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Mittendrin Cellerin als Au-pair in Australien
Mehr Mittendrin Cellerin als Au-pair in Australien
18:02 22.07.2014
Saskia Claußen auf Stadtrundfahrt in Sydney - Opera House (li.) und Harbour Bridge (re.) Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Aber Claußen hatte anfangs ein ungutes Gefühl: "Ich hatte Angst davor, wie die Kinder auf mich reagieren. Und was ich tun soll falls sie mich nicht mögen", erinnert sie sich. Sie stöberte in Blogs (Internet-Tagebücher) anderer Au-pairs. Das nahm ihr die Bedenken. Jetzt berichtet sie auf ihrem eigenen Blog saskia-goes-to-australia.jimdo.com von ihrem Abenteuer in Down Under.

Von den teuren Vermittlungsagenturen hat sie nicht viel Gutes gehört. "Deshalb habe ich es auf eigene Faust probiert", sagt die Cellerin. Den Kontakt zu einer Gastfamilie hat sie über ein Internetportal für Au-pairs geknüpft. Dafür hat sich sich einige Monate zeit genommen und sich eine passende Familie ausgesucht. Dann fehlten ein Visa, eine Krankenversicherung für das Ausland und die Flugbuchung. All das sollten angehende Auslands-Abenteuerer beachten und sich rechtzeitig informieren. Zum Flug gibt sie den Tipp: "Falls es zum Beispiel in der Gastfamilie nicht klappt, empfehle ich einen flexiblen Rückflug zu buchen."

Nun ist Claußen über einen Monat im Land der Kängurus. Ihre Ängste haben sich schnell in Luft aufgelöst. Claußen arbeitet morgens zwei und abends vier Stunden. Ihre Aufgaben sind vergleichbar mit denen einer großen Schwester. "Morgens frühstücken wir zusammen und dann mache ich die beiden Jungs für die Schule fertig", beschreibt sie ihren Tagesanfang mit den Fünf- und Sechsjährigen. "Nach der Schule begleite ich sie mit ihrer Mutter zum Taekwondounterricht oder wir gehen in Parks. Sollte das Wetter mal nicht zum Draußenspielen einladen, beschäftige ich mich mit den Kleinen im Haus", erzählt sie. Ab und zu Unterstützt Saskia ihre Gastfamilie auch mit Hausarbeit.

"An meinen freien Wochenenden, unternehme ich viel mit anderen deutschen Au-pairs. Natürlich stehen Sehenswürdigkeiten wie das Opernhaus auf dem Programm, aber es gibt hier so viel mehr zu entdecken", sagt die 20-Jährige. Von ihren Gastfamilien erhalten sie und ihre Freundinnen oft Tipps für Ausflugsziele. "Die Zeit vergeht hier sehr schnell", sagt Claußen. Sie überlegt, nach den sieben Monaten die restliche Zeit ihres Jahres-Visums zu nutzen, um den restlichen Osten Australiens zu sehen.

Von Roger Piater