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Mittendrin DWD-Wetter-App warnt Celler vor Katastrophen
Mehr Mittendrin DWD-Wetter-App warnt Celler vor Katastrophen
14:41 14.12.2016
Celle Stadt

Der DWD nutzt dafür sein engmaschiges Netz aus Satellitenüberwachung und modernster Sensorik. Die Integration der neuen Warnungen in die WarnWetter-App wurde durch eine enge Kooperation von Bundes- und Länderbehörden möglich. Hans-Joachim Koppert, Vorstandsmitglied und Leiter der Wettervorhersage des DWD, sagt: „Hier haben Bund und Länder im Interesse der Bürger an einem Strang gezogen. Wir kommen so unserem Ziel deutlich näher, die Bevölkerung aus einer Hand vor allen Gefahren zu warnen, die Wetter verursachen kann.“

Mit 13 Hauptfunktionen – von Hochwasser- und Sturmflutwarnungen, Lawinengefahren und Unwettervideos bis hin zu aktuellen Wetterradarbildern oder integrierten Hitzewarnungen und Angaben zur lokalen Wärmebelastung – arbeitet jetzt die WarnWetter-App des DWD.

Seit Mitte des Jahres warnt der DWD zudem so kleinräumig, dass man die Warngebiete einzelnen Gruppen der rund 10.000 Gemeinden in Deutschland zuordnen kann. Dieses meteorologische Zoom ermöglicht es, Warnungen für einzelne Kommunen und Stadtteile herauszugeben. Am wichtigsten sind die ortsgenauen Warnungen des DWD vor allem bei kleinräumigen Wettergefahren. Dazu gehören Gewitter und Starkregen mit ihren oft so folgenreichen Sturzfluten. Der hohe Detaillierungsgrad der neuen Warnungen ermöglicht aber auch, in lokalen Bereichen präziser zu unterscheiden. „Das wird zum Beispiel im Winter bei drohendem Schneefall für die Bevölkerung und die Einsatzkräfte ein großer Fortschritt sein“, betont Koppert. Auch die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes fordern eine immer höhere räumliche und zeitliche Auflösung der DWD-Warnungen. Nur so können sie den wachsenden Anforderungen an die Planung und Steuerung ihrer Einsätze gerecht werden. „Unsere Entwickler arbeiten aktuell daran, solche hochaufgelösten Wetterwarnungen auch für Stromtrassen, Autobahnen, Schienenwege oder Flusseinzugsgebiete bereitzustellen. Auch Autofahrer, Fahrradfahrer oder Wanderer können davon profitieren.“

Dennoch wird es die 100-prozentig genaue Wettervorhersage nie geben. Trotz allen wissenschaftlichen und technischen Aufwands der perfekten Vorhersage wird sie sich immer nur annähern – sie aber aufgrund der Gesetze der Physik kaum erreichen. „Eine Unsicherheit in der Vorhersage wird also bleiben“, so Kloppert.

Von Lothar H. Bluhm