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Serien Fast fünf Jahre an Porsche gebastelt
Mehr Serien Fast fünf Jahre an Porsche gebastelt
22:21 30.11.2018
Der Porsche 356B von Martin Huke in dessen Werkstatt in Westercelle. Quelle: Oliver Knoblich
Westercelle

Für Martin Huke stand schon von klein auf der Berufswunsch fest: Oldtimer-Restaurator. Die Begeisterung für alte Autos liegt in der Familie. Huke ist mit Oldtimern aufgewachsen, hat schon früh seinem Vater in dessen Hobbywerkstatt geholfen, mit ihm an den automobilen Schmuckstücken gearbeitet. 1986 machte sein Vater sein Hobby zum Beruf: Er wagte den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete "Oldtimer Classic Cars".

„Es war schon immer klar, dass es mich beruflich in diese Richtung zieht – für mich hat es nie etwas anderes gegeben“, erzählt Huke. Dennoch machte er nach der Schule zunächst eine Lehre als Kfz-Mechaniker, arbeitete auch als Schlosser für verschiedenen Firmen in der Autoindustrie. Nach dem Zivildienst war er sogar einige Zeit als Rettungssanitäter tätig. Letztlich zog es ihn aber wieder zurück zu den Oldtimern: Seit 2000 ist er fest in der Firma, Anfang 2017 hat er sie schließlich – wie es schon immer feststand – übernommen.

Von Karosseriebau bis Fahrzeugelektrik

Die tägliche Arbeit mit den Oldtimern ist noch heute etwas Besonderes für ihn. „Man bekommt immer wieder neue – oder eher alte – Dinge zu Gesicht“, beschreibt Huke, was ihn an seinem Beruf fasziniert. „Keine Oldtimer-Restauration ist dabei wie die andere.“ Auch der umfangreiche Aufgabenbereich sorgt dafür, dass nie Langeweile aufkommt. Von der Holzbearbeitung über den Karosseriebau bis hin zur Fahrzeugelektrik reichen seine Tätigkeiten. „Es macht am meisten Spaß, alle fertig aufgearbeiteten und lackierten Teile zusammenzubauen“, so Huke.

Genauso wie seine Oldtimer-Leidenschaft früh begann, besaß Huke auch seinen ersten Oldtimer schon mit 16 Jahren – einen Porsche 356B. Kurz nachdem der Oldtimer auf den Hof gekommen war, gab sein Vater Huke den Auftrag, ihn in Gang zu bringen. „Ich bin dann eine Runde mit ihm über den Hof gefahren und wusste sofort: Das ist meiner“, beschreibt der heute 42-Jährige seine damaligen Gefühle. Für ihn war von Anfang an klar, dass er den Porsche haben wollte. „Glücklicherweise hatte mein Vater einen ähnlichen Gedanken“, sagt Huke und lacht. Bevor er mit dem Porsche fahren konnte, waren jedoch erstmal einige Arbeiten nötig, unter anderem eine neue Lackierung und Schweißarbeiten.

Mehr als 1500 Arbeitsstunden in Oldtimer investiert–––

Damit er in gutem Zustand blieb, achtete Huke die folgenden Jahre darauf, nur bei gutem Wetter mit dem Sportwagen zu fahren. Mit der Zeit blieb jedoch nicht aus, dass er auch mal schlechtere Bedingungen abbekam – kleinere Macken und Rostansätze waren die Folge. „Deshalb habe ich dann beschlossen, ihn alltäglich zu fahren“, erklärt Huke. „Sechs bis sieben Jahre lang bin ich das ganze Jahr über mit ihm gefahren, bis letztlich klar wurde, dass er gemacht werden musste.“ Statt Fahrten mit dem Porsche stand dann nach Feierabend die Komplettrestaurierung an. Fast fünf Jahre dauerten die Arbeiten, mehr als 1500 Arbeitsstunden steckte Huke in seinen Oldtimer. Anfang 2017 war es dann so weit: Die Restaurierung war abgeschlossen und Huke konnte endlich wieder mit seinem Porsche fahren. „Seitdem fahre ich aber wieder ausschließlich bei gutem Wetter“, räumt er ein.

„Es ist einfach mein Auto.“

Über den Verkauf des Porsches hat er noch nie nachgedacht. „Ich hab noch in keinem Auto besser gesessen, auch wenn es so klein aussieht“, erklärt der Oldtimer-Besitzer. Ebenso bereite ihm kein anderes Auto so großen Fahrspaß. Huke fasst zusammen: „Es ist einfach mein Auto.“

Von Vanessa Fillis

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