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Mittendrin Open Stage zum Abschluss vom Schultheaterfestival „Impulsant“
Mehr Mittendrin Open Stage zum Abschluss vom Schultheaterfestival „Impulsant“
21:06 21.06.2018
Quelle: David Borghoff
Celle

Es war einer der letzten großen Akte, die die Theaterpädagogin in Celle mit einem „so wunderbar starken und verlässlichen Team“ auf die Beine gestellt und durchgezogen hat. Sie verlässt zum Ende der Spielzeit das Celler Theater und geht nach Essen. Ein erstes Fazit nach dem letzten „Vorhang“: „Es steckt eine Unmenge an Arbeit vorab dahinter – Konzept, Zeitplan, Kommunikation mit Schulen, Kommunikation ins Theater, Absprachen zu Probenzeiten, Räumen, Gastronomie, Künstleraufruf. Ich bin dankbar, da meine Assistentin Tabea Below an meiner Seite gehabt zu haben. Und für ein Team, das mich wirklich grandios unterstützt hat. Ich konnte diesmal viel abgeben, die Rundumbetreuung von Halle 19 an Josephine Raschke und im Schloss an Joshua Taylor.“

„Wenn's losgeht, verfliegt die Zeit im Nu. Es hat alles in allem prima geklappt, und kleine Pannen und überraschende Momente machen das Erlebnis einzigartig. Die Vorarbeit für eine hoffentlich noch lang fortwährende Tradition ist gemacht. Das Schultheaterfestival hat sich etabliert und ist aus seinen Kinderschuhen raus. Jetzt können Charlotte Werner und ihr Team diese Aufgabe übernehmen – ein nächstes Festival zu Ende der nächsten Spielzeit 2019 ist fest eingeplant. Ich wünsche ihr Glück und so viel Spaß und Inspiration, wie ich darin und daraus für mich gefunden habe.“

Zwölf teilnehmende Gruppen (darunter drei Spielclubs des Jungen Schlosstheaters), also neun Schulen – mehr als 200 Schüler im Alter von acht bis neunzehn Jahren – haben das Schultheaterfestival „Impulsiv“ 2018 bespielt. 12 Vorführungen in verschiedensten Spielformen wie Masken-, Sprech-, Körpertheater, Film und zum Abschluss viele Fragmente und impulsive Spontanität. Dafür wurden insgesamt 1505 Tickets an Besucher und Zuschauer verkauft. Nicht alle Kids und Gruppen konnten an allen drei Tagen am Festival teilnehmen – es ist immer noch Schulzeit. Die meisten Akteure aber bekamen zumindest für den Tag ihrer Aufführung frei. Mitschüler, Eltern und Lehrer kamen zum Zuschauen – aber auch viele Theaterleute kamen, um sich die künftigen Nachwuchsdarsteller und die Arbeit ihrer Kollegen anzusehen.

Hinter den Kulissen hatten alle Darsteller die Möglichkeit, an vier zum Teil zweitägigen Workshops unter dem Motto „Perspektiven der (Selbst-)Darstellung“ teilzunehmen. Die Klassenverbände und AGs wurden dabei gemischt, sodass neue Konstellationen entstehen konnten. Josefine Raschke übernahm in „Vom Text zur Figur“ Figurenarbeit auf Grundlage von Songtexten. Aline Bosselmann forderte auf mit „Schreib deine Geschichte“ zu kreativem Schreiben auf – egal, ob Gedicht, Rapsong oder Monolog. Katharina Witerzens beschäftigte sich in „Dein Körper und Dialog“ mit Körpersprache, die Musikpädagogin für Elementarmusik aus Hamburg Xinwei Wang bot den Kursus „Deine Geschichte in Klang“ an.

Die Ergebnisse von vielem gerade aus diesen Workshops fanden schließlich ihren Weg auf die Bühne der Abschlussveranstaltung. „Open Stage“ also für Fragmente, Angedachtes, Quintessenzen, Inspiratives und Intuitives. Und die Bühne des sommerlichen Open-Air-Theaters gehörte nicht nur dem Wort, sondern auch dem Tanz und der Musik – eben allem, was Jugendliche kreativ berührt.

Die Gruppe von Josephine Raschke machte den Anfang und hatte sich kurze Sequenzen aus Songtexten herausgepickt, die sie auch darstellerisch interpretierte: über die Sehnsucht, die Liebe, Schwärmerei, Selbstzweifel und Verlust – die ganze Palette von Gefühlen eben, die in Songtexten Widerhall finden. „Toll, was da so rauskommt, wenn man es richtig betont“, fand Sophie, eine junge Zuschauerin im Publikum. Auch zwei Tanzvorführungen gab es: erst Alex – den Rucksack noch auf dem Rücken – und dann Victoria. Zuschauer Sven (12) kommentierte: „Das ist jetzt nicht fernsehreif, aber eh krass mutig, sich das allein vor so vielen Leuten zu trauen.“ Ja, Mut bewiesen viele der „Einzelkämpferinnen“ um das perfekte Wort, die treffendste Aussage, Gedanken und Gedichte – Poetry-Slammer wie Valerie und Rezitatoren wie Vivian gleichermaßen.

Und das Publikum zollte nicht nur Anerkennung. Ein Highlight der Show: die Gesangseinlage von Leon Weber von der OBS Westercelle. Zwischendrin kam noch ein buntes Völkchen, das mal schnell bei den feiernden Abiturienten am Schützenplatz vorbeigeschaut hatte und einiges an Farbe abbekommen hat. Einige davon gehören schon länger und auf ihre Weise zum Jungen Theater: Jugendliche, die schon mehrfach bei den Spielclubs mitgespielt haben und immer gern zur Hand gehen, wenn es was drum herum zu organisieren gibt. Charlyn zum Beispiel, die Darstellerin und Praktikantin ist und in der nächsten Spielzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr am Schlosstheater macht. Hier ist das Junge Theater auch Ideen- und Berufsschmiede. Auch Joshua Taylor hat als Akteur im Spielclub angefangen und über Regieassistenz seinen Weg gefunden. Ab Herbst geht er seinen Weg in einem Engagement in Ulm weiter.

Von Doris Hennies

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