Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Typen „Hägar der Schreckliche“ als Kalender
Mehr Typen „Hägar der Schreckliche“ als Kalender
23:12 04.02.2010
Günter Altenhof inmitten seiner 1779 Hägar der Schreckliche-Ausschnitte aus der CZ. Quelle: Torsten Volkmer
Poitzen

POITZEN . Günter Altenhof ist als Verwaltungsangestellter bei der Gemeinde Faßberg beschäftigt. Darum also dieses akribische Sammeln der Zeitungsausschnitte, könnte man meinen, aber das ist nicht der Grund. „Im Jahr 2000 hatte ich eine Bandscheibenoperation und musste anschließend zu Hause ruhen“, erläutert Altenhof. Natürlich kam bald die Langeweile hinzu. „Ich wollte feststellen, wie lange ich krank war“, fährt er fort. Striche machen, wie etwas Gefängnisinsassen ihre Tage zählen, kam für ihn nicht in Frage. Da hat er eben die „Hägar“-Geschichten zusammengestellt. Sie dienten ihm quasi als Kalender. Als nach rund vier Monaten die Krankschreibung auslief, hat der frisch Genesende die kleinen bunten Zeichenreihen weiter ausgeschnitten und nach wie vor aufgeklebt und abgeheftet. Von Zeit zu Zeit nimmt er auch heute noch den Ordner zur Hand und blättert darin. „Ich muss öfters schmunzeln“, gesteht Altenhof. Er ist jetzt so etwas wie ein Hägar-Experte und weiß viel über den Helden, aber ebenso von den Veröffentlichungen. So sind beispielsweise nahezu alle Zeichnungen farbig gestaltet, lediglich einige Bilder zeigen nur schwarz-weiße Figuren. Darüberhinaus hat er registriert, ab wann die Cellesche Zeitung von der täglichen zur Wochenend-Veröffentlichung übergegangen ist.

Günter Altenhof wurde 1949 in Peine geboren, kam jedoch schon eineinhalb Jahre später mit seinen Eltern nach Faßberg. Er wohnt nunmehr seit knapp zwei Jahrzehnten im Faßberger Ortsteil Poitzen, wo er sich ein schönes Haus gebaut hat. Im großen Garten arbeitet er gern, wenngleich mit gebotener Vorsicht wegen seines Rückgrats. Ansonsten hat er ein technisches Hobby, das im Restaurieren von alten Fahrzeugen besteht. „Ich habe schon Motorräder und Trecker wieder in guten Zustand versetzt“, erinnert er sich. Augenblicklich arbeitet er an einer Zündapp „Combinette“. Das gute Stück hat bereits 32 Jahre auf dem Buckel. Im Gegensatz zu den anderen restaurierten Fahrzeugen, die er bald verkauft hat, will Günter Altenhof dieses Moped behalten und selbst fahren. „Es ist aber nicht so, dass ich damit ein Geschäft mache“, stellt Günter Altenhof klar. Wenn er die Restaurierungen abgeschlossen hat, verliert er oft das Interesse und gibt die Fahrzeuge weg.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Margarete pflegt Günter Altenhof ein weiteres Steckenpferd. Das Ehepaar reist gern mit einem Wohnwagen am Haken. Wenngleich sie damit schon in vielen Nachbarländern Deutschlands unterwegs waren, bedeuten sogar kürzere Fahrten viel Spaß. „Mal spontan an die Weser oder Ostsee“, sagt Günter Altenhof und nennt den Grund: „Wir wollen einfach nur mal so ‘rauskommen“.

Von Udo Genth