Auf der Suche nach der perfekten Orchidee

Gerade hat eine neue Sorte, die nach ihm benannte Paphiopedilum „Johann-Christian Wichmann“, zum ersten Mal geblüht. Da schlägt das Herz des alten Züchters schon mal etwas höher – schließlich stecken in der blühenden Pflanze seine schöpferische Arbeit und eine Aufzuchtzeit von mehr als… ...mehr

»

Hirn statt Knarre: Magnum ist heute kein Vorbild eines Detektivs

Auf dem Weg in die Detektei. Ich denke, ich soll mitmischen. Knapp 400 Euro, das sollte mir mein Schutz eigentlich wert sein. Eine ballistische Schutzweste der Schutzklasse 4 wäre im Internet aus ausgemusterten Bundeswehrbeständen zu haben. Ungebraucht. Diese hält auch einem Beschuss mit einer Langwaffe stand. Und mit Keramikplatten ist diese auch stichfest. Aber etwa 12 Kilogramm Gewicht. Und dann sind noch nicht einmal alle Körperteile effektiv geschützt. Das muss ich mir noch überlegen und verlasse mich auf den Rat meiner zukünftigen Partner. Und was ist schon „kugelsicher“?   ...mehr

Petra und Karsten Hälbig: Des Kaisers treueste Celler

Authentizität steht für Petra und Karsten Hälbig an erster Stelle. Das macht die Suche nach den originalen Bestandteilen schwierig. „Es sind immer Zufälle, dass man so etwas kriegt“, sagt sie. „Man muss die Augen offen halten und einen Blick dafür entwickeln.“   ...mehr

Celler Streetdancer: Internationale Extraklasse

Mitten in einer Choreographie sind die vier ein mitreißender Anblick. Sie machen sich die volle Breite des Raumes zu Nutze, arbeiten ausdrucksstark mit ihren Händen und stellen kräftige Kicks geschmeidigen Bewegungen gegenüber, die an Artistik grenzen. Was hier passiert, hat nicht viel mit Ballett zu tun. Aber irgendwie doch.   ...mehr

Dima Mondello: It's all Jazz

„Egal ob im kleinen Kreis oder im großen Rampenlicht – auf der Bühne bist du einfach glücklich. Du schaffst etwas. Du kreierst einen Moment, in dem der Funke überspringt. In dem sich Gefühle bündeln und weitergetragen werden. Du lebst für diese magischen Momente, in dem Musik, Musiker und Publikum zu einer Einheit verschmelzen.“   ...mehr

Im Mahlstrom der Zeit: Celler Altstadt vor dem Umbruch

„Wer nicht museal sein will, der muss mit dem Zeitgeist gehen“, sagt Stadtplaner Wolfgang Schucht. Dabei gibt es Veränderungen, die nicht aufzuhalten sind. Zum Beispiel das Verschwinden der inhabergeführten Geschäfte – die meisten Dienstleister in der Innenstadt sind heute Angestellte. Oder auch der Status als „gute Einkaufsstube von Hannover“. „Das löst sich auf“, weiß Schucht: „Der Blick auf eine Stadt, besonders auf eine Altstadt, ist oft emotional geprägt. Menschen verbinden ihn mit persönlichen Erinnerungen, mit erfüllten und unerfüllten Wünschen. Deshalb unterscheidet sich diese Sicht von Generation zu Generation.“   ...mehr

Feinkost Huth: Einmal um die Erde am Großen Plan

Dort, wo die Kundschaft bislang nur von distinguierten Herren in weißen Kitteln bedient wurden, stehen seither auch Damen hinter den Verkaufstresen. Nicht alle Kunden sind diesem Weg klaglos gefolgt: Es gibt bis heute Stammkunden, die nach männlichem Personal verlangen.   ...mehr

Die Werners: Das Rad lief hier immer

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts blühte das Geschäft mit Korbwaren auf. Ferdinand erkannt in Celle eine Marktlücke und gründete 1866 eine Korbwaren-Werkstatt. Die Flechtkunst paarte Ferdinand mit seiner Affinität für Technik. Aus Stettin bezog er die Untergestelle für seine Kinderwagen aus einer Nähmaschinen-Manufaktur. Schon bald rollten die von Ferdinand hergestellten Korbkinderwagen durch die Altstadt.   ...mehr

Wandliebe Stumpf: Der Flirt mit der Wand

Marianne ließ es langsam angehen, „aber schließlich hatte er mich doch“, sagt sie lachend. 1964 haben die beiden geheiratet. Auf „ausdrücklichen Wunsch“ des Schwiegervaters kündigte Marianne Stumpf ihre Arbeitsstelle bei Trüller und stieg als Verstärkung in Büro und Laden des Familienunternehmens ein. Gewohnt hat das junge Paar in einer Wohnung über dem Laden.   ...mehr

Weinhandlung Bornhöft: Celler Weine für den König

Vom vermeintlichen Glanz der alten Zeit ist heute nicht mehr viel übrig. Doch das, was die Geschichte im und am Haus belassen hat, will Margrit Surburg bewahren. Aus Denkmalschutzgründen, aber vor allem, um die fast 200-jährige Tradition fortzusetzen: „Wir wollen hier so wenig wie möglich verändern. Das ist auch im Sinn unserer Kunden.“   ...mehr

Goldschmiede Bade: Was bleibt, ist der Ring

In Frankreich besuchte Susanne Bade Vorlesungen an einer renommierten Wirtschafts-Hochschule. „Dort lernte ich einen Erben der C & A-Familie kennen. Der hatte die ganze Welt bereist, war schon überall – und beneidete mich trotzdem, als ich ihm von meinem kleinen Celle erzählte.“ Weil diese Stadt etwas sein kann, das man manchmal erst erkennt, wenn man ihr mal den Rücken zugekehrt hat: eine Heimat, die tiefreichende Gefühle produziert.   ...mehr

