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Mittendrin Oldtimer-Fieber in ganzer Familie
Mehr Mittendrin Oldtimer-Fieber in ganzer Familie
17:40 30.05.2018
Quelle: Kirsten Glatzer
Celle

HAMBÜHREN. Mit seiner Leidenschaft für den Strich-Acht oder auch den 123er, die inzwischen beide Kultstatus erlangt haben, steht er in seiner Familie nicht allein da. Sowohl Kaspars Ehefrau Ellen als auch die Kinder teilen die Begeisterung für diese Oldtimer. Tochter Emilie fährt derzeit sogar einen Strich-Acht, wünscht sich aber eine weiße 123er-Limousine. Die steht auch schon bereit. Sie muss „nur noch“ ein wenig aufbereitet werden. Der 17-jährige Sohn Max ist beim begleiteten Fahren ebenfalls in einem Mercedes Benz Strich-Acht unterwegs.

„Einer der Gründe, warum ich so gern diese alten Autos fahre, ist übrigens, dass ich die noch von A bis Z selbst durchreparieren kann“, sagt André Kaspar. Hilfreich ist dabei sicherlich auch, dass er einst eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker absolvierte und sogar seinen Meister gemacht hat. Zwar hat er sich mittlerweile beruflich umorientiert, aber das Grundwissen hat Kaspar selbstverständlich nicht verlernt.

Sein dunkelroter Strich-Acht, mit dem er auch beim heute startenden MBIG-Jahrestreffen in Celle vorfahren wird, ist übrigens aus dem gleichen „Baujahr“ wie er selbst: 1970. Wie er zu dem Schmuckstück gekommen ist? „Den hab ich vor acht Jahren von einem Clubkameraden gekauft. Der hatte ihn wiederum von einem Rentner gekauft und wollte den Wagen eigentlich TÜV-fertig machen. Er nahm ihn also teilweise auseinander und stellte ihn dann erst mal in einer alten Möbelhalle unter. Doch es fehlte ihm wohl an der nötigen Zeit, und so vergingen 18 Jahre, ohne dass der Wagen bewegt wurde." Die Möbelhalle wurde baufällig und drohte einzustürzen. Das Auto musste schnellstmöglich anderswo untergebracht werden.

"Der Besitzer wurde durch die Clubzeitschrift auf mich aufmerksam und machte mir ein Angebot, das ich einfach nicht ablehnen konnte. An dem Wagen musste zwar einiges geschweißt werden, aber gar nicht so viel. Das meiste waren Aufbereitungsarbeiten und eben das Zusammenbauen. Bis auf einen Kotflügel und den Stern war noch alles vorhanden", berichtet Kaspar.

Die Frage, wie viele Oldtimer sich denn insgesamt in seinem Besitz befinden, kann er hingegen nicht so genau beantworten: „Ach, die sind überall verteilt. Es sind wohl über zehn. Das ist ja auch ein bisschen relativ zu sehen. Ich hab zum Beispiel hinter der Garage eine Langversion des Strich-Acht stehen. Der hat aber weder Motor noch Getriebe, das müsste ich erst mal zusammenbauen. Deshalb kann man den gar nicht richtig mitzählen. Aber es kommt doch schon einiges zusammen“, räumt der 47-Jährige schmunzelnd ein.

Mindestens genauso viel Spaß wie das Sammeln der Oldtimer und das Schrauben daran, machen Kaspar aber die zwischenmenschlichen Begegnungen, die sein Hobby mit sich bringt. Deshalb hat er auch vor knapp drei Jahren in Hambühren einen Mercedes-Benz-Stammtisch ins Leben gerufen, im "/8-Club" ist er ebenfalls schon seit einigen Jahren Mitglied und seit über 25 Jahren auch in der Mercedes-Benz-Interessengemeinschaft (MBIG). „Die Oldtimer sind bei allen Treffen dieser Vereine zwar ein wichtiges Thema, aber es geht vor allem auch um die Freundschaften und Beziehungen, die dabei entstehen, und die man gern pflegt", findet Kaspar.

Von Kirsten Glatzer

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