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Mittendrin Stadt Celle als Vorreiter bei Familienfreundlichkeit
Mehr Mittendrin Stadt Celle als Vorreiter bei Familienfreundlichkeit
15:32 02.12.2013
Jette (links) und Thea mit ihrer Mutter Kathrin Friedrich vor dem Rathaus, das auf dem Dezemberblatt des Familienkalenders zu sehen ist. Quelle: Lothar H. Bluhm
Celle Stadt

Jette (7) und ihre kleinere Schwester Thea gehen praktisch im Rathaus ein und aus, denn ihre Mutter Kathrin Friedrich beschäftigt sich als Sachbearbeiterin beim Bürgerservice mit dem Projekt Bürgerkommune und mit Wahlen. „Jette und Thea gingen beide in die Trollecke“, berichtet Friedrich, die eine von 362 weiblichen Teilzeitkräften ist. „Das passte immer sehr gut.“

Die Trollecke ist eine Kinderkrippe, die 2007 für die Kinder von Rathausbeschäftigten eröffnet wurde und von einer Erzieherin und einer Tagesmutter geleitet wird. „Die Einrichtung ist mit ihrem Vormittagsangebot offen für alle Kinder“, ergänzt der Fachdienstleiter Bürgerservice, Jörg Brüsewitz. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass im Bürgerservice Spielecken angeboten werden, die den Kindern von wartenden Eltern die Zeit verkürzen können. Mit der Trollecke für Kinder unter drei Jahren gilt die Stadt als Vorreiterin im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Ferienbetreuungsangebote in den Oster- und Herbstferien haben sich seit 2007 zum Renner entwickelt. Inzwischen sind auch Kinder von Polizei- und Oberlandesgerichtsangehörigen dabei. Organisiert werden die Angebote für 20 bis 25 Kinder von sechs bis zehn Jahren vom Familienbüro. Für die beteiligten Auszubildenden der Stadtverwaltung ist das ein festes Projekt im Ausbildungsplan. „Das entlastet die Eltern unheimlich“, ist sich Kathrin Friedrich sicher. Wie es zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ohnehin ein Geben und Nehmen sei. Es sei eine Gratwanderung, die für beide Seiten hohe Flexibilität ermögliche. Nur so sei beispielsweise auch das Sonnabendangebot im Bürgerservice möglich, meint Brüsewitz.

Auf dem Bild von Jette, das jetzt im Dezember das Monatsblatt des Familienkalenders ziert, ist das große, rote Neue Rathaus mit den vielen Fenstern zu sehen. „Durch die Tür geht gerade der Bürgermeister. Der wird von ein paar Menschen aus den Fenstern begrüßt“, erklärt Jette ihre Zeichnung. Sie hat sich an dem Malwettbewerb beteiligt, der vom Familienbüro der Stadt Celle und der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft von Stadt und Landkreis Celle ausgeschrieben wurde. „Dies war unsere dritte Aktion, die vierte wird gerade vorbereitet“, verspricht Christiane Schröpfer aus der Ko-Stelle.

Mit dem Dezemberblatt des Kalenders endet die CZ-Serie über familienfreundliche Unternehmen.

Von Lothar H. Bluhm