtig rentabel werden die Veranstaltungen für die Congress Union aber erst durch den Verkauf von Essen und Getränken. Raummieten fielen nur dann nicht an, wenn sich das Management verspricht, ab einer gewissen Personenzahl bei etwa Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder Galaveranstaltungen durch den Verzehr auf seine Kosten zu kommen.

Richtig wirtschaftlich arbeitet die Congress Union, wenn gleichzeitig viele Räume belegt sind von Gästen, die vom Cateringteam effektiv versorgt werden. Bei der Auslastung der Räumlichkeiten zeigt sich deutlich ein Trend nach oben (siehe Grafik). Auf dem hart umkämpften Messe- und Tagungsmarkt haben Schreiber und seine Mitarbeiter deutliche Erfolge nachzuweisen. „Wir versuchen, diesen Bereich ständig zu optimieren und Messen nach Celle zu holen“, so Schreiber, der für die Zukunft vor allem den Groß-Catering-Bereich weiter ausbauen möchte. Seit 2013 hat sich die Congress Union hier von einer auf 15 Veranstaltungen in 2017 gesteigert. Dabei setzt Schreiber auch auf die Marketingkraft, die hinter den Althoff-Hotels steckt.

Trotzdem weiß Schröder, dass sich insgesamt wohl nie ein Plus für das Celler Kongresszentrum erzielen lassen wird. Dazu sind vor allem die Unterhaltungskosten wie der Energieverbrauch und die Instandhaltung zu hoch. Schröder: „In ganz Deutschland gibt es keine Veranstaltungshalle, die Gewinne erwirtschaftet.“

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