Ein Trend: Im Alter nach Süden

Warum ausgerechnet Südafrika? Der Grund lieht nahe: Florian Virchow wurde 1957 in Kapstadt geboren. Seine Eltern waren Hotelkaufleute, die auf dem Kontinent mehrere Lodges betrieben. Gemeinsam mit seiner Mutter lernte er Afrika kennen, lebte in Namibia, Südafrika, Kenia oder Tansania.   ...mehr

Generationsübergreifend: Frust mit der Lust

„Ich hatte in meiner Beziehung häufig das Gefühl, funktionieren zu müssen, ständig zur Verfügung zu stehen“, erzählt Elke M. (49). Die inzwischen geschiedene Frau hatte in der Ehe Haushalt und Kind zu versorgen, während ihr Partner immer nur an das Eine dachte: „An jedem zweiten Abend wollte er Sex. Da bleibt die Romantik schon mal auf der Strecke.“   ...mehr

Rezepte: Sven Hütten aus dem Allerkrug

Dass Sven Hütten überhaupt Koch geworden ist, ist Zufall. Eigentlich wollte er ins Hotelfach einsteigen, doch dafür bot sich ihm in Celle seinerzeit keine Möglichkeit. Wohl aber als Restaurantkraft oder Koch. Er entschied sich für Letzteres.   ...mehr

Aldo Blindenhöfer: Nach Celle "verschleppt"

Der Liebe wegen wurde Celle seine zweite Heimat. Aldo Blindenhöfer (86) selbst sagt, er wurde von seiner Frau Margund hierher „verschleppt“ – mit einem Augenzwinkern natürlich. Drei Jahrzehnte hinterließ der überzeugte Berufsoffizier seine Spuren in der Celler Politik. Seit 2007 ist er Privatier und widmet sich ganz seiner Frau Margund, seinem Hund Debby und seinen Nachbarn.   ...mehr

RÜCKBLICK - CELLAVIE - 04 / September 2016 - TIERISCH NAH DRAN »

Unter die Haut

Tattoos sind weit mehr als bloßer Körperschmuck. Die gestochenen Permanent-Kunstwerke sind oft an Stellen, die kaum ein anderer Mensch zu sehen bekommt. „Sehen und gesehen werden“ trifft es deshalb nicht ganz. Tattoos dokumentieren Erinnerungen, Protest, Verbundenheit oder einfach den Charakter ihres Trägers. Spontane Fehlentscheidungen bedauert ein Tätowierter schnell und lange – meist bleibt nur die Hoffnung auf ein besseres Cover-up.   ...mehr

Die Wolken geküsst

Wie ein Vogel schwebt der Gigant mit dem Wind durch die Lüfte. In seinem Heißluftballon nimmt uns Helmut Krogmann mit auf ein kurzes, aber himmlisches Abenteuer. Er zeigt uns bei der kurzen Fahrt von Westercelle nach Lachtehausen, was seinen Sport ausmacht.   ...mehr

Mit den Waffen des Clowns

Hinter der Maske eines Clowns verbirgt sich oft ein größerer Künstler, als man zu glauben gewillt ist. Katharina Witerzens ist solch ein Mensch. Als Clownin hat sie ihre Berufung gefunden. Auf der Suche nach dem Clown in ihr traf sie die Großen ihres Fachs und lernte die Freiheit kennen, die es braucht, um lustig zu sein. Das Porträt einer Frau, die ihren Humor als sozial und sich selbst als sanft bezeichnet.   ...mehr

Rückkehr der Wölfe

Isegrim gilt als verschlagen und bösartig, als gierig und gefräßig. Selbst wenn sich mittlerweile viele Menschen zum Freund des Wolfs erklären und ihn schützen wollen – sein Ruf beim Volk ist seit Jahrhunderten ruiniert. Was der Wolf jetzt dringender braucht als alles andere, ist ein Imageberater.   ...mehr

Filmtierpark Eschede

Wie leben die tierischen Stars aus Film und Fernsehen, die ein Millionenpublikum auf Leinwand oder Mattscheibe verfolgt hat, im Alltag? Das will seit über elf Jahren der Filmtier-Park Eschede zeigen, wo Besucher Löwen und Tiger, Wölfe und Luchse und viele andere Wildtiere ohne Allüren treffen. Dort lebt auch Joe Bodemann, der als Filmtier-Trainer die Auftritte kleiner und großer Tiere vorbereitet hat und sie dort auch nach der Karriere umsorgt – und den Tod seiner Lieblinge betrauert.   ...mehr

Wildpark Müden

Klein, aber fein – und tierisch nah dran. Der Werbeslogan des Wildparks in Müden (Örtze) ist eingängig und trifft den Kern. Wer in Ruhe einen Spaziergang in idyllischer Umgebung machen und dabei möglichst viele Tiere beobachten will, der kommt in den Celler Nordkreis. Ein Tierprojekt mit viel Herz.   ...mehr

Spiegel der Seele

Hunde, Katzen, Pferde, Lamas und Delfine. Wenn Menschen auf konventionelle Therapien nicht reagieren, können diese Tiere zu Mentaltrainern werden. So theoretisch sich der Begriff „Tiergestützte Therapie“ liest, so eng und persönlich wird der Kontakt von Mensch und Tier in der Praxis. Ob zappelige Kinder oder gestresste Erwachsene – Tiere helfen bei körperlichen und seelischen Beschwerden. Aber nur wer ihnen ruhig und ausgeglichen gegenübertritt, gewinnt ihr Vertrauen.   ...mehr

Mit Ratzeputz ins Hilton New York

Jens Stumpf lässt nichts anbrennen – weder tatsächlich noch im übertragenen Sinn: Gibt es ein Ziel, für das es sich zu engagieren lohnt, dann ist der gelernte Koch und Berufsschullehrer dabei. Er ist Kirchenvorstand, in der Schützengesellschaft, der Feuerwehr und der Jägerschaft – sein Tag könnte gerne mehr als 24 Stunden haben. Bei all dem hat er seine Wurzeln nie vergessen – weder die heimatlichen noch die zum ursprünglichen Beruf. Jens Stumpf ist ein Koch mit Leidenschaften.   ...mehr

