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Serien CD-Tipp: Kästner vertont
Mehr Serien CD-Tipp: Kästner vertont
15:50 19.08.2010
Kästner vertont - Sind es Lieder? Sind es Chansons? Ist das klassische absolute Musik oder Gebrauchsmusik? Edmund Nicks Zyklus „Die 13 Monate“ nach Gedichten von Erich Kästner ist eine Musik zwischen allen Stilen und allen Ansprüchen. Wenn hier ein Vorspiel oder Zwischenspiel ganz nach Schubert klingt, dann aber sogleich die Lakonik eines frühen Kurt Weill durchklingt, dann mag das den unvoreingenommen Hörer irritieren. Und wenn sich dieser kurz darauf für einen Moment im Kabarett wähnt, dann kann aus dieser Irritation schnell Bewunderung werden. Die Texte faszinieren durch ihre Pointiertheit, Klarheit und auch durch ihre Sprachkraft. Die Musik schmiegt sich wie selbstverständlich um die Worte, ohne deshalb im Hintergrund zu bleiben. - Edmund Nick hat für diese Texte Töne gefunden, wie man sie sich kaum passender vorstellen kann. Lange hat man davon nichts gewusst. Jetzt wurden sie von Bariton Ulrich Schütte ausgegraben und auf CD aufgenommen. Da sind zwar immer wieder stimmliche Mängel unüberhörbar, musikalisch jedoch überzeugt die Aufnahme, insbesondere auch durch die inspirierte Klavierbegleitung Gerold Hubers. Am 19. Februar wird Schütte diese Lieder im Winser Café nebenan singen. - Reinald Hanke - Duophon 06353 - Terminierung: 6. 2. 2010 Quelle: Reinald Hanke
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Wenn hier ein Vorspiel oder Zwischenspiel ganz nach Schubert klingt, dann aber sogleich die Lakonik eines frühen Kurt Weill durchklingt, dann mag das den unvoreingenommen Hörer irritieren. Und wenn sich dieser kurz darauf für einen Moment im Kabarett wähnt, dann kann aus dieser Irritation schnell Bewunderung werden. Die Texte faszinieren durch ihre Pointiertheit, Klarheit und auch durch ihre Sprachkraft. Die Musik schmiegt sich wie selbstverständlich um die Worte, ohne deshalb im Hintergrund zu bleiben.

Edmund Nick hat für diese Texte Töne gefunden, wie man sie sich kaum passender vorstellen kann. Lange hat man davon nichts gewusst. Jetzt wurden sie von Bariton Ulrich Schütte ausgegraben und auf CD aufgenommen. Da sind zwar immer wieder stimmliche Mängel unüberhörbar, musikalisch jedoch überzeugt die Aufnahme, insbesondere auch durch die inspirierte Klavierbegleitung Gerold Hubers. Am 19. Februar wird Schütte diese Lieder im Winser Café nebenan singen.

Von Reinald Hanke