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Mittendrin Celler Makler erwarten gutes Geschäftsjahr
Mehr Mittendrin Celler Makler erwarten gutes Geschäftsjahr
16:54 13.01.2014
Von Oliver Gatz
Immobilien sind weiterhin stark gefragt. Insbesondere die wenigen Filetstücke lassen sich gut vermarkten.
Celle Stadt

„Wir hatten das beste Geschäftsjahr der vergangenen zehn Jahre“, freut sich Norbert Frohms. Dass es für den Celler Immobilienvermittler 2013 so gut lief, lag an den günstigen Rahmenbedingungen. So erreichten die Kreditzinsen ein historisches Tief, was viele dazu ermunterte, in Immobilen zu investieren und das Geld nicht auf der Bank zu lassen. „Grundbuch ist besser als Sparbuch“, witzelt so auch Frohms, der insbesondere bei der Verwaltung von Immobilien neue Aufträge an Land zog. 74 neue Einheiten seien hinzugekommen, berichtet der Makler.

Dass in diesem Jahr in Niedersachsen die Grunderwerbsteuer von 4,5 Prozent auf 5 Prozent steigt, was beim Kauf eines bebauten Grundstück schon einmal mit einigen Tausend Euro zu Buche schlagen kann, sieht Frohms nicht als Problem. „Das schreckt die Käufer nicht ab. Bei guter Lage und gutem Preis macht das nichts aus. Wer etwas gefunden hat, der wird das halbe Prozent schlucken.“

So sehen es auch andere Immobilienmakler wie Günter Baars. „Ich glaube nicht, dass sich das halbe Prozent auf die Kaufentscheidung auswirkt.“ Da spielten eher andere Kriterien eine Rolle wie günstige Renditen für Investoren und niedrige Zinsen bei der Eigennutzung von Häusern und Wohnungen. Auch für Baars lief das abgelaufene Geschäftsjahr gut. „Es war kein schlechtes Jahr“, verrät der Celler. Er habe als Kunden einige junge Familien gewinnen können, die eine Immobilie suchten – möglichst in geeigneter Lage mit Schule, Kindergarten oder Supermarkt in der Nähe. Solche Filetstücke sind rar und von allen Immobilienvermittler heiß begehrt. Und wie wird das Geschäftsjahr 2014? „Bei entsprechendem Angebot sehe ich keinen Rückgang bei der Nachfrage“, prognostiziert Baars.

Der Celler Makler Helge Beseke blickt ebenfalls auf ein „sehr erfolgreiches Geschäftsjahr“ zurück. Auch er geht davon aus, dass 2014 der positive Trend anhält. Die Erhöhung der Grunderwerbsteuer spiele dabei keine Rolle. „Das ist marginal“, meint der Celler Geschäftsmann. Die Immobilie als Kapitalanlage oder zur Eigennutzung werde weiterhin stark nachgefragt, so Besekes Einschätzung. Zwar sei das Angebot „häufig Schrott“, allerdings ließen sich die wenigen Filetstücke gut vermarkten.

Bei vielen Immobilienmaklern nehmen Vermietungsobjekten zu. Alte Häuser werden aufgekauft und saniert. Zum Teil wird wie in der Nähe des Wasserturms in Celle auch alte Bausubstanz aus den 50er Jahren komplett abgerissen, um etwas Neues und Modernes entstehen zu lassen, was der jeweilige Bebauungsplan zulässt.