Big Data auf dem Bauernhof

Das Bild vom Bauern, der mit der Mistgabel umherläuft, hat ausgedient. Heute sind die Arbeitsgeräte der Landwirte eher Tabletcomputer, Handy und Hightech-Maschinen. Die Landwirtschaft wird digital und sorgt so für die optimale Nutzung von Ressourcen auf dem Feld und im Stall.   ...mehr

Was macht eigentlich: Günther Stachetzki (Mr.Innenstadt)

Jahrzehntelang galt er in Celle als „Mr. Innenstadt“. Günter Stachetzki (73) bestimmte in führenden Positionen, etwa als Vorsitzender des Schlosskreises, die Entwicklung der Altstadt. Doch seine Leidenschaft gehört oder besser gehörte auch der Fliegerei.   ...mehr

Chancen im Umgang mit dem Burnout

Für den Familienbetrieb gab sie alles. Sie fühlte sich unersetzlich. Tagsüber kümmerte sich Renate (Name geändert) um den Nachwuchs, nachts arbeitete sie. Jahrelang ging das gut. Dann kam der Zusammenbruch. Diagnose: Burnout. Die 57-Jährige suchte Hilfe – und stellte ihr Leben um. Heute weiß die Cellerin, dass sie Auszeiten braucht, um im Beruf bestehen zu können.   ...mehr

Das Langensalza-Denkmal

Nicht Waterloo oder Verdun war den Cellern ein Kriegsdenkmal wert, sondern Langensalza. Ein vergleichsweise kleines Gefecht in Thüringen. In der regionalen Wirkung jedoch war das Ergebnis enorm. Das Königreich Hannover verlor seine Unabhängigkeit und wurde von Preußen annektiert. Das Celler Denkmal wurde von den Welfen aus Trotz und Protest aufgestellt, von Preußen abgeräumt und landete am Ende im Französischen Garten.   ...mehr

Was braucht ihr so viel...

In mehreren Reihen übereinandergestapelt türmen sich Pappkartons in den Stahlregalen. Dort, wo die enden, stehen – gut eingepackt – Tische, Stühle und Sessel aus einstigem fürstlichen Haushalt sowie die Büsten diverser Honoratioren der Stadtgeschichte. Zwischendrin rostige Harnische. Im Depot des Celler Bomann-Museums hält die Zeit den Atem an.   ...mehr

Sagenhafter Weitwurf

Als der Riese von Borg den tonnenschweren Stein mit seinen kräftigen Armen umherschleuderte, rechnete er nicht damit, dass dieser von Elferdingen bis nach Bergen fliegen würde. Seit fast 5000 Jahren liegen die Sieben Steinhäuser auf dem heutigen Truppenübungsplatz, das Stonehenge in der Lüneburger Heide. Der Sage nach legte der Riese den ersten Stein der Grabanlage. Die Forschung ist sich jedoch einig, dass die ersten sesshaften Bauern die einzigartigen Megalith-Gräber erschufen. Eine Zeitreise.   ...mehr

RÜCKBLICK - CELLAVIE - 03 / Juni 2016 - DAHEIM BEI MENDE & NIGGE »

Einer der letzten Ritter

Schillerslage ist ein Ort der Pferde. Knapp 1000 Einwohner hat das idyllische Dorf an der Bundesstraße 3 – und mehr als 500 Pferde stehen dort in den Ställen. So wundert es eigentlich nicht, dass Schillerslage tatsächlich einen Ritter beherbergt: Hartmann Graf von Starkenberg. Pferdewirt im Zivilleben. 47 Jahre alt. Heiner Wehrs – ein Mannsbild, das jedem Kinofilm zur Ehre gereichen würde. Kernig, kräftig, gutaussehend.   ...mehr

Ein Leben in der Steilkurve

Christoph Thürey hat schon Luxus-Karossen unter dem Hintern gehabt, die zwei Millionen Euro wert waren. Von Koenigsegg über Ferrari bis zu Mercedes AMG und Porsche ist er alles gefahren. Doch auch mit einem Serien-Golf bringt er die Reifen an ihre Belastungsgrenzen. Für CellaVie verrät der Conti-Testfahrer, wie er an seinen Job in Jeversen gekommen ist und was er als ehemaliger Rennfahrer privat fährt.   ...mehr

Landfrau aus Überzeugung

Das Bild einer Landfrau ändert sich stetig und wächst mit den Aufgaben – findet Annemarie Strüber. Ein Leben zwischen Löwenzahn-Gelee und Internet-Auftritt, immer im Dienst für die Großmoorer Dorfgemeinschaft, integrative Projekte und die Frauen selbst.   ...mehr

Leute machen Kleider

Echte Schätze verbergen sich im Kostümfundus des Celler Schlosstheaters. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. So kann mit dem passenden Kostüm aus einer alten Hexe mit Buckel und Warze innerhalb weniger Minuten eine wunderschöne Prinzessin mit langem lockigem Haar und prächtigem Ballkleid werden. Und das alles ohne Feenzauber und Hexerei.   ...mehr

Ein Mädchen von der A2

Der Zufall führte das lesende Mädchen in die Stadt Celle. Wäre der Stadtdirektor nicht im Urlaub gewesen und hätte die Bibliotheksplanung nicht einen leeren Vorplatz aufgewiesen . . .   „Lecture“ würde möglicherweise immer noch an der A2 stehen. Doch es kam anders . . .   ...mehr

Celles größter Schatz

Enorm wertvolle und weltweit einzigartige Kostbarkeiten mitten in Celle? Die gibt es im Residenzmuseum, das voller Stolz reich verzierte Huldigungspokale der ehemaligen Herzöge Georg Wilhelm und Christian Ludwig präsentiert. Zurück in die Heimat sollten die Objekte erst nach über 300 Jahren und einer Reise quer durch Europa kommen.   ...mehr

