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14:37 05.11.2017
Von Michael Ende
Celle Stadt

Da könnte man sich was überlegen. Hast du bestimmt auch versucht, liebe Bahn, aber erst mal kam der nächste Sturm. Und bei dem kippten schon wieder ganz große Bäume auf ganz nahe Gleise und Hunderttausende deiner Kunden fanden das ganz undufte. Weißt du, worauf ich hinauswill, liebe Bahn? Nö, nich? Aber viele andere Leute schon. Und damit du nicht darauf warten musst, bis du deren Denk-Ergebnis zufällig mitbekommst, sag ich‘s dir mal (fast) ganz direkt. Aufpassen jetzt. Da ist nun aber auch so ein bisschen Mathe bei. (Wird also kompliziert.) Also: 1.) So ein richtig großer Baum, der ist höchstens 30 Meter groß. 2.) Es ist total peinlich, wenn bei uns wie in einem Entwicklungsland die Züge jedes Mal nicht mehr fahren, nur weil der Wind dolle weht. 3.) Links und rechts von deinen Gleisen stehen große Bäume weniger als 30 Meter entfernt. 4.) Bei Sturm können Bäume umfallen: bummsti – ojeminee. Kennst du ja. Preisfrage: Was tust du? 5.) Wie bisher pfiffigerweise warten, bis alle Bäume von alleine auf deine Gleise geknallt und damit irgendwann weg sind? 6.) Ober lieber einfach die Schienen dort lang verlegen, wo es gar keine Bäume gibt? Also durch Wüsten und so? Wir haben hier aber keine Wüsten. Mist. Was macht man denn da so als Bahn? So ohne Wüsten ohne Kippe-Bäume? Hm? Keine Ahnung? Und links und rechts die bösen Bäume? Kommste nicht drauf? 30 Meter. An jeder Seite. Was ist 7.)? Puuh, ist schwer, ne? Und das verrat' ich dir heute auch noch nicht. Soll ja spannend bleiben. Bis zum nächsten Sturm.