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Typen Ex-Ministerpräsident aus Celle will wieder regieren
Mehr Typen Ex-Ministerpräsident aus Celle will wieder regieren
14:20 26.09.2017
Von Michael Ende
Bode mit Bohrkopf: Als Wirtschaftspolitiker ist Jörg Bode gewohnt, dicke Bretter zu bohren. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Nach dem Abitur am Hölty-Gymnasium in Celle und dem Wehrdienst absolvierte der 1970 in Celle geborene Bode eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Commerzbank. Von 2000 bis zu seiner Wahl in den 15. Niedersächsischen Landtag war er bei der Deutschen Bank tätig. Neben seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter war er von März 2013 bis September 2014 als Geschäftsführer der Haacke Treuhand GmbH in Celle beschäftigt.

Von 1996 bis 2007 war der liberale Politiker, der stellvertretender Landesvorsitzender seiner Partei ist, Ratsherr in Hambühren. Von 1991 bis 2006 war er Celler Kreistagsabgeordneter. 2003 wurde er in den Landtag gewählt, von 2005 bis 2009 war er parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion. Im Februar 2009 wurde Bode Nachfolger von Philipp Rösler als Vorsitzender der FDP-Fraktion, im Oktober 2009 Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister. Dieses Amt übte er bis Februar 2013 aus.

"Ich würde keine Politik machen, wenn ich nicht wüsste, dass ich was bewegen kann", sagt Bode, der schon an vielen Bewegungen maßgeblich beteiligt war. Stolz sei er auf die Verwaltungsreform, die er ab 2003 mitgestaltet hatte: "Das war ein großer Wurf." Zufrieden sei er auch darüber, dass unter seiner Leitung der Zeitplan beim Bau des Jade-Weser-Ports eingehalten werden konnte.

Die Verkehrspolitik sei ihm besonders wichtig, so Bode: "Wir wollen unsere Infrastruktur in Schuss halten. Das gilt sowohl für die flächendeckende Einführung von schnellem mobilen Internet wie für unsere Straßen." Beim Bau der Celler B3-Ostumgehung wolle er weiter Druck machen – am liebsten wieder in einer Regierungsmannschaft.

Seine knappe Freizeit verbringt der Vollblutpolitiker, der geschieden ist und ein Kind hat, am liebsten mit Freunden: "Einmal im Jahr machen wir einen kleinen Segeltörn auf der Ostsee. Und einmal pro Woche gehe ich tanzen." Vor dem glatten politischen Parkett in Hannover hat Bode keine Scheu – da möchte er noch so manches Tänzchen wagen