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Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung in Eschede

Nach der Schlägerei am Sonntagfrüh beim Schützenfest in Eschede geht die Polizei nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. So hätten sich die beiden Opfer, zwei Asylbewerber aus dem Sudan, gegenüber den Beamten geäußert, sagte am Dienstag Polizeisprecher Thorsten Wallheinke in Celle. Er betonte, dass nach wie vor in alle Richtungen weiter ermittelt werde.

ESCHEDE. Die beiden Männer im Alter von 29 und 34 Jahren hatten den Festplatz besucht, als es in der Nähe des Autoscooters zu Beleidigungen kam. Nachdem sich die Situation zunächst entspannt hatte, spitzte sie sich erneut zu und es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf die beiden Sudanesen geschubst und geschlagen wurden. An dem Konflikt waren nach Polizeiangaben vier Männer im Alter von 16 bis 39 Jahren aus dem Bereich Eschede/Höfer beteiligt. Sie waren alkoholisiert, während die beiden Asylbewerber keinen Alkohol getrunken hatten.

Als die Polizei mit mehreren Streifenwagen am Festplatz in Eschede eintraf, nachdem sie zu der Schlägerei gerufen worden war, war die Auseinandersetzung bereits beendet. Die beiden Sudanesen wurden nach Wallheinkes Angaben leicht verletzt, einer erlitt eine Jochbeinprellung, dem anderen war zudem das Hemd zerrissen worden. Vor Ort waren außer den beiden Opfern nur noch Zeugen. Sie benannten die vier Männer aus Eschede und Höfer.

Die Polizei bildete am Sonntag eine Ermittlungsgruppe, um einem möglichen fremdenfeindlichen Hintergrund der Auseinandersetzung nachzugehen. Dafür gab es nach Wallheinkes Aussage aber keinen Anhaltspunkt. Mit den vier Deutschen wurden im Laufe des Sonntags sogenannte Gefährderansprachen geführt. Dabei wurden sie darauf hingewiesen, es nicht erneut zum Streit kommen zu lassen. Gegen sie wird nach Angaben des Polizeisprechers wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Vernehmungen würden in Kürze erfolgen. Auch stehe noch die Vernehmung eines als wichtig erachteten Zeugen aus. Der sei bislang unter seiner angegebenen Adresse nicht erreichbar gewesen.

Joachim Gries Autor: Joachim Gries, am 10.06.2014 um 18:02 Uhr
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