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MTV Eintracht Celle gewinnt auch zweites Stadtderby (mit Video)

Foto: Alex Sorokin

Der Sieger des Stadtderbys in der Fußball-Landesliga heißt MTV Eintracht Celle. Gegen den kämpferisch auftretenden TuS Celle FC gewann der Aufsteiger auf eigenem Platz verdient mit 3:1 und setzte sich vorerst an die Tabellenspitze.

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CELLE. „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“, schallte es nach dem Abpfiff aus der Spielertraube des MTV Eintracht Celle. Auch das zweite Stadtderby in dieser Landesligasaison ging an den Aufsteiger. