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Mittendrin Gewerbegebiet Altenhagen Nord: Die Hälfte ist schon weg
Mehr Mittendrin Gewerbegebiet Altenhagen Nord: Die Hälfte ist schon weg
16:44 19.03.2012
Von Gunther Meinrenken
Bauarbeiten im Gewerbegebiet Altenhagen beginnen Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Die Firma Dr. Kaiser Diamantwerkzeuge, die im Gewerbepark Spinnhütte groß geworden ist, hat sich die restlichen 4 Hektar des bisherigen Gewerbegebietes gesichert. „Voraussichtlich 2013 oder 2014 werden wir umziehen“, sagte Prokurist Dirk Hessel. In der Spinnhütte reiche der Platz nicht mehr aus. „Wir haben in den vergangenen acht Jahren die Zahl unserer Mitarbeiter von 150 auf 300 verdoppelt“, so Hessel. Das Areal in Altenhagen biete genug Platz für weiteres Wachstum.

Die Nachfrage im neuen Gewerbegebiet in Altenhagen ist hoch. „Drei Grundstücksverkäufe werden vorbereitet. Insgesamt geht es dabei um 2,2 Hektar. Für weitere 4,7 Hektar haben wir Reservierungen vorliegen“, erklärte Erste Stadträtin Susanne Schmitt. Darunter seien ein Betrieb für Elektrotechnik und ein Sanitärgroßhandel sowie ein Autohaus.

Bei letzterem handelt es sich um die Firma Speckhahn. 2011 hatte der in Winsen beheimatete Ford-Händler den alten Standort von Frye in den Wietzenbrucher Kolkwiesen übernommen. Schon damals hatte das Unternehmen angekündigt, langfristig nach Altenhagen umziehen zu wollen. Jetzt werden die Pläne konkreter.

„Möglichst in der ersten Jahreshälfte 2013 wollen wir umziehen“, meinte der geschäftsführende Gesellschafter Ralph Tintemann. In den Kolkwiesen decke man das gleiche Marktgebiet ab wie im Winser Stammhaus. In Altenhagen würde man hingegen den gesamten Ostkreis erreichen. Zudem biete der künftige Anschluss an die Ostumgehung die Chance, Altencelle und Westercelle anzubinden, so Tintemann.

Der Umzug von Speckhahn von Wietzenbruch nach Altenhagen stellt für die weitere Vermarktung der Kolkwiesen einen Rückschlag dar. Der Autohändler hat seinen Gewerbebetrieb direkt am Eingang zum Gewerbegebiet, dieses repräsentative Areal wird also auf absehbare Zeit verwaist sein.

Im Neuen Rathaus zeigt man sich dennoch verhalten optimistisch. Zwar seien von den 34 Hektar immer noch 26 Hektar zu haben, allerdings gebe es im Augenblick „zumindest Anfragen. Es gab mal eine Zeit, in der gar nichts ging“, erklärte Schmitt im jüngsten Wirtschaftsausschuss. So habe ein Betrieb ein Grundstück für eine Erweiterung erworben, Gegenüber von Frye soll sich ein Land- und Forstbetrieb niederlassen.