Flughafenstreik: Fraport erneuert Gesprächsangebot
Frankfurt/Main (dpa) - Am fünften Tag des Frankfurter Flughafenstreiks hat sich der Betreiber Fraport gesprächsbereit und gut gerüstet zugleich gezeigt. Man werde mit den seit zwei Jahren geschulten Ersatzmannschaften an die 90 Prozent des Flugverkehrs sicherstellen können.
Das erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte am Mittwoch in Frankfurt. Das Gesprächsangebot an die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) erneuerte das Unternehmen am Mittwoch schriftlich. Beide Seiten sollten ohne Vorbedingungen und Festlegungen in die Gespräche gehen, sagte der Fraport-Chef. Zunächst müsse nur der Streik beendet werden. Von der GdF gab es zunächst keine Reaktion.
Die täglichen Umsatzverluste betrügen wegen der immer besser werdenden Performance der Ersatzmannschaften nur noch einige 100 000 Euro für die Fraport, sagte Schulte. Vom Hauptkunden Lufthansa wie auch von den anderen Airlines erfahre man viel Rückendeckung. Das Unternehmen hatte in Interviews von Verlusten im zweistelligen Millionenbereich gesprochen, der Fraport aber den Rücken gestärkt.
Fraport hat sich laut Schulte bereits seit zwei Jahren auf einen Streik der Vorfeldmitarbeiter vorbereitet. Die Ersatzleute für die Lotsen seien im Simulator ausgebildet worden. Bei der Sicherheit würden niemals Abstriche gemacht «Safety first. Wir werden die Sicherheit nie opfern», erklärte der Manager in Reaktion auf Vorwürfe der streikenden Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF).
Schulte stellte erneut dar, dass die Forderungen für die Vorfeldkontrolleure weitgehend erfüllt werden sollten. Er bestätigte zudem, dass bereits eine eigene Gesellschaft für die Vorfeldkontrolle gegründet worden ist. Die Forderungen der GdF für die Einweiser wie auch die Verkehrsplaner stünden aber in keinem Verhältnis zu anderen Tätigkeiten am Flughafen.