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Mittendrin Nienhäger Unternehmen hat iranischen Markt im Blick
Mehr Mittendrin Nienhäger Unternehmen hat iranischen Markt im Blick
12:28 15.03.2017
Celle

Die Messe in Teheran bietet gute Möglichkeiten, jetzt nach dem Ende des Wirtschaftsembargos auf dem iranischen Markt Fuß zu fassen. „Uns zeichnen jahrzehntelange Erfahrung und ein hoher Qualitätsanspruch aus“, sagt Jan König, Mining and Oilfield Bits Manager. „Wir sind in der Lage, gerade individuelle Kundenwünsche flexibel umzusetzen. Dabei kommt es uns auf ausführliche Beratung und praxisorientierte Lösungen an.“ Da versuche man natürlich auch, in den iranischen Markt reinzukommen. Schon bei der GeoTherm, der Fachmesse, die kürzlich in Offenburg stattfand, war Micon präsent. Und bei Fürth beschäftigte die etwas kompliziertere Erschließung von Thermalquellen für die Nutzung im Schwimmbad einige Micon-Fachkräfte. „Wir gehen da hin, wo die Projekte sind“, betont Christian Stäb, für 'Sales, Service and Operations' zuständig. Das sei ein weltweites Geschäft, „und wir versuchen, die Prädikatsmarke ‚Made in Germany‘ auch in die Tiefbohrindustrie zu übertragen.“

Der Service des Unternehmensverbundes, der seinen Ursprung in der 1994 durch Dr. Rainer Jürgens gegründeten Micon Mining and Construction Products GmbH & Co. KG hat, reicht von technischer Beratung bis hin zu Reparaturen, Wartung und Vor-Ort-Service. Von Diamant-Bohrwerkzeugen über Stabilisatoren bis zur kompletten Ausrüstung, die ins Bohrloch geht, verfügt Micon über die gesamte Angebotspalette. „Wir sind mit unserem RVDS-System weltweit auf allen Kontinenten aktiv“, unterstreicht König die globale Ausrichtung des Nienhäger Unternehmens und erläutert das RVDS: „Rotary Vertikal Drilling, also Vertikalbohrsystem.“ Es ist auf die automatisierte Erstellung von vertikalen Bohrlöchern von 8,5 bis 17,5 Zoll spezialisiert.

Neben Vertikalbohrsystemen bietet Micon auch Lösungen für komplexe 3D- Bohrlochverläufe an. Bei einer Unter-Tage-Richtbohrung sei millimetergenaue Präzision gefragt: „Da sind wir genau richtig“, sagt Stäb.

Zur Entwicklung des amerikanischen Marktes nach der Trump-Wahl stellt Stäb fest, dass Auswirkungen noch nicht spürbar seien. „Das ist schwer abzuschätzen“, sagen beide Experten und entsprechen damit den Prognosen, die kürzlich der ehemalige Botschafter der USA in Deutschland, John Kornblum, geäußert hat: „Wir sollten optimistisch sein – unsere Gesellschaften sind dabei, sich neu zu sortieren.“

Von Lothar H. Bluhm