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Rezensionen Sons Of Settlers - Lullabies For The Restless
Mehr Rezensionen Sons Of Settlers - Lullabies For The Restless
15:24 19.10.2015

Der markante Folk Sound des Quartetts definiert sich durch den mehrstimmigen Harmoniegesang

der vier Bandmitglieder Gerdus Oosthuizen (Akustikgitarre und Gesang), Le-Roi Nel (E-Gitarre und Gesang), Jonathan Velthuysen (Bass und Gesang) sowie Justin Bosman (Schlagzeug & Gesang) die allesamt Multi-Instrumentalisten und durch vielfältige lokale und internationale musikalische Einflüsse geprägt sind. Ihr Stil kann durchaus als eklektisch bezeichnet werden und reicht von traditioneller, afrikanischer Musik über Folk & Blues bis hin zu melancholischen Hymnen die an Coldplay erinnern. Ebenso wenig kitschig wie schön.

Das Album wurde von Frontmann Gerdus Oosthuizen produziert und an verschiedenen Orten in Südafrika aufgenommen. Als erstes wurde dazu eine Recording Studio als Basis in einem Strandhaus in Onrus, in der Nähe von Kapstadt eingerichtet, in dem die Band zu einem Großteil der Aufnahmezeit für das Album zusammenlebte. Die Idee war, die rohe Intensität der Live-Performance der Band einzufangen. In weiteren Studios in Kapstadt wurden die Backing Vocals, Akustikelemente sowie Schlagzeug und Overdubs aufgenommen. Dem Album wurde vom preisgekrönten Studio, Lurssen Mastering, in Hollywood der letzte Schliff verpasst.

Die Arbeit im Studio begann direkt nach ihrer dreimonatigen Tour durch Deutschland und die Schweiz bei der die Band viele neue Fans gewonnen hat. "Lullabies for the Restless" fängt sehr gut diese Intensität und die Energie ein, die live auf der Bühne produziert wird, ohne dabei die Empfindlichkeit zu verlieren, die durch ein Studio-Album transportiert wird. Vor allem der markante Folk Sound des Quartetts wird durch den Harmoniegesang, der vom klassischen Folk bis hin zum Crooning der 50er Jahre geprägt ist, hervorragend eingefangen. Insbesondere die körperliche und gesangliche Präsenz von Frontmann Gerdus Oosthuizen treibt die durchweg sehr positiven Song enorm an und animiert den Zuhörer zum mitklatschen und -stampfen.

Der Name “Sons of Settlers” wurde von den Bandmitgliedern mit dem Gedanken an die Universalität des Menschen gewählt. Sänger und Frontmann Gerdus Oosthuizen weiß, dass der die Wahl des Namens Fragen aufwirft: „As a band we wish to not make any specific political statement, especially given the sensitive nature of the South African political climate as it stands right now.

I know that our name raises many questions, especially given our obvious colonial heritage, but the point that we are trying to make is actually that being a son or daughter of somebody that have settled somewhere is one of the more relatable things that unify all beings on this planet. All of our ancestors moved around from one place to the other and made homes somewhere, whatever your means of travel, over the sea, over land, by plane, it really doesn't matter, ultimately we are all from the one same family called the human race and disputing our heritage is really wasting recourses and time that could be spent on making this world a better place for each person to be in it.“

„We’re all settlers“

Interpret: Sons of Settlers

Titel: "Lullabies for the Restless"

Erscheinung: 06. November 2015

Label: Motor Music

Vertrieb: Edel

Datenträger: CD & Download

Anzahl: 1

Altersfreigabe (FSK): Nicht erforderlich

Von Vincent Damaske