In Nienhagen soll "richtiger" Dorfplatz entstehen

Die beiden freien Grundstücke am Herzogin-Agnes-Platz sollenin den kommenden Jahren bebaut werden. Foto: Benjamin Westhoff

In der Gemeinde Nienhagen soll es in wenigen Jahren einen "richtigen" Dorfplatz geben. Der Gemeinderat entschied am Dienstag, wer die zwei freien Grundstücke bebauen soll. Neben barrierefreien Wohnungen sind eine Zimmervermietung und ein Café geplant.

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NIENHAGEN. Seit Jahren ist am Dorfplatz in Nienhagen nicht mehr gebaut worden. Das könnte sich jetzt zügig ändern. Einstimmig hat der Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen, wer den Zuschlag für die Grundstücke „Herzogin-Agnes-Platz 5 und 6“ bekommt.

Das längliche Grundstück hinter der Apotheke kann der Nienhäger Jürgen Winter, Geschäftsführer der Firma Ambiente Immobilien GmbH, bebauen. Er plant einen Komplex mit 12 bis 14 Wohnungen. Es handelt sich um barrierefreie Eigentumswohnungen.

Den Lückenschluss zum Seniorenheim kann der Gastronom Sabri Acar verwirklichen, sagte Bürgermeister Jörg Makel. Der Inhaber der Pizzeria „Bei Aldo“ am Dorfplatz bekam den Zuschlag für das Grundstück „Herzogin-Agnes-Platz 5“. Er will dort laut Makel Wohnungen, eine Zimmervermietung und ein Café verwirklichen. Sollte er von seinen Plänen doch Abstand nehmen, wird auch dieses Grundstück Jürgen Winter angeboten.

Für die beiden Grundstücke hatte es vier Interessenten gegeben. Vor der Sitzung des Gemeinderates waren alle vier Konzepte im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss vorgestellt worden. Mit der Ratsentscheidung ist klar, dass die Firma Wittenberg Projektbau aus Eicklingen nicht zum Zuge kommt. Das Unternehmen hatte von einer Kaufoption keinen Gebrauch gemacht. Daraufhin waren die beiden Grundstücke für andere Investoren wieder interessant geworden.

Der Gemeinderat beschloss zudem eine Bauverpflichtung. Auf Antrag des Grünen Thomas Müller wurde die Verpflichtung auf zwei Jahre begrenzt. Das bedeutet: Die beiden Investoren müssen innerhalb von zwei Jahren mit dem Bau beginnen.

Ein Scharmützel gab es in der Sitzung zum Verkaufspreis. Den beiden Investoren werden die Grundstücke zum Preis von 125 Euro pro Quadratmeter angeboten. Zuvor war die Rede davon gewesen, dass das Bauland für einen Preis von 105 Euro pro Quadratmeter veräußert werden soll.

Die UWG reklamierte für sich, für die gemeindlichen Mehreinnahmen von 40.000 Euro verantwortlich zu sein. „Das entstand auf unseren Antrag hin“, sagte Alexander Hass. Vertreter von CDU und SPD wiesen diese Darstellung zurück. „Der Preis ist ein gemeinsames Ergebnis“, sagte Georg Schäfer (SPD).

Die Konzepte von Acar und Winter würden gut zusammenpassen, erklärte Bürgermeister Makel. „Ich bin zufrieden. Der Preis ist auch in Ordnung. Wenn die Pläne realisiert sind, haben wir einen richtigen Dorfplatz“, sagte er nach der Sitzung.

Simon Ziegler Autor: Simon Ziegler, am 20.01.2016 um 17:55 Uhr
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