Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Mittendrin Geldregen für Celler Mikro-Starter
Mehr Mittendrin Geldregen für Celler Mikro-Starter
17:30 03.11.2014
Celle Stadt

Doch, das sei ein Spitzenergebnis, freut sich Holger Overbeck von der Wirtschaftsförderung im Celler Rathaus über die vielen Positivbescheide von der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) aus Hannover: „Das ist ein klares Zeichen für die zahlreichen innovativen Existenzgründer in Celle und ein Segen für die Stadt.“

Im Landesvergleich hat die städtische Wirtschaftsförderung die meisten so unterstützten Existenzgründer in ihren Mauern, denn seit Beginn des Programms „MikroStarter Niedersachsen“ wurden im Rahmen des Pilotprojektes an 20 Antragsteller Fördersummen zwischen 5000 und 25.000 Euro ausgezahlt. Modellhaft startete das Programm in dem Konvergenzgebiet, zu dem auch der Landkreis Celle gehört. Das Land Niedersachsen und die NBank leisten so einen Beitrag dazu, Firmengründungen und –übergaben zu erleichtern. Insbesondere für Kleinstgründer zur Existenzsicherung. Durch das Programm sollen dauerhaft Arbeitsplätze geschaffen, erhalten und gesichert werden.

Zugleich wird mit der Kreditvergabe die Voraussetzung geschaffen, die geringe Bonität von Kleinstgründern bei der Fremdkapitalvergabe bei Kreditinstituten zu erhöhen. Denn häufig haben Unternehmens- und Existenzgründer Probleme, die notwendigen finanziellen Rahmenbedingungen zu erfüllen. Das Programm „MikroStarter Niedersachsen“ finanziert Ausgaben im Zusammenhang mit Gründung, Erweiterung oder Wachstum des Unternehmens. Dazu zählen auch Investitionen, Betriebsmittel, Aus-, Weiterbildungs- sowie Personalkosten.

Für die Müller-Röben GbR mit ihrem Unternehmen „Fotowerk8“ war das Programm genau das richtige: „Das war top“, freuen sich Steffen Müller und Laura Röben über die staatliche Anschubförderung. Sie gründeten zum 1. Mai in Celle ein Atelier für Mode- und Werbefotos. „Wir haben uns richtig gut aufgehoben gefühlt“, loben sie die vorbereitende Zusammenarbeit mit der Stadt Celle. Jetzt wollen sie mit ihrem Konzept für frischen Wind in der Celler Fotowelt sorgen. Kontakt zur Fashion-Week in Berlin bestehe bereits. Röben und Müller bieten inzwischen einer Praktikantin einen interessanten Wirkungsbereich.

Ähnlich äußert sich Henrike Böhnke, die seit März mit der Celler Frühstücksservice in ihrem Stehcafé eine besondere Dienstleistung vorhält: „Der Lieferservice ist ganz wichtig, denn den gab es in Celle bisher nicht.“ Böhnke hat zusammen mit ihrem Steuerberater im Vorfeld einen Businessplan erarbeitet und findet an dem MikroStarter-Programm die Möglichkeit von Sondertilgungen sehr interessant. Auch sie denkt schon an eine personelle Aufstockung.

Von Lothar H. Bluhm