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Reportage "Wer bibbert, muss rein"
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17:10 18.01.2017
Celle Stadt

Einer von ihnen ist Klaus Hinz. Seit 1974 verkauft er Obst und Gemüse auf dem Markt und hat schon so manchem kalten Winter getrotzt. "Vor einigen Jahrzehnten hatten wir einmal 22 Grad Minus. Dagegen sind die heutigen Temperaturen angenehm." Damals hatte der erfahrene Marktbeschicker nur eine Plane, um seinen Stand gegen Wind und Wetter zu schützen. "Da war es sehr zugig." Heute schützen mehrere Abdeckungen seinen Stand und seine Mitarbeiter vor den Elementen.

Außerdem hat er mehrere gasbetriebene Heizstrahler in seinem Stand stehen, die für Wärme sorgen. "Einen großen für die Mitarbeiter und ein kleiner für die Bananen." Die können nämlich keine Kälte ab, erklärt Hinz. Ansonsten schwören der 76-jährige Celler und seine Mitarbeiter auf das Zwiebelprinzip. "Ich trage etwa drei Schichten", so Hinz. Auch seine Mitarbeiter haben sich mit Pullovern und Jacken warm eingepackt, um der Kälte zu trotzen.

Eine Technik die auch vom Deutschen Roten Kreuz empfohlen wird. "Mehrere Schichten wärmen besser als eine dicke", sagt DRK-Bundesarzt Professor Peter Sefrin. "Die äußerste Schicht sollte winddicht sein. Wem dennoch nicht warm wird, der sollte schleunigst raus aus der Kälte. "Wer bibbert, muss rein", sagt Sefrin, sonst drohe eine Unterkühlung.

Damit es nicht so weit kommt, haben die Marktbeschicker um Klaus Hinz noch ein paar Tipps parat. "Ordentlich arbeiten und bewegen. Das hält warm", sagt Birgitt Vogt. Und wenn das alles nichts hilft, dann bleiben noch ein heißer Kaffee oder Tee, um für die nötige innere Wärme zu sorgen. Michael Ottinger