Dirk-Ulrich Mende: Dieser Mann ist schwer zu bremsen

Dirk-Ulrich Mende ist nicht nur längst in Celle angekommen, sondern er hat auch vor, noch länger zu bleiben. Der gebürtige Hesse, der 2009 mit einem Erdrutsch-Sieg den Posten des Oberbürgermeisters erobert hat, tritt am 11. September als Titelverteidiger an. Zu seinen Erfolgsrezepten gehören Backrezepte.   ...mehr

Alexandra Martin: Als Frau zur Celler Oberbürgermeisterin

Das Gefühl war gleich wieder da. Das Gefühl von Heimat, das Gefühl, wieder zu Hause zu sein. Vor etwas mehr als fünf Jahren ist Alexandra Martin nach Celle zurückgekehrt. In die Stadt, in der sie 1969 geboren wurde, in der sie aufgewachsen ist und am Gymnasium Ernestinum Abitur gemacht hat. „Mir war sofort klar, dass ich hier meinen Lebensmittelpunkt behalten will und dass ich etwas an die Gesellschaft zurückgeben möchte“, sagt Martin, die dabei hochgesteckte Ziele verfolgt. Sie will das Neue Rathaus erobern.   ...mehr

Jörg Nigge: Celler Oberbürgermeister will er werden

Die Nordseeinsel Wangerooge hat einen festen Platz im Leben des Paares. „Ilka ist dort praktisch aufgewachsen, und ich habe dort mit meinen Eltern immer Urlaub gemacht“, sagt Jörg Nigge. „Da hätten wir uns schon als Kinder treffen können, aber wir haben einander wohl immer knapp verpasst“, nickt seine Frau: „Er war immer in den Osterferien da, und ich im Sommer. Wer weiß, was geworden wäre, wenn wir uns damals schon über den Weg gelaufen wären?“   ...mehr

Falsches Spiel mit der Liebe

Smartes Lächeln, süße Komplimente, wohlhabend: Brian Becker ist der Typ, der so mancher Frau den Kopf verdreht. Doch er ist nicht der, für den er sich ausgibt. Das merkt Kathrin Meyer erst, als er sie um 5000 Euro geprellt hat. Die Cellerin ist im Internet auf einen Love-Scammer hereingefallen.   ...mehr

Gehandicapt: Über den Sport neue Kraft gewinnen

Für einen Zehnjährigen hat Niko Tsantilis ein auffällig breites Kreuz. Es wirkt, als wäre der Schüler aus Nienhagen mit seinem Rollstuhl zu einer Einheit verwachsen, bei den rasanten Kurven sitzt jeder Schwung mit den kräftigen Armen, jede Gewichtsverlagerung perfekt. Nach zehn Runden kommt er außer Atem zum Stehen. „Ich bin schnell. Aber im Basketball bin ich auch gut“, sagt er, schwingt sich aus dem Sitz, rutscht auf Knien durch die Halle und schnappt sich den Ball. Niko wurde mit einem „offenen Rücken“ geboren. Durch den Rückenmarksdefekt ist er von den Knien abwärts gelähmt. Niko ist aber auch Sportler – mit Leib und Seele.   ...mehr

Verliebt in Schuhe

Die Beziehung zu Schuhen ist wie ein Liebesverhältnis – nur nicht monogam. Manchen bleibt man ein Leben lang gewogen, manche halten nur einen Sommer lang. Die einen sind heiß, aber nur schwer zu ertragen, andere sind treu und bequem aber langweilig. Und mit wieder anderen führt man eine Art Vernunftsehe. Und ewig lockt eine neue Versuchung…   ...mehr

Jeder Bissen ist Kunst

Eine Gruppe buntgescheckter Hühnervögel hält ein Schwätzchen. „Kiwi-Sticks“ stehen, als kugelrunder Vogelschwarm, Spalier. Im dichten Grün der Holzbögen blinzeln Fledermäuse der Abenddämmerung entgegen. Und mittendrin serviert der Chefkoch und Hausherr seine leichte Sommerküche … Küche und Kunst – das passt zusammen. Der Beweis wird derzeit in Köllner‘s Landhaus erbracht, wo die Gäste inmitten einer aktuellen Ausstellung speisen und ganz nebenbei die farbenfrohe Menagerie von Kunstobjekten der Glasmanufaktur Borowski genießen.   ...mehr

Alles muss raus

An Hunderten Stellen in Deutschland bereiten die Hinterlassenschaften des Dritten Reichs und des Zweiten Weltkriegs Probleme. Der Rüstungsaltlasten Herr zu werden, ist eine Mammutaufgabe. Allein in Niedersachsen sind 180 Flächen zu untersuchen und zu räumen. Nächstes Jahr soll das im Wald bei Starkshorn geschehen. Ein Anfang ist bereits gemacht.   ...mehr

Das neue CellaVie: Bei den Oberbürgermeister-Kandidaten zuhause

Wer wird der neue Oberbürgermeister der Stadt Celle? Natürlich können wir es nicht vorhersagen ... aber wir haben die Kandidaten für die neue Ausgabe unseres Magazins „CellaVie“ zu Hause besucht. Brigitte und Dirk-Ulrich Mende in Celle und Ilka und Jörg Nigge in Hamburg. Lesen Sie in „CellaVie“, warum sich der amtierende Oberbürgermeister Mende in Celle inzwischen mit „Haut und Haar“ heimisch fühlt und warum Herausforderer Nigge im Erfolgsfall einen Ponyhof aufmacht.   ...mehr

RÜCKBLICK: CELLAVIE - 02 / März 2016 - KREATIVES CELLE »

Schlosskapelle: Ziel Weltkulturerbe

Die Schlosskapelle scheint vor lauter Pretiosen schier zu bersten. Dennoch kennen relativ wenige Celler diesen Kirchenschatz. Bis Anfang der 1990er Jahre war die Kapelle noch zugänglich. Dort fanden Gottesdienste statt, gelegentlich auch Trauungen, und die Kantorei der Stadtkirche sang zu Abendandachten. Doch schon in den 1980er Jahren hatten sich erhebliche statische Probleme bemerkbar gemacht. Durch Veränderungen des Geländes und Verschiebungen des Untergrundes drohte sogar Einsturzgefahr.   ...mehr

