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Spot(t) Regenalarm
Mehr Spot(t) Regenalarm
12:29 25.11.2014
Von Michael Ende

Sollten sich die schlimmsten Erwartungen erfüllen, könnte es sogar leicht regnen – nicht auszudenken, wenn die Kinder auf dem Weg zur Schule von der Nieselregen-Front erwischt würden. Dann würden sie nass. Gegen dieses Worst-Case-Szenario kämpfen alle Mütter an. Seit dem Vortag halten sie auf Schulklassen-Ebene per SMS, Twitter, Facebook und regelmäßigen Anrufen engen Kontakt: Wenn Lena-Sophies Mama Anna-Lena, Lena-Marie und Marie-Lena im Auto zur Schule bringen würde – könnte dann Anna-Lenas Mama vielleicht mittags beim Abholen noch Lena-Maries Bruder Linnärt vom Kindergarten abholen? Routiniert wird die Krisen-Logistik abgespult. Als um 7.30 Uhr alle Kinder im Auto sitzen, hört es plötzlich auf zu tropfen. Was soll das? Egal: Beherzt tritt Mama aufs Gaspedal. Schließlich ist der Regenalarm längst nicht aufgehoben. Denn die Bedrohung ist tückisch: Man könnte sich auch nur im Auge des Nieselregen-Unwetters befinden – und danach wird’s noch schlimmer. Gar nicht auszudenken. Ebenso wenig, wie uns heute ein Kind glauben würde, dass wir früher im Regen zur Schule gegangen sind. Und nass wurden.