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Mittendrin Keine Immobilien-Blase in Celle
Mehr Mittendrin Keine Immobilien-Blase in Celle
19:12 16.02.2015
1219 Hektar Flächen wechselten im vergangenen Jahr für eine Kaufsumme von 276 Millionen Euro den Besitzer, - hier ein Bild aus dem Celler Neubaugebiet Am Kieferngrund.  Quelle: Benjamin Westhoff (Archiv)
Celle Stadt

„Suche freisteh. EFH“ ist dick in der Kleinanzeige im Immobilienteil der Wochenendzeitung zu lesen. – Insgesamt 2293 Grundstücksverträge wurden im vergangenen Jahr im Landkreis Celle beurkundet: 1219 Hektar Flächen wechselten die Eigentümer für eine Kaufsumme von 276 Millionen Euro. Das sind Zahlen, die von den Vorjahresbilanzen nur gering abweichen. 2013 wurden in 2341 Verträgen 1354 Hektar für 278 Millionen Euro verkauft. „Solange eine Immobilie nicht weit über dem Sachwert verkauft wird, haben wir auch keine Immobilienblase“, beurteilt Andrea Weber-Suilmann die vorliegenden Kaufverträge aus dem Celler Land. Die Leiterin des Dezernats Wertermittlung und städtebauliche Bodenordnung der Regionaldirektion Braunschweig-Wolfsburg des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) hat soeben den jüngsten Grundstücksmarktbericht 2015 zusammengestellt: „Alle Notare schicken Kopien der Grundstückskaufverträge an den Gutachterausschuss.“ Dessen Aufgabe ist es, durch die Kaufpreissammlung Transparenz auf dem Immobilienmarkt herzustellen.

Und das gilt für bebaute und unbebaute Grundstücke, für land- und forstwirtschaftliche Flächen und für Wohnungseigentum.

So ist aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht erkennbar, dass die durchschnittliche Größe unbebauter Grundstücke mit 907 Quadratmetern im Vergleich zum Vorjahr kleiner geworden ist (bisher 934), dass gleichzeitig aber der mittlere Quadratmeterpreis von 56 Euro auf 57 Euro angestiegen ist.

So ist ebenfalls erkennbar, dass die durchschnittlichen Preise für Eigentumswohnungen von 992 auf 916 Euro pro Quadratmeter gesunken sind. Zum Vergleich: In Wolfsburg liegt der Mittelwert bei 1250 Euro.

Im Celler Land ist der Quadratmeterpreis für Reihenhäuser und Doppelhaushälften von 968 auf 1075 Euro gestiegen. „Auf diesem Niveau bewegen sich die Preise aber schon seit Jahren. Das sind keine gravierenden Veränderungen“, sagt die Vermesserin Weber-Suilmann.

Bei land- und forstwirtschaftlichen Flächen zeigt der Bodenpreisindex seit 2010 eine 60-prozentige Preissteigerung. „Die hohe Anzahl von Biogasanlagen im Kreis Celle hat mit dazu beigetragen“, weiß Weber-Suilmann. Kaufverträge von Einfamilienhäusern (EFH) bewegen sich hingegen im Rahmen: Durchschnittlich 1179 Euro wurden pro Quadratmeter gezahlt (Vorjahr 1224 Euro).

Von Lothar H. Bluhm