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Mittendrin Wohltätige Tauschgeschäfte
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15:51 20.02.2012
Tausche Lebenshilfe gegen CeBus: Eine Arbeitskraft der Celler Lebenshilfe springt beim Busunternehmen ein. ‹ber 40 Partnerschaften wurden geschlossen. Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Mittlerweile sind seit dem ersten Celler Engagement-Marktplatz im vergangenen September unter der Organisation der Lebenshilfe Celle gGmbH (gemeinnützige Gesellschaft) vier Monate verstrichen. Insgesamt 18 Unternehmen und gemeinnützige Organisationen aus der Region Celle vereinbarten im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Lebenshilfe über 40 Engagement-Partnerschaften. „Ziel war es, den Wirtschaftsunternehmen zu ermöglichen, sich sozial einzubinden und einen Austausch von regionalen Unternehmen und Organisationen zu ermöglichen“, so der Initiator des Projektes, Justin Bangemann, von der Lebenshilfe Celle.

Ein Großteil der dort beschlossenen, unentgeltlichen Tauschgeschäfte haben die Unternehmen bereits erfolgreich umgesetzt. Sehr zur Freude von Bangemann: „Wir sind sehr zufrieden mit der Durchführung der Unternehmen. Von den über 40 Partnerschaften ist, soweit ich weiß, noch keine gescheitert.“

So erhielt die Firma Thomas Treude vier Wochen lang tatkräftige Unterstützung durch zwei im Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe beschäftigte Menschen, die zugleich im Rahmen dieses Praktikums ihre Eignung für den Arbeitsmarkt erprobten. Im Gegenzug stellte das Unternehmen der gemeinnützigen Organisation für einen gewissen Zeitraum kostenlos einen Mietcontainer zur Verfügung.

Bei der Volkshochschule Celle erledigte in gleicher Weise die Dienstleistungsgruppe der Lebenshilfe Celle die Reinigung der Fenster. Die beschlossene Gegenleistung der VHS wird vom 5. bis 9. März in Form eines medienpädagogischen Kurses für die Werkstattbeschäftigten erbracht. So profitieren beide Organisationen von dem jeweiligen Know-How des Vereinbarungspartners.

Auch das Celler Busunternehmen CeBus sieht Vorteile durch eine auf dem Engagement-Marktplatz beschlossene Vereinbarung: Ein Werkstattbeschäftigter aus dem Schlosserbereich bringt auf der Grundlage seines Eingliederungsplans seine Arbeitskraft in dem Unternehmen ein. Damit hat er die Möglichkeit, eine gewisse Zeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig zu sein. Des Weiteren dekorierte eine kleine Gruppe des Kindergartens „Purzelbaum“ der Lebenshilfe Celle den Betriebsweihnachtsbaum des Busunternehmens.

„Diese Beispiele kennzeichnen, wie erfolgreiche Zusammenarbeiten auf Basis der unternehmerischen Sozialverantwortung und einem gewissen Maß an Engagementbereitschaft ablaufen können“, freut sich Bangemann.

In den kommenden Monaten werde die Lebenshilfe auf weitere regionale Unternehmen zugehen und vor dem Hintergrund des Inklusionsgedanken weitere Kooperationen auf den Weg bringen. Insbesondere die Gestaltung von Praktikumsplätzen für behinderte Menschen in Zusammenarbeit mit den Firmen soll dabei im Vordergrund stehen.

Von Andre Batistic