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Mittendrin Rolf Timme ist seit seiner Geburt auf Blauröcke geprägt
Mehr Mittendrin Rolf Timme ist seit seiner Geburt auf Blauröcke geprägt
12:25 06.03.2018
Rolf Timme liebt es, alte Feuerwehrautos instand zu setzen.Mit seiner Frau Heidi fuhr Timme als Brautpaar mit einer Drehleiter zur Kirche (kleines Foto links). Bereits als Zweijähriger saß er in demselben Auto wie auf dem aktuellen Foto (kleines Foto rechts). Quelle: Lothar H. Bluhm
Celle Stadt

„Die fahren alle“, zeigt Rolf Timme auf die historische Feuerwehrfahrzeugsammlung, von einem dunkelgrünen Fahrzeug des Regiments 5 der Feuerschutzpolizei Böhmen/Mähren, Baujahr 1941, bis zur Drehleiter der Berufsfeuerwehr Heilbronn, Baujahr 1951. Sein besonderer Stolz ist das Tanklöschfahrzeug von 1951, das viele Jahre in Celle eingesetzt war.

Kindheitserinnerungen auf Papier gebracht

Grell und laut schrillte kurz vor seiner Geburt die Feueralarmglocke der Celler Hauptwache in der Bergstraße. Die Großeltern mussten sich um den Einsatz kümmern, denn Opa Karl war hauptamtlicher Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr. In einem Raum der Dienstwohnung der Großeltern lebten seine Eltern Walter und Annemarie. Fortan mit dem kleinen Rolf. „Ich bin also bei Alarm im Feuerwehrhaus geboren“, lächelt Rolf Timme noch heute.

In seinen „Kindheitserinnerungen an die Feuerwehr“ hat der Celler Rolf Timme auf über 20 Seiten das zu Papier gebracht, was ihn seit seiner Geburt prägte: Das Leben mit Blauröcken.

Timme behält auch das Lächeln in seinem Gesicht, wenn er daran denkt, dass er schon mit zwei Jahren dabei war, als die Ausstellung „Der Rote Hahn“ auf dem Celler Schützenplatz lief. (Anmerkung der Redaktion: Diese Schau hat sich zu der weltweit größten Feuerwehrausstellung „Interschutz“ entwickelt.) Er war dabei und saß für ein Foto am Steuer eines Tanklöschfahrzeugs TLF15. „Das war ein nigelnagelneues Fahrzeug“, schwärmt Timme von dem großen roten Auto. „Die Stadt Celle kaufte es damals sofort und es war bis 1967 immer als Erstfahrzeug bei jedem Einsatz in Celle dabei.“ Danach lief es bei den Feuerwehren in Vorwerk, Scheuen und Altenhagen, bevor es Mitte der 1980er Jahre als Leihgabe an das Historische Feuerwehrmuseum Lüchow-Dannenberg in Neu Tramm abgegeben wurde. „Nach etwa 20 Jahren wollten es die Kameraden im Museum als Schnittmodell durchschneiden, um den Museumsbesuchern zu veranschaulichen, was alles in so einem Feuerwehrwagen untergebracht ist“, berichtet Timme von den Plänen in Neu Tramm. „Dafür war es mir zu schade – zumal ich ja schon als Zweijähriger am Lenkrad dieses Autos saß.“

„Oldtimer müssen fahren können“

Gemeinsam mit seinem Sohn Stefffen rettete er das Fahrzeug vor der Schrottpresse. Es war inzwischen in einem sehr schlechten Zustand. Die meisten Teile waren kaputt und mussten ersetzt , manche extra angefertigt, werden. Das Dachgerippe des Fahrzeugs bestand aus Buchenholz. Alle Sparren wurden erneuert. Das Dach erhielt neue Dachpappe und letztlich wurde das Auto rubin-rot lackiert. Es sieht jetzt aus wie neu.

Der gelernte Karosserieschlosser konnte die Werkstatt seines damaligen Arbeitgebers auf der Aller-insel nutzen. „Es wäre sonst gar nicht möglich gewesen, das Auto so zu zerlegen, wie es nötig war.“ Aber darauf legt Timme Wert: Die Autos müssen laufen. Alle Oldtimer müs-sen fahren können, sonst brauchen wir sie nicht“, ist Timmes Credo.

Deshalb freut sich die ganze Familie Timme schon jetzt wieder auf den Sommer, wenn sie in einem der original ausgestatteten Feuerwehrfahrzeuge einen Sonntagsausflug machen kann. Oder sie fahren zu Ausstellungen. „Das geht aber nur bei schönem Wetter“, sagt der große Mann mit der tiefen Stimme. Bei Regen sei es ihm zu schade… „Wenn am Sonntag mal schönes Wetter ist, steigen wir ein und fahren los. – Ich brauche ja die Autos nicht zum rumstehen, sondern ich will sie auch fahren.“

Rolf Timme beschreibt seine Leidenschaft als Spaß und Hobby. Und seine Frau Heidi steht voll hinter ihm. Seit Jahren. Eigentlich von Anfang an. Sie sagt, sie habe ihren Mann so kennengelernt: „Ich wusste ja, dass er begeisterter Feuerwehrmann ist.“ Bei einem der zahlreichen gemein-samen Einsätze habe es dann plötzlich gefunkt zwischen der Ehrenamtli-chen der Johanniter Unfallhilfe und dem ehrenamtlichen Feuerwehrmann.

„Virus“ hat sich bereits auf den Sohn übertragen

Das war in den 70er Jahren. 1979 wurde dann geheiratet – natürlich in einem Feuerwehrfahrzeug. Ein Jahr später wurde der erste Sohn gebo-ren. Zwei Jahre später der zweite. „Unsere beiden Söhne sind natürlich auch bei der Feuerwehr gelandet, wie sollte es anders sein“, klingt es für Rolf Timme logisch. Schließlich ist er selbst ja in eine Feuerwehrfamilie hineingeboren, schließlich war er selbst ja auch Gruppenführer, Zugführer und zuletzt Bereitschaftsführer der Feuerwehrbereitschaft der Stadt Celle. Als Hauptbrandmeister schied er aus dem aktiven Dienst aus. Nun leitet er die Altersabteilung.

Übrigens hat sich das Virus zu den historischen Feuerwehrfahrzeugen schon früh auf Sohn Steffen übertragen, denn gerade hatten Vater und Sohn das Fahrzeug aus Neu Tramm geholt, ersteigerte Steffen eine Ma-girus Drehleiter, Baujahr 1951, im Internet. Das war der Beginn einer großen Leidenschaft.

„Was uns jetzt noch fehlt, ist das große Löschfahrzeug, das bei der Feuerwehr der Marine in Wilhelmshaven während des Krieges im Einsatz war: Dieser Mercedes ist nämlich bis Ende der 60er Jahre in Celle gelaufen, als einziger Mercedes unter Magirusfahrzeugen bei der Celler Wehr überhaupt“, zeigt Timme seine Perspektive auf. „Jetzt warte ich auf Grünes Licht!“

Von Lothar H. Bluhm

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