Kneipenmusik: Auf Zeitreise im Riff

Das alles verbindende Element ist der satte Sound von der Bühne, der alle elektrisiert und alle antreibt. „Es gibt immer noch viele Leute, die gute, handgemachte Musik hören wollen und das auch gerne live“, beschreibt Kneipier Klaus Goldmann die Faszination. Von vielen Gästen, die für ihn wie eine große Familie sind, ist an diesem Abend ein fast schon philosophischer Satz zu hören: „Hier ist es noch wie früher.“ Jeder weiß, was gemeint ist, ohne das „früher“ genauer erklären zu müssen.   ...mehr

Der Fluch der Hochbegabung

Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre haben seine Eltern und er gemeinsam mit dem Schulleiter entschieden, die Fachlehrer nicht über die Hochbegabung zu informieren. Das schützt den Teenager zwar vor einer eventuell übersteigerten Erwartungshaltung an sich selbst und an die Kinder, bringt aber andere Probleme mit sich. „Die Kinder müssen sich immer verleugnen – dürfen sich nicht outen“, sagt Katrin Meine traurig, „wir versuchen ihnen immer wieder klar zu machen, dass sie so wie sind vollkommen okay sind.“   ...mehr

Wellness: Die Seele baumeln lassen

An Massage-Angeboten herrscht auch in Celle kein Mangel. Aber einfach nur Massage ist nicht. Ich habe die Qual der Wahl. Wie bei „Subway“, wo ich beim Bestellen eines Sandwichs zwischen unterschiedlichen Brotsorten, Brotgrößen, Käsearten und Belägen aller Art wählen muss, gibt es 20-, 30-, 45-minütige bis hin zu mehrstündigen Massagen. Welche Körperteile ich mit welcher Technik bearbeiten lasse, ob ich lieber mit Birkenöl oder Schokolade eingerieben werden möchte oder heiße Lavasteine über mein Gesicht gleiten lasse – ganz dem individualistischen Zeitgeist entsprechend, dürfte für so ziemlich jedes Bedürfnis etwas dabei sein.   ...mehr

Denkmal vor das Schloss: Die große Leere

Die Frauen der Herzöge waren bekanntlich bisweilen geistig reger als ihre Ehegatten. Etwa Anna von Nassau-Dietz, um 1600, auch Dorothea, Prinzessin von Dänemark, die eigentliche Regentin, ihr Wilhelm der Jüngere galt als geistig gestört. Und dann die große, aus Frankreich stammende Eléonore d’Olbreuse, die Mutter der Könige oder Großmutter Europas genannt. Bisher würdigt sie hier keine Straße, kein Platz, kein Denkmal, sehr seltsam. Sie müsste, mit Sophie Dorothee zur Seite, vorm Schloss stehen, die nicht standesgemäße Französin!   ...mehr

Möbeldesign mit einem Augenzwinkern

Fast immer mit im Spiel: das stilistische Augenzwinkern. Etwa beim Aufbewahrungssystem „Bö Boxen“, die eine Art windgeknicktes „Eselsohr“ als Grifflösung erhalten haben. Oder im Fall der eigentlich schlichten, im Grunde unprätentiöse Hängelampe „Alma“. Für ihre Form stand die klassische Kuhglocke Pate. Daraus wurde ein zarter und doch ausdrucksstarker Lampenschirm in fünf Farben mit extravaganter Kabelage - sowohl solo als auch in Formation verwendbar, sowohl hängend wie auch liegend.   ...mehr

Kerstin und Peter Adam: Zeiten aus Holz

Ein Klick im Internet brachte den Stein 2012 ins Rollen. Damals stieß Peter Adam beim Surfen im Netz auf den Bericht über das Konzept einer Uhr, ganz aus Holz, gefertigt als Forschungsprojekt. „So eine wollte ich haben“, erinnert sich der Uhrenliebhaber, „ich war so fasziniert, aber das Modell erwies sich als einmalige Konstruktion, die nie in Produktion gegangen, also nirgends zu kaufen war. Mir blieb demnach keine andere Wahl, als die Idee aufzugreifen und selbst zu versuchen, solch eine Uhr zu bauen.“   ...mehr

Günter Thomaschek: Im Anflug auf seinen Traum

Eines Tages begann er auszuprobieren, wie berühmte Maler wie Claude Monet und Paul Gauguin beim Malen vorgegangen sind. Die lichterfüllten Aquarelle und Gemälde des zwischen Romantik und Realismus angesiedelten Karl Blechen gehörten damals ebenso zu seinen Favoriten wie Camille Corot, einer der legendären Freiluftmaler von Barbizon und Wegbereiter des Impressionismus. Sogar an die Malweise von Picasso wagte sich Günter Thomaschek heran.   ...mehr

Gerber: Mach es noch einmal, Franz

Franz Gerber hat als Fußball-Manager in Celle seine Spuren hinterlassen. Von 1987 bis 1996 war er der Architekt des Aufstiegs des TuS Celle FC von der Landesliga bis in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands, fast sogar bis in die 2. Bundesliga. Der heute 62-Jährige hat viel erlebt - nicht nur in seiner Zeit in Celle. In "CellaVie" spricht Gerber über seine Zeit beim TuS FC sowie bei Hannover 96, seine "Abenteuer" in Übersee, seine Anfangszeit als Profi beim FC Bayern München sowie seine aktuellen Tätigkeiten.   ...mehr

Die Texaner der Heide

Alteingesessene erzählen die Geschichte noch heute. Vor Jahren lebte in Texas ein Mann namens Paul Panzer. Bei der Bundeswehr in Wesendorf soll sich zwischen ihm und einem Vorgesetzten folgender Dialog abgespielt haben: „Wie heißen Sie?“ „Paul Panzer.“ „Woher kommen Sie?“ „Aus Texas.“ „Wie kommen Sie hier her?“ „Mit dem Rad.“„Wollen Sie mich verarschen?“   ...mehr

