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Typen Philip Siebold möchte Freien Wählern mehr Gehör verschaffen
Mehr Typen Philip Siebold möchte Freien Wählern mehr Gehör verschaffen
18:40 10.09.2017
Von Audrey-Lynn Struck
Um sich körperlich auszupowern, macht der Bundestagskandidat der Freien Wähler, Philip Siebold, in seiner Freizeit gerne Krafttraining. Quelle: David Borghoff
Celle-Landkreis

Doch wie kam er auf die Idee, den „Freien Wählern“ beizutreten? Der Altenhäger war schon im Alter von 15 Jahren sehr am politischen Geschehen interessiert und fasste daher den Entschluss, sich zusätzlich in einer Partei zu engagieren. Wie diese aussehen sollte, war ihm schon von Anfang an klar: „Ich suchte eine Partei, die frei von Ideologien gute Sachpolitik betreibt und verspricht, was sie hält.“ Siebold musste „recht weit suchen“, bis er schließlich mit den „Freien Wählern“ fündig wurde.

Das Hauptaugenmerk des Schülers richtet sich im Wahlkampf darauf, seiner Partei politisches Gehör zu verschaffen. „Auch ich musste erst einmal suchen, um auf die Freien Wähler aufmerksam zu werden“, sagt Siebold. Dem normalen Durchschnitts-Bürger sei diese Partei wahrscheinlich auch nicht unbedingt im Gedächtnis, so der 18-Jährige.

Ein recht zentraler Punkt im Wahlprogramm der „Freien Wähler“ ist die Forderung, dass der Bund die Kommunen finanziell und personell unterstützt. „Etwa 85 Prozent unserer Mitglieder stammen aus der Wählergemeinschaft. Deshalb kennen wir die Probleme vor Ort“, berichtet Siebold. Gerade die Flüchtlingspolitik werde von vielen Kommunen selbst gestemmt. „Wenn dann auch noch weitere Kosten wie Straßensanierungen dazukommen, kann an den Kosten schon einmal ein ganzer Ort fast pleite gehen“, ist sich der Schüler sicher und fordert: „Der Bund muss durch Finanzmittel unterstützen."

Bei den Podiumsdiskussionen oder den von Veranstaltern ausgerichteten Gesprächsrunden mit einzelnen Celler Bundestagskandidaten gehörte Siebold bislang meist nicht zu den eingeladenen Gästen. „Das wundert mich schon. Vor allem bei Veranstaltungen, wo Schüler eingeladen sind. Schließlich sind die im Prinzip meine Zielgruppe“, sagt der 18-Jährige und hofft, dass sich das in der Zukunft noch ändert. „Sich öffentlich politisch zu engagieren, ist eine gute Möglichkeit, seine eigene Meinung nicht nur zu leben, sondern auch nach außen zu tragen.“