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Spot(t) Theater
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10:51 24.06.2016
Celle Stadt

Früher rannten Spieler um ihr Leben. Mannschaften liefen ins offene Messer. Es gab immer wieder eine „Todesgruppe“ und das „Favoritensterben“. Nicht nur in englischen Medien rollten wieder „deutsche Panzer“. Bei einem Vorstellungsgespräch musste ich sogar einmal zum „Inneren Reichsparteitag für Klose“, den Katrin Müller-Hohenstein ausrief, Stellung beziehen. Heute geht es in der Sprecherkabine konstruktiver zu. Vom Vokabular her werden nicht mehr Kriege geführt, sondern kreative Arbeitszeugnisse erstellt. Da „interpretiert ein Feldspieler seine Position neu“. Der Ball wird nicht mehr umkämpft, sondern „gefordert“. Spieler auf der Bank hoffen nur darauf, endlich „mitwirken“ zu dürfen. Und der Mannschaftskapitän sollte möglichst „ideenreich agieren“. Klingt irgendwie mehr nach den Leistungen in einer Theater-AG, findet Dagny Rößler

Von Dagny Rößler