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Typen Flieger kalkuliert Wahl-Bruchlandung ein
Mehr Typen Flieger kalkuliert Wahl-Bruchlandung ein
14:31 12.09.2013
Von Michael Ende
Hat ein Faible für rasante Maschinen: Thomas Ehrhorn ahnt, dass er für politische Höhenflüge nicht das Mandat erhält.  
Jarnsen

Die demographische Entwicklung stelle Deutschland vor große Herausforderungen, so Ehrhorn, der verheiratet ist und eine Tochter hat. Immer weniger junge Menschen müssten in Zukunft für immer mehr Ältere sorgen: „ Es wäre also dringend geboten, für diese Zeit Vorsorge zu treffen. Statt dies zu tun, häufen unsere Volksvertreter immer weitere Schulden auf - in einer Höhe, die sich der normale Bürger nicht mehr vorstellen kann.“

Zwangsläufig landet er über die Staatsverschuldung beim Parade-Thema seiner Partei, der politische Gegner „rechtsorientierten Populismus“ vorwerfen: dem Euro: „Die Zahlungsverpflichtungen zur Eurorettung treiben unseren Staatshaushalt über jede Grenze der Belastungsfähigkeit hinaus. Das Resultat: Steuern und Abgaben werden in Zukunft in dramatischer Weise steigen.“ Nein, er sei durchaus kein Freund des Euro, so Ehrborn: „Besonders verwerflich an der sogenannten Eurorettung, ist der Umstand, dass wir mit dem hart verdienten Geld unserer Steuerzahler keineswegs die notleidenden Menschen anderer Eurostaaten retten, bei denen davon so gut wie nichts ankommt. Tatsächlich retten wir Banken.“

Ehrhorn, dessen Partei von Experten auch schon mal dem „chauvinistischen Wutbürgertum“ zugeordnet wird, wirbt für Volksentscheide nach Schweizer Vorbild: „Als gelebte direkte Demokratie, gerade dann, wenn es um Belange geht, die für die Zukunft unseres Landes von elementarer Bedeutung sind. Ich werbe für eine einfache, faire und verständliche Steuergesetzgebung, für vernünftige Einwanderungspolitik nach kanadischem Vorbild.“

Der begeisterte Motorradfahrer macht sich keine Illusionen über seine Chancen bei der Wahl: „Ich setze mich mit der Alternative für Deutschland für die Menschen in diesem Land ein. Nicht für einen Posten im Bundestag, sondern weil es nötig ist.“

Michael Ende