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Mittendrin In Hermannsburg ins Handwerk schnuppern
Mehr Mittendrin In Hermannsburg ins Handwerk schnuppern
18:36 11.09.2017
Am 19. August lockte der "Tag des alten Handwerks" zahlreiche Besucher zum Celler Landgestüt. Zum bundesweiten Aktionstag am Samstag engagieren die Hermannsburger in besonderem Maße.  Quelle: Oliver Knoblich
Hermannsburg

In Hermannsburg steht ein ganzes Wochenende im Zeichen der Handwerker. Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus zeigen am Samstag und Sonntag nicht nur die regionalen Handwerker ihr Können, sondern auch die Musikgruppen „lautunddeutlich“ sowie „Antrag abgelehnt“. Für die Grundschule wird ein Kletterparcours gebaut. „Auf dem Handwerkermarkt stellen wir die Parcourselemente fertig“, erklärt Jens Hiestermann, Steinmetz- und Bildhauermeister. „Anschließend bauen wir alles auf dem Schulhof auf. Jährlich unterstützen wir solche sozialen Projekte.“ Nach 2010 findet der Handwerkermarkt dieses Jahr wieder statt. Organisiert wird alles vom Handwerkerstammtisch. „Wir wollten mal wieder alle Meisterinnen und Meister aus dem Ort zusammen bekommen, egal welches Alter und welches Handwerk“, so Hiestermann. An diesem Wochenende bekommen auch Hobbyhandwerker und Besucher die Möglichkeit, in die Vielfalt der Branche reinzuschnuppern und sich bei zahlreichen Mitmachaktionen auszuprobieren.

In Celle gibt es dieses Jahr keine Veranstaltung zum „Tag des Handwerks“. Sandra Jutsch, Sprecherin der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, erläutert dazu: "Es gibt keinen Zwang, überall den Aktionstag zu organisieren. Es hängt an der Frage, ob Betriebe oder die Kreishandwerkerschaft etwas machen wollen." Das Interesse am "Tag des Handwerks" sehr regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Es gebe ganz viele "schwarze Löcher", so Jutsch. Bei so viel Aufwand sei es aber auch verständlich. "Wenn die Handwerker es selbst in die Hand nehmen wollen, unterstützen wir sie gerne dabei", betont Jutsch.

Zumindest wurde bereits am 19. August der „Tag des alten Handwerks“ auf dem Landgestüt gefeiert. Im Rahmen des Neuenhäusener Stadteilfestes hat der Verein der Freunde und Mitarbeiter des Landgestüts die Veranstaltung zum vierten Mal organisiert. „Wir haben als Ortsrat beschlossen, dieses Jahr das alte Handwerk größer zu feiern und mit dem Stadtteilfest zu kombinieren“, sagt Jörg Rodenwaldt, Ortsbürgermeister von Neuenhäusen. „Historisch ist unser Stadtteil durch Handwerksbetriebe geprägt, gerade auch wegen der Hufschmiede- und Kutscherarbeiten auf dem Landgestüt“, erklärt Rodenwaldt.

Von Marie Schiller und Dagny Siebke