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Mittendrin IKK classic setzt auf mehr Flexibilität im Job
Mehr Mittendrin IKK classic setzt auf mehr Flexibilität im Job
12:25 02.09.2013
Vertriebsassistentin Nadine Jackson hat nach ihrer Freistellung für die Kindererziehung nun eine Teilzeitstelle bei der IKK classic. Sohn Liam besucht sie gelegentlich im Büro. Quelle: Lothar H. Bluhm
Celle Stadt

Als er vor 29 Jahren bei der Innungskrankenkasse zu arbeiten begann, sei alles sehr viel starrer gewesen, erinnert sich der heutige Regionalgeschäftsführer der IKK classic, Holger Unverricht, an feststehende Arbeitszeiten und wenig flexible Teilzeitregelungen. Früher sei gar nicht denkbar gewesen, was heute vom Arbeitgeber in enger Absprache mit dem Betriebsrat angeboten wird: eine 30-Stunden-Woche für Abteilungsleiter oder eine dreimonatige Elternzeit für Führungskräfte.

Natürlich seien aber die betrieblichen und dienstlichen Belange zu berücksichtigen, denn das Unternehmen sei mit rund 3,6 Millionen Versicherten die sechstgrößte Krankenkasse in Deutschland, so Unverricht. Allein von Celle aus werden 31.000 Versicherte betreut.

Für den Familienkalender, der vom Familienbüro der Stadt Celle und von der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft von Stadt und Landkreis Celle herausgegeben wurde, malte auch der neunjährige Liam Joshua Jackson ein Bild: „IKK take care of you“ ist auf einem Banner an der Skatebahn der CD-Kaserne zu lesen.

Liam hat seiner Fantasie freien Lauf gelassen. Der Familienkalender hängt jetzt zu Hause, „und wird gut genutzt“, betont Mutter Nadine, die selbst von dem familienfreundlichen Angebot ihres Arbeitgebers Gebrauch macht. Die Vertriebsassistentin arbeitet 20 Stunden pro Woche und war insgesamt drei Jahre zur Kindererziehung nicht tätig. „Gut war aber, dass ich während meiner Freistellung viele Infos zum Betrieb bekommen habe. Die Gleichstellungsbeauftragte hat sich sehr gut um mich gekümmert.“ So habe ein sehr intensiver Austausch stattgefunden, der den Wiedereinstieg in den Beruf erleichterte.

Etwa 70 Prozent der Beschäftigten sind Frauen. Sie profitieren insbesondere von den umfassenden Gleitzeitregelungen, variablen Arbeitszeitkonten und Jobsharing-Angeboten.

Zu den familienfreundlichen Maßnahmen der IKK classic gehört auch die Kooperation mit dem Landkreis Celle im Gebäude auf der anderen Straßenseite. Der dortige Betriebskindergarten kann ebenso genutzt werden wie die Kantine. Das sei für den Landkreis gut, denn so seien sowohl Kindertagesstätte als auch Kantine mehr ausgelastet.

Von Lothar H. Bluhm