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Serien „Für mich kommt kein anderer infrage“
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12:27 31.08.2018
Das ist vielleicht ein Hingucker: Roland Danner (Jahrgang 1939) mit seinem Buick Eight von 1941 in Nienhagen. Quelle: Oliver Knoblich
Nienhagen

Wie es sich wohl anfühlt, darin zu sitzen? „Natürlich richtig gut – wollen Sie mal eine Runde drehen?“, fragt Roland Danner, und öffnet die Beifahrerfahrertür seines schwarzen Buick Special Eight aus dem Jahr 1941 – das einzige Modell seines Jahrgangs in ganz Europa. „Man kann ihn nicht so ohne Weiteres starten, wenn man das Geheimnis nicht kennt“, sagt Danner mit einem Augenzwinkern, indem er den Motor des auf Hochglanz polierten Oldtimers anlässt. Was genau das Geheimnis ist, das will der 79-Jährige dann aber doch nicht verraten – und schon geht es los auf eine kurze Spritztour durch die Straßen von Nienhagen.

„Die Form dieses Modells ist sowas von durchdacht, so harmonisch“, schwärmt Danner während der Fahrt, „für mich kommt kein anderer Oldtimer mehr infrage.“ Er schmunzelt. „Da stören mich die zwei Jahre, die der Buick jünger ist als ich, überhaupt nicht mehr.“ Denn eigentlich, verrät der Nienhagener, habe er zunächst nach einem deutschen Auto aus seinem Geburtsjahr gesucht. „Es gab aber keine, also habe ich mich in Richtung USA orientiert.“

Er habe noch die Zeit der Luftbrücke erlebt, und die Amerikaner mit ihren großen schwarzen Autos in Celle fahren sehen. „Damals war ich fasziniert von den Dingern“, erinnert Danner sich. „Leider gestaltete sich die Suche nach einem Buick aus dem Jahr 1939 wie die Suche nach karierten Maiglöckchen“, sagt er und lacht. „Irgendwann habe ich es sein lassen.“

Im April 1998 aber stößt Danner durch Zufall auf seinen Traumwagen. „Wir waren mit Freunden zum Segeln nach Schleswig unterwegs und haben in Hamburg Halt gemacht, um noch jemandem mitzunehmen“, erzählt er. „An der Straße gab es einen Autohändler mit dem passenden Namen ‚Route 66‘ – und da stand der Buick im Schaufenster.“ Er sei hineingegangen, habe sich das Auto angesehen, der Verkäufer habe den Motor angelassen – „da habe ich zu meiner Frau gesagt: ‚Inge, komm schnell, wir gehen, sonst mache ich einen Fehler.“

Der Gedanke an den Buick jedoch lässt ihn auch während des Segeltörns nicht mehr los. „Nicht zuletzt dank meiner Freunde, die die gesamte Fahrt dazu benutzt haben, mich weichzukochen“, verrät Danner. „‚Du wolltest doch schon immer so ein Auto‘, haben sie gesagt – also habe ich den Händler angerufen, stand gleich am nächsten Montag wieder vor seiner Tür, habe eine Probefahrt gemacht, verhandelt, bezahlt, vollgetankt und bin dann mit dem Wagen nach Hause gefahren.“

Das war vor zwanzig Jahren – solange hegt und pflegt der 79-Jährige seinen Oldtimer bereits, in den er mittlerweile rund 2500 Arbeitsstunden gesteckt hat. „Zwischen 2003 und 2007 hab ich das Fahrzeug einmal komplett überholt“, berichtet er, „alle Teile auseinandergebaut, entlackt, überarbeitet und wieder zusammengebaut.“ Seitdem setze er sich hinter das Steuer des Buick, wenn er Lust darauf habe und das Wetter es zulasse.

„Das Schöne ist, dass ich immer Leute sehe, die mir zulächeln“, findet Danner. Er werde oft gefragt, ob er Brautpaare fahre. „Das mache ich aber nur, wenn die Leute mir gefallen“, sagt er mit einem Schmunzeln. Für die CZ-Kampagne „Boni & Kleid“ hat der Nienhäger seinen Buick übrigens auch zur Verfügung gestellt. „Das hat mir großen Spaß gemacht“, sagt er über die Aktion, bei der sein Oldtimer als „Fluchtwagen“ für die gewieften Diebe des papiernen CZ-Jubiläumskleides diente. „Die waren sehr witzig.“

Was er an seinem Buick besonders schätze? „Das ist einfach ein luxuriöses Auto“, meint Danner, „und auch die Ausstattung ist für ein Fahrzeug von damals verhältnismäßig gut. Dreigangschaltung, Feststellbremse, Heizung und Defroster – welcher Wagen hatte das 1941 schon?“ Einen ganz besonderen Wunsch möchte sich Danner mit seinem Oldtimer zudem noch erfüllen: „Einmal durch ganz Deutschland zu meiner Verwandtschaft an der Schweizer Grenze fahren.“

Von Christina Matthies

Agrarwirtschaftlich-technische Assistenten kennen sich mit Naturwissenschaften aus. Im Celler Bieneninstitut arbeiten sie sehr genau mit dem Mikroskop.

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