Islandpferde: Ein Ausdruck von Freiheit

Nach Island gibt es in keinem anderen Land der Welt so viele Islandpferde wie in Deutschland. Auch in Wieckenberg tragen die Pferde isländische Namen. So heißen die Zuchtstuten etwa Ísafold frá Efri-Rauðalæk oder Freydís frá Hvítadal, die Deckhengste Kómpas frá Skagaströnd oder Njáll frá Hvolsvelli. Martina Kapitzke liebt dieCharakterstärke und die schnelle Auffassungsgabe dieser Tiere.   ...mehr

Klassisch oder knallig

Diese Zeiten sind – Gott sei Dank – vorbei. Dennoch: Sam hat gelernt, in Kategorien zu denken. „Jeder Beruf hat seinen eigenen Look“, weiß er. „Ein Banker trägt die Haare anders als ein Ingenieur, ein Musiker anders als ein Lehrer – es ist genauso wie mit der Kleidung.“ Signale werden eben weiterhin gesendet. Doch inzwischen sind nicht nur Status und Typ das entscheidende Kriterium für Art, Form und Farbe der Frisur. Es werde immer wichtiger, sagt Sam, dass der Kunde sich mit aktuellen Trends befasst und diese in seine Person einbringt.   ...mehr

Symphonische Leidenschaft

Manchen Gesichtern kann man die Anstrengung des zurückliegenden Arbeitstages ansehen, andere wiederum sind vertieft in genau die eine Stelle, die sie so lange geübt haben. Für alle ist Musik wohltuender Ausgleich zum Alltag – und das natürlich nicht nur in Celle: Zwischen Garmisch und Flensburg klicken rund 1,7 Millionen Mal die Instrumentenkoffer zur abendlichen Probe.   ...mehr

Zuckersüße Verführung

Formen für allerlei Schokofiguren, Schokoplättchen und Pralinenhüllen finden sich in der Backstube zuhauf. Außerdem Ausstecher und Ausstanzer für Dekoteilchen aus Marzipan und Zuckermasse. „In London gibt es einen speziellen Laden für dieses Zubehör. Ein Traum – da darf man mit mir nicht hin“, verrät Rolf Baxmann und zwinkert seiner Frau Daniele zu. Die lacht verständnisvoll. „Mein Mann ist ohne Frage Konditor aus Leidenschaft.   ...mehr

Schmuck aus dem Kuhstall

Trauscheiben sind nicht das Einzige, was die Kundschaft in den umgebauten Kuhstall treibt. „Perlen, Edelsteine und Materialien werden bestellt, alles andere wird von uns gefertigt“, sagt Store-Managerin Christin Raschke stolz. 70 Prozent der Kunden hätten eine ungefähre Vorstellung von dem, was sie wollen. „Die anderen kommen mit eigenem Schmuck oder mit geerbten Schmuckkästchen und lassen schauen, was man daraus Neues machen kann.“   ...mehr

RÜCKBLICK: CELLAVIE - 01 / Dezember 2015 - FRAUENPOWER »

Garten Eden

In Boye liegt etwas versteckt ein wahres Naturparadies - der Entenfang: ... Wie in einem Gemälde von William Turner liegen die taufrischen Teiche im Morgenlicht. Der Dunst hebt sich gerade erst von den Wipfeln, Oktobersonne streicht über das Wasser. Mit leichtem Flügelschlag steigt aus den nahen Fichten ein Schwarm Silberreiher auf, erst 20, dann 30 der eleganten weißen Vögel gehen auf den Teichen nieder. Majestätisch schweben zwei Kraniche heran und setzen zur Landung an. Im Hintergrund thront ein Seeadler regungslos auf einer Baumspitze und beobachtet die Szenerie. ...   ...mehr

Alte Liebe

Die Nußbecks sind seit über 60 Jahren ein Paar: ... In Erinnerungen gefangen lacht Else Nußbeck. „Er sah richtig gut aus, war höflich und nett – nicht so wie die Jungs, die ich zuhause kannte. Von den Dreisten wollte ich nämlich nix wissen“. Dieser fesche Bursche aber hatte es ihr angetan. Und auch Friedrich verguckte sich vom ersten Moment an in die hübsche, lebhafte Kleine. Zunächst verhalten, aber eindeutig, folgte die Annäherung. Am nächsten Morgen saßen die Beiden im selben Zug und wollten an Abschied nicht denken. ...   ...mehr

Nach Sternen fischen

Den zweiten Gourmet-Stern im Blick hat Holger Lutz, Küchenchef des Endtenfang in Celle: ... Genau acht Minuten ist die Seezunge vorgegart worden, die jetzt in der Nussbutter abschließend geschwenkt wird und ihre Röstaromen erhält. Fisch und Fleisch – die Zubereitung ist im Endtenfang Chefsache. Fleisch in der gusseisernen Pfanne, Fisch in der beschichteten Pfanne. Da ist Holger Lutz sehr eigen und achtet darauf, dass Material und Produkt erstklassig sind. „Die Fischpfanne ist heilig“, wer die Beschichtung beschädigt, bekommt mit ihm Ärger. ...   ...mehr

Celler im Verdacht

Heiratsschwindel, Datenklau, sexueller Missbrauch - das Darknet macht auch vor Celle nicht halt: ... Hinterher hat sich Erika* gefragt, wie sie nur so naiv sein konnte. Die 48-jährige Cellerin ist bei einer Datingplattform im Internet auf einen kriminellen Unbekannten hereingefallen. Einen angeblichen britischen General, der die unglücklich verheiratete Frau kontaktierte, ihr Gefühle vortäuschte und ihr am Ende nicht nur die Hoffnung auf die große Liebe nahm. „Für einen angeblichen Rückflug aus Afghanistan und eine vermeintliche Gefängniskaution habe ich ihm etwa 5000 Euro überwiesen“, sagt Schmidt. Das Geld ist weg. Das einsame Herz ist geblieben. ...   ...mehr

