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Spot(t) Arno Gauß
Mehr Spot(t) Arno Gauß
15:05 13.05.2015
Celle Stadt

Sofort an Carl Friedrich Gauß gedacht, der ein ähnliches Aha-Erlebnis hatte, als er bei der hannoverschen Landvermessung 1822 auf dem Scharnhorster Berg stand und die extra zu diesem Zweck errichtete Bake bei Unterlüß entdeckte, nachdem auf der von ihm berechneten Sichtachse der letzte Baum gefällt worden war. Und an „Heidedichter“ Arno Schmidt gedacht, der in seiner ländlichen Erzählung „Großer Kain“ den Fernsehturm bei Bokel ins Blickfeld seiner Leserschaft rückte. Das ist der, den ich neulich mit meinem Fernglas anvisierte. Und seither immer schaue, ob er zu sehen ist, ob er vom Dunst verschluckt ist oder sich hinter Regenschauern versteckt. Keine Sorge, ich finde auch ohne diese Landmarke wieder nach Hause. Offen bleibt die Frage, was sich wohl Gauß und Schmidt heute zu sagen hätten.

Von Joachim Gries