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Mittendrin Lieber WM gucken als zur Schlossberg-Fete
Mehr Mittendrin Lieber WM gucken als zur Schlossberg-Fete
20:55 27.06.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Keine Glasflaschen, kein Deo oder Parfum und Alkohol nur mit Vorlage des Ausweises: Sorgfältig überprüft Udo Symansky vom Sicherheitsdienst M. P. die Rucksäcke der Schüler. "Was nicht rein darf, kommt in die Tonne", sagt Symansky. Nur wer die Auflagen erfüllt, wird auf das Gelände direkt vor dem Schloss gelassen. Dort hatten sich gestern bereits um die Mittagszeit um die 200 Schüler versammelt, um die Ferienzeit mit der bekannten Schlossberg-Fete einzuläuten.

"Am Anfang ist immer noch nicht so viel los. Viele gehen von der Schule erst einmal nach Hause und besorgen was zu trinken, ehe sie hierher kommen", weiß Symansky aus Erfahrung. Auch die Stimmung unter den Schülern sei am Anfang immer recht entspannt und fröhlich. "Das kann mit steigendem Alkoholpegel aber auch kippen", sagt Polizistin Sandra Bode. Daher zeigt neben der Security auch die Polizei Präsenz. Sie patrouillieren zu Fuß das Gelände oder reiten wie Sandra Bode auf ihrem Hengst Knut. "Auf einem Pferd sitzt man viel höher, kann so mehr überblicken und kommt auch schneller von A nach B", so die Polizistin weiter.

Die Schüler scheint das große Polizeiaufgebot nicht zu stören. "Es ist schon viel angenehmer als im letzten Jahr", sagt der 16-jährige Till. 2017 wurden je nach Alter Bändchen verteilt, um den Alkoholkonsum der Minderjährigen zu kontrollieren. Das sei deutlich anstrengender gewesen. Viel mehr als das Trinken steht bei vielen Jugendlichen allerdings das Zusammensein im Vordergrund. "Es ist gutes Wetter, man trifft alle möglichen Leute und kann so das Schuljahr schön ausklingen lassen", schwärmt KAV-Schüler Gero.

Die 16-jährige Bentje ist zum ersten Mal bei der Schlossberg-Fete dabei. "Wir haben das gerade mehr so spontan entschieden", erzählt sie. Im kommenden Jahr werden an ihrer Schule die Klassen getrennt und neu zusammen gemischt. "Heute ist das letzte Mal, dass wir noch als Klasse zusammen Zeit verbringen können. Da bietet die Schlossberg-Fete eine gute Gelegenheit", so die Schülerin.

Quasi schon zur Tradition gehört, dass einige Schüler in den Schlossgraben geschmissen werden oder freiwillig zur Abkühlung ihren Weg in das Wasser finden. "An einer Stelle sind mehr Steine. Dort ist die Gefahr zu groß, dass etwas passiert", sagt Symansky. Daher wurde dieser Bereich mit Bändern abgesperrt.

Trotz Hitze und Alkohol gab es am Schlossberg keine größeren Komplikationen. "Der Rettungsdienst vor Ort fängt in der Regel alles wie kleinere Verletzungen ab", so AKH-Pressesprecherin Sigrid Jürgensmann. Vermutlich interessierten sich viele Schüler mehr für das WM-Fußballspiel von Deutschland. "Bereits kurz vor vier hatten die meisten das Gelände verlassen", so Polizeisprecherin Birgit Insinger.

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