Depression ums Schwarze Gold

Geothermie und Fracking sind politisch umstritten, die Erdölbranche ist davon massiv betroffen: ... Der Gewerkschafter weiß, wovon er spricht. Die Betriebsräte der großen Celler Unternehmen haben im Juni alle 630 Bundestagsabgeordneten angeschrieben und auf das langsame Sterben der Erdölbranche hingewiesen. Die Reaktionen waren verhalten bis desinteressiert. Die Antwort des Linken-Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel, Obmann seiner Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, ist für Theilmann exemplarisch für den unbedarften Umgang mit den Problemen der Celler Erdölbranche. ...   ...mehr

Cover-Girl

Die Kamera liebt sie, doch ein professionelles Model will sie nicht werden: ... Sie ist stark. Und sie ist hübsch. Mit nur 20 Jahren befindet sich Charlene Lühmann noch in ihrer Findungsphase. Ein fester Bestandteil davon sind die Foto-Sessions mit dem Fotografen Marcus Jacobs. Dabei entstand das Titelfoto unseres Magazins. ...   ...mehr

Mord von helfender Hand

Der Celler Autor Andreas Babel deckt Kindermorde in der NS-Zeit auf: ... Dem Griff der Schwester und dem Mordinstrument der Ärztin war nicht zu entkommen. Das Zurückziehen der Nadel und die Lösung der Umklammerung werden zunächst Erleichterung gewesen sein. Die Frauen in Weiß gingen. Harro blieb allein zurück. Ein langsames, qualvolles Sterben begann, niemand sah mehr nach ihm. Ohne Vater und Mutter, ohne eine Hand, die Beistand bot, musste der kleine, erst 14 Monate alte Junge warten, bis nach zwei Tagen die einsetzende Lungenentzündung sein Herz stillstehen ließ. ...   ...mehr

Bekenntnis zum Bekenner

Im Ersten Weltkrieg wurde das Original eingeschmolzen. Der neue Herzog Ernst wurde zum Stadtjubiläum 1992 aufgestellt: ... Waldemar Otto kann sich noch an Celle erinnern. Denn vor der Stadtkirche steht sein Denkmal von „Ernst dem Bekenner“. „Ich weiß allerdings überhaupt nicht mehr, ob es ein Wettbewerb war oder eine Auftragsarbeit“, sagt der heute 86-jährige Bildhauer. Er lebt im Künstlerdorf Worpswede bei Hamburg, hat seine Arbeit, die im Jahr 1992 entstand, nicht mehr präsent. ...   ...mehr

Tretet ein in meine Welt

Für ihr Verständnis von Kunst war sie schon immer bereit neue Wege zu beschreiten: ... Bereits in den 70ern, als sie noch mit Rolf Halbach zusammen war, schlug Ute Halbach-Meinecke einen künstlerisch anderen Weg ein als ihr Mann. „Wir verkauften eher Bilder von der Stange. Kunst sollte individueller sein.“ 1978 stellt Ute Halbach deswegen den Hamburger Künstler Wolfgang Fratzscher aus: Phallussymbole statt röhrender Hirsche. Gewagte erotische Werke, „die in Celle ganz gut ankamen.“ Es war der Beginn einer Ausstellungsreihe von Künstlern, die sie immer wieder mit ihren Werken in ihre Celler Galerie holte. „Nur so kann man einen Künstler aufbauen.“ ...   ...mehr

Möbel sind Frauensache

Eine starke Frau mit großer Verantwortung: Renate Sigwart hat das Möbelhaus Wallach seit Ende der 80er Jahre geprägt. Ausgestattet mit dem Vertrauen der Familie Preuhs, ging es beruflich immer nur nach vorne. Jetzt hat sie die meisten ihrer Ziele erreicht – und träumt von Australien.   ...mehr

Kein Plan, ein Gefühl

Schmugglerin, Krankenschwester, Malermeisterin. Marionne Mebius hat viel erlebt: ... Der Unterschied zwischen Männern und Frauen im Malerhandwerk? „Der liegt in der Feinheit. Frauen sind penibler. So finden sie zwischen den Männern ihren Platz. Männer scheuen sich, wenn es knifflig wird. Dafür sind sie schneller und zielstrebiger, weil sie sich nicht so leicht ablenken lassen oder sich in etwas verlieren. Als Frau musst du flinker werden und anpacken – kein Zögern und keine Zimperlichkeit, dann kannst du in diesem Beruf wunderbar arbeiten.“ ...   ...mehr

Fest im Sattel

Sie war eine der erfolgreichsten deutschen Dressurreiterinnen. Jetzt bildet Heike Kemmer auf ihrem Hof in Walle Pferde und Reiter aus. Ihren Studienwunsch Tiermedizin hat sie nicht verwirklicht. Dafür machte sie ihr Hobby zum Beruf. Sie sagt: „Die Pferde haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin“.   ...mehr

Daheim im Hotel

Das Hotelgeschäft ist in ihren Genen verankert, sie ist damit groß geworden: ... Es ist eine Mischung aus Natürlichkeit, Fürsorge und sachlichem Geschäftssinn, der von Susanne Ostler ausgeht, die eine schlichte helle Bluse, dezenten Schmuck und eine praktische Kurzhaarfrisur trägt, nach der Devise „Hauptsache bequem“. Sie wartet nicht lange auf Fragen, sondern erzählt vom Umbau einiger Räume, vom Fahrstuhl, der gerade als defekt gemeldet wurde, vom Umgang mit Handwerkern. In einem so großen Haus gibt es ständig geplante oder plötzlich notwendige Handwerkerarbeiten – oder andere unvorhersehbare Aktionen. Natürlich ist das alles auch Stress. Aber es werde eben nie langweilig, lacht Susanne Ostler: Bücher könnte sie schreiben über das Leben im Hotel. ...   ...mehr

