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Mittendrin Pilotprojekt in Celle: Mini-Darlehen ohne Absicherung für Existenzgründer
Mehr Mittendrin Pilotprojekt in Celle: Mini-Darlehen ohne Absicherung für Existenzgründer
15:54 24.02.2014
Partner für die Antragsteller (von links): Jochen Lauenstein, Lena Constabel, Pia-Felicitas Homann und Holger Overbeck. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

„Wir haben erkannt, dass es oft große Probleme gibt für Unternehmens- und Existenzgründer, die notwendigen finanziellen Rahmenbedingungen zu haben, also zur Bank zu gehen, Kredite zu bekommen, eine Absicherung zu haben. Das haben wir verändert“, machte kürzlich der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) auf das Programm Mikro-Starter des Landes aufmerksam.

„Wir bieten das Mikro-Starter-Darlehen, das 5000 bis 30.000 Euro Kredit bedeutet, ohne dass man eine Absicherung haben muss“, so Lies. Es sei Risikokapital, das einen fundierten Businessplan voraussetzt. „Damit helfen wir dem einen oder anderen Existenzgründer, aber auch bei der Unternehmensübergabe, die Grundlage finanziell zu schaffen."

Finanziert werden Ausgaben im Zusammenhang mit Gründung, Erweiterung oder Wachstum des Unternehmens. Dazu zählen auch Investitionen, Betriebsmittel und Kosten für Aus- und Weiterbildung sowie Personal – ein zukunftsfähiges Unternehmenskonzept und die nötige fach- und kaufmännische Qualifikation des Unternehmers vorausgesetzt.

Bei der Wirtschaftsförderung der Stadt und des Kreises Celle setzt man große Hoffnungen in das neue Angebot. Es gebe neue Chancen der Förderung, heißt es. Das gelte für alle Branchen.

Bevor der Antrag gestellt wird, sind eine Erstberatung und sowie eine befürwortende Stellungnahme einer fachkundigen Stelle erforderlich. Im Bereich Celle sind die Wirtschaftsförderung der Stadt und des Landkreises, die Handwerkskammer, die Geschäftsstelle Celle der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHK) und die Wirtschaftssenioren „Alt hilft Jung“ Kooperationspartner und Ansprechpartner für die Stellungnahmen zu Förderanträgen.

Im Rahmen eines Kamingesprächs der IHK am 27. Februar erhalten Existenzgründer und Jungunternehmer nützliche Tipps. Ab 17 Uhr erklären Steven Struwe-Ramoth, Leiter der NBank-Beratungsstelle Lüneburg, und IHK-Referentin Pia-Felicitas Homann, wie sich Kapital generieren lässt. Im Mittelpunkt wird vor allem das Mikrodarlehen des Landes Niedersachsen stehen. „Das Programm Mikro-Starter soll als Pilotprojekt des Landes und der NBank jungen Unternehmen helfen, ihre Geschäftsidee erfolgreich an den Markt zu bringen“, beschreibt Homann das Produkt. Im Anschluss an die Vorträge des Abends können Teilnehmer ihre individuellen Vorhaben mit den Ansprechpartnern der NBank und den Celler Kooperationspartnern besprechen. Anmeldung bei Pia-Felicitas Homann, ☏ (05141) 919621 (homann@lueneburg.ihk.de), oder online unter www.ihk-lueneburg.de.

Von Lothar H. Bluhm