Gerber kommt zurück nach Celle

Foto: Johannes Hauser

Der Kreis schließt sich für Fabian Gerber. Der ehemalige Bundesliga-Profi begann in der Jugend des TuS Celle FC mit dem Fußballspielen. Nun führt ihn sein erster Trainerjob zurück: Mit Regionalligist BSV Rehden spielt der 36-Jährige am Samstag eine Testpartie in Celle.

CELLE. Er trug von der F- bis zur A-Jugend das blaugelbe Trikot des TuS Celle FC, bevor er als Profifußballer in der Bundesliga Karriere machte. Jetzt kehrt Fabian Gerber zu seinen Wurzeln zurück: Als neuer Trainer des Regionalligisten BSV Schwarz-Weiß Rehden bestreitet der 36-Jährige am Samstag ein Testspiel gegen seinen alten Klub. Anpfiff ist um 14 Uhr im Günther-Volker-Stadion (wetterbedingter Ausweichplatz ist das Walter-Bismark-Stadion an der Nienburger Straße). „Für mich schließt sich ein Kreis. Es ist mein erstes Spiel als Trainer – und dann gleich in der alten Heimat. Ein witziger Zufall“, freut sich Gerber.

Bei dem Viertligisten aus der Nähe von Diepholz (übrigens auch das Ex-Team des neuen TuS-Geschäftsführers Sandy Peter Röhrbein) hat Gerber seinen Vater Franz (62) zum Jahreswechsel auf dem Trainerstuhl beerbt. Der frühere Profi von Bayern München, FC St. Pauli und Hannover 96 hat auch eine bewegte Celler Vergangenheit. Unter ihm als Manager und Trainer hatte der TuS FC seine sportlich erfolgreichste Zeit, die den Klub Ende der 90er Jahre zeitweilig sogar an die Pforte zur 2. Bundesliga anklopfen ließ.

Sohn Fabian trat als Stürmer in die Fußstapfen des Vaters: Aufgewachsen in Nienhagen, führte ihn sein Weg ebenfalls über Hannover 96 und St. Pauli zum SC Freiburg und später zu Mainz 05, wo er unter Trainer Jürgen Klopp 2004 in die Bundesliga aufstieg. 16 Jahre lang verdiente er als Profi sein Geld.

Das Celler Stadion, heiße Duelle gegen Nachbar Eintracht, Mitspieler wie Marco Kirsch oder Daniel Schmidt – wenn Gerber junior an seine fußballerischen Anfänge denkt, „habe ich noch viele Bilder vor Augen“.

Vor zweieinhalb Jahren beendete der geborene Münchener seine aktive Karriere beim FC Ingolstadt. „Seitdem habe ich meine A-Trainerlizenz gemacht und bei einigen Klubs hospitiert“, berichtet er. Auch da halfen die alten Kontakte: Der Angreifer, der in 93 Erstligaspielen acht Tore erzielte, schaute seinem früheren Coach Klopp bei Borussia Dortmund über die Schulter und schaute sich einiges bei Thomas Tuchel in Mainz sowie bei Christian Streich beim SC Freiburg ab. „Da habe ich jede Menge mitgenommen. Von diesen Topleuten zu lernen – das prägt.“ Stationen bei den Grasshoppers Zürich und Rapid Wien sowie im Nachwuchsleistungszentrum der TSG Hoffenheim folgten.

Jetzt will Gerber seinen eigenen Stil prägen. „Viel Einfluss konnte ich in Rehden natürlich in der Kürze der Zeit noch nicht nehmen. In Celle ist ja auch einiges in Bewegung geraten – das wird ein interessanter Vergleich.“

Beim TuS Celle FC selbst konnte Geschäftsführer Röhrbein gestern noch immer keinen Vollzug bei den geplanten und dringend notwendigen Wintertransfers vermelden. „Die finale Unterschrift fehlt hier und da noch“, sagte der 33-Jährige, war aber zuversichtlich, dass im Test gegen Rehden bereits neue Gesichter auflaufen werden.

MTV Eintracht Celle vor Härtetest gegen Arminia: „Wir wollen mal schauen, wie in der Oberliga Fußball gespielt wird“, sagt MTV-Eintracht-Trainer Hilger Wirtz vor dem Testspiel am Sonntag (14 Uhr, Walter-Bismark-Stadion) gegen Arminia Hannover. Für den Celler Landesliga-Aufsteiger wird es ein Härtetest. „Das Tempo wird deutlich höher sein als in unserer Liga“, meint Wirtz. Für ihn gibt es gegen die „Blauen“ ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Der 51-Jährige war von 2001 bis 2006 selbst Trainer der Arminen.

Heiko Hartung Autor: Heiko Hartung, am 15.01.2016 um 19:22 Uhr
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