Das ungeliebte Jubiläumsjahr

Es bleibt noch etwas Zeit bis 2017. Das Jahr der sechs großen Jubiläen. Ein Jahr, in dem die Stadt Celle Akzente setzen könnte. Für ihre Bürger, für ihre Gäste, für ihre Wirtschaft und vielleicht gar für sich selbst. ...   ...mehr

Fingerzeig des Himmels

In Eschede gibt es die erste Demenz-Wohngemeinschaft der Region. Für Betroffene und Angehörige ein Segen: ... Als die Kanne frisch gebrühten Kaffees herumgeht, hält Astrid H. mit zitternden Fingern ihre Tasse hoch. Von einer schwappsicheren drei Viertel vollen Füllung will sie nichts wissen. „Das machen Sie mal schön ganz voll“, fordert sie bestimmt und weist den angebotenen Zucker empört zurück. Ihr Mann kommt jeden Tag für ein paar Stunden, um nach ihr zu sehen und sich zu vergewissern, dass es Astrid gut geht. Noch erkennt sie ihn, „aber so richtig zu vermissen scheint sie mich nicht“, sagt er – und man kann sehen, dass ihn das verletzt. „Wir sind 63 Jahre verheiratet. Sie war das Zentrum der Familie, hat sich aufopfernd um uns gekümmert. Jetzt scheint sie sich kaum daran zu erinnern, einen Sohn und Enkelkinder zu haben.“ ...   ...mehr

Mauerblümchen der Stadtgeschichte

Einst Feste gegen Feinde fristet die Celler Stadtmauer heute ein kärgliches Dasein: ... Fast müssten die Steine gewöhnt sein an stiefmütterliche Behandlung und ein wenig dankbar, dass sie überhaupt noch existieren. Die Stadtmauer wurde ihrer Aufgabe, die Bürger der Stadt zu schützen, zwar durchaus gerecht, doch sie war nicht davor gefeit, dem Abbruch preisgegeben zu werden. ...   ...mehr

„Tsellis“ - die ignorierte Stadt

Jahrelang haben Archäologen in den Resten der mittelalterlichen Stadt „Tsellis“ bei Altencelle gelesen wie in einem Buch. Jetzt müssen sie es zuklappen, obwohl sie erst einen Bruchteil der Geschichte kennen. Wird das letzte Kapitel der „Tsellis“-Saga bereits geschrieben? Das wäre Irrsinn, denn nicht nur die Wissenschaftswelt schaut auf diese Stadt. ...   ...mehr

Fachwerkcharme und Retrochic

Celler Boutiquenbesitzerinnen schlüpfen in ihre eigene Kollektion: ... So wie sich bei aller Vielfalt „Retro“ als roter Faden durch alle Teile des winterlichen Outfits zieht, so steht er für die Farben buchstäblich Pate. Rottöne herrschen vor – von Signalrot bis Bordeaux haben sich alle Schattierungen auf Wolle, Kaschmir und Viskose breitgemacht. Den signalroten, weit geschnittenen Mantel streift die Boutiquenbesitzerin nur ungern von der Puppe, weil sie meint, darin zu versinken, aber für CellaVie macht sie einen Spaziergang durch die Stadt und zieht alle Blicke auf sich ...   ...mehr

Kindertraum aus Meißendorf

Nina Berg schlüpft gerne in zwei gegensätzliche Rollen - Fußballerin und Prinzessin: ... Die kleinen Mädchen aus Meißendorf träumen währenddessen von einer Karriere der ganz anderen Art. Königin wollen sie werden. Einmal die Krone zu tragen, den samtenen Umhang auf den Schultern zu spüren und das Dorf bei Veranstaltungen in ganz Niedersachsen zu repräsentieren, das wäre das Größte. ...   ...mehr

CELLAVIE KAUFEN »
VIDEOS »
THEMENWELT »
AKTUELLES »

Berlin setzt Türkei Stoppsignal

Berlin (dpa) - Unbeeindruckt von Protesten der Türkei demonstriert die Bundesregierung Einigkeit in…   ...mehr

Tote und Verletzte nach Gebeten in Jerusalem

Jerusalem (dpa) - Bei Unruhen auf dem Tempelberg in Jerusalem nach den Freitagsgebeten sind nach palästinensischen…   ...mehr

William und Kate bringen Glamour nach Hamburg

Hamburg (dpa) - Royaler Glamour in Hamburg: Beim letzten Tag ihres Deutschland-Besuchs haben Prinz William…   ...mehr

Maaßen besorgt über türkische Spionage in Deutschland

Berlin (dpa) - Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat sich besorgt über zunehmende Aktivitäten…   ...mehr

Schulz und SPD verharren im Umfrage-Tief

Berlin (dpa) - Auch sein «Zukunftsplan» hilft SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nicht aus dem anhaltenden…   ...mehr

Handball-Legende Kempa im Alter von 96 Jahren gestorben

Bad Boll (dpa) - In einem Alter, in dem sich andere längst aufs sportliche Altenteil zurückgezogen…   ...mehr

Justizstreit in Polen spitzt sich zu

Warschau (dpa) - Die Unabhängigkeit der Justiz liegt für viele Polen wortwörtlich in der Hand ihres…   ...mehr

Severin Freund fällt für den Olympia-Winter aus

München (dpa) - Skispringer Severin Freund fällt nach einem erneuten Kreuzbandriss im rechten Knie…   ...mehr

British Open: Golfstar Kaymer zittert um Cut

Southport (dpa) - Deutschlands Golfstar Martin Kaymer muss bei der 146. British Open um die Qualifikation…   ...mehr

Kirchen verlieren wieder gut halbe Million Mitglieder

Hannover/Bonn (dpa) - Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland haben 2016 im Vergleich…   ...mehr
VIDEOS »
Datenschutz Kontakt AGB Impressum © Cellesche Zeitung Schweiger & Pick Verlag Pfingsten GmbH & Co. KG