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Typen Im Verein ein soziales Umfeld gefunden
Mehr Typen Im Verein ein soziales Umfeld gefunden
17:25 23.02.2010
Kurt Hoffmeister - Urgestein der Schützengesellschaft Klein Hehlen Quelle: Torsten Volkmer
Celle Stadt

KLEIN HEHLEN (am). Der Rentner stammt eigentlich aus Pommern. „Meine Eltern hatten als Flüchtlinge in Celle Fuß gefasst“, sagt Hoffmeister, der sich nach kurzer englischer Kriegsgefangenschaft in Celle niederließ. Zehn Jahre hat Hoffmeister die Jugend-Schießsportabteilung betreut und wurde deshalb bereits 1968 für besondere Verdienste ausgezeichnet. „Ich habe nach dem Krieg Anschluss gesucht und bin in die Schützengesellschaft gegangen“, erzählt der gelernte Installateur, der mit seiner Ehefrau in einem Reihenhaus wohnt. Die Kameradschaft habe ihm gefallen und er habe Spaß am Schießen gehabt, sagt Hoffmeister. „Im Jahr 1949/50 wurde das Schießen von den englischen Besatzern genehmigt“, erinnert er sich. Mit den anderen Schützenkameraden traf er sich zum Schießen mit dem Luftgewehr im alten Schützenhaus, das Ecke Zugbrückenstraße/Bremer Weg gelegen war. Gern nahm er an Rundenwettkämpfen anderer Schützenvereine aus dem Celler Land teil. Als der damalige Vorsitzende der Schützengesellschaft ihn fragte, ob er die Jugendschießsportabteilung betreuen wolle, stand seine Entscheidung schnell fest. „Ich habe mich in einem Lehrgang des Kreisschützenverbandes zum Schießwart ausbilden lassen. Zehn Jahre betreute er die Zehn- bis Zwanzigjährigen in der Schießsportabteilung. Die sportlichen Vorrichtungen waren provisorisch aufgebaut. „Das Schießen wurde im Saal des Schützenhauses auf engstem Raum durchgeführt“, erzählt Hoffmeister. Vom Sicherheitsstandpunkt her entsprachen die Vorrichtungen nicht den Sicherheitsstandards von heute. „Man musste schon einmal ein hartes Wort benutzen, wenn die Burschen nicht so wollten“, erinnert sich der Schütze. Da er im erweiterten Vorstand der Schützengesellschaft war, habe er sich dafür eingesetzt, dass der Jugendkönig ausgeschossen werden konnte. Als Mitbegründer des Spielmannszuges fand er im Jahre 1959 einen Ausbilder aus Westercelle. „Es war ein beinamputierter Kriegsinvalide, der uns die Flötentöne beibringen konnte“, sagt Hoffmeister.

Anfang 1990 wirkte Hoffmeister beim Bau des neuen Schützenheims mit. „Es wurde ein Schießstand gebaut mit elektrischen Schießbahnen und einem Monitor, auf dem man Schüsse, die man abgab, auf 50 Meter sehen konnte“, erzählt der Schütze.

Gern geht Hoffmeister, der eine Tochter und zwei Enkelkinder hat, mit seiner Ehefrau noch zu Schützenfesten und zum Wurstessen. Ansonsten spielt er mit Verwandten einmal pro Woche Rommeé . Einmal in der Woche engagiert sich Hoffmeister in der Herzsportgruppe.

Von Anne Marx