Friedel Renner zeigt „sein“ Hermannsburg

Eine Weltkugel aus schwarzem Marmor weist vor dem Ludwig-Harms-Haus am Auteriver Platz auf die weltumspannende Tätigkeit der Hermannsburger Mission hin. Foto: Udo Genth

Die Orte im Celler Land aus einem anderen Blickwinkel erleben: Dafür ist die CZ mit Urgesteinen unterwegs, die dort schon ihr Leben lang wohnen. Heute berichtet Friedel Renner über sein Hermannsburg.

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HERMANNSBURG. Friedrich Renner wohnt am Ende der Hermannsburger Straße Heidberg und damit auf dieser Erhebung. „Immerhin sieben Meter“ betrage der Höhenunterschied zum Anfang der Straße, sagt Renner, der seit jeher nur „Friedel“ genannt wird. Er wurde 1938 in diesem Haus geboren, lernte das Imkerhandwerk und hat schließlich als Maurer gearbeitet. An so manchem Hermannsburger Gebäude hat er mitgewirkt.

Renner kennt noch viele Gebäude aus früherer Zeit, die längst verschwunden sind. So beispielsweise das Armenhaus, das nicht weit von seinem Wohn- und Geburtshaus liegt und durch ein modernes Haus ersetzt wurde. Der Ur-Hermannsburger kann ebenso von der Mühle berichten, die im Windmühlenweg gestanden hat. Das Gebäude ist noch vorhanden und wird nach umfassender Renovierung nun als Wohnhaus genutzt, der eiserne Mühlenaufbau dagegen verschwand in den 1950er Jahren.

Etwas weiter zur Hermannsburger Ortsmitte gelegen war die „Praeceptor-Schule“, die Friedel Renner in der dritten Klasse besucht hat. In dem ansehnlichen Fachwerkgebäude ist jetzt ein Fachgeschäft für Kinderkleidung. Einen moderneren Baustil verkörpert dagegen die Hermann-Billung-Schule am Lutterweg. Hier ist Renner später ebenfalls Schüler gewesen. Gemeinsam mit Klassenkameraden hat er noch beim Dachdecken eines Anbaus mitgeholfen, wie er sich erinnert. Nicht weit davon entfernt, in der Missionsstraße, steht das Christian-Gymnasium. Das Gebäude mit dem charakteristischen Türmchen hat mehrere Wandlungen und Anbauten erlebt, aber unverändert ist das Motto über dem ehemaligen Haupteingang zu lesen. „Bete und arbeite“ steht da in großen Lettern geschrieben.

Friedel Renner ist seit langer Zeit Mitglied des Förderkreises Heimatmuseum. Er hat mitgeholfen, regionaltypische Treppenspeicher auf dem Außengelände des Museums an der Harmsstraße aufzubauen. Gleich gegenüber steht das vor ein paar Tagen eingeweihte Häuslingshaus. Es wurde aus dem Hermannsburger Ortsteil Baven in Einzelteilen an den Auteriver Platz gebracht und von Mitgliedern des Förderkreises aufgebaut.

Es ist ein sehr sehenswertes Gebäude im Heide-Stil. Gleiches gilt für das Ludwig-Harms-Haus schräg gegenüber. Eine Weltkugel aus schwarzem Marmor davor soll die weltumspannende Mission, die das Haus betreibt, symbolisieren. Drei weitere markante Gebäude aus unterschiedlichen Epochen sind gleichfalls sehenswert. Das sind die Luttermühle neben der Waldstraße am nordöstlichen Ortsausgang, die Peter-Paul-Kirche in der Billingstraße sowie das im Ortskern gelegene Rathaus. Sein Vorplatz wurde im Zusammenhang mit umfangreichen Straßensanierungen vor gut einem Jahr neu gestaltet und bietet nun einen stilvollen Anblick. Udo Genth

Udo Genth Autor: Udo Genth, am 02.07.2014 um 12:02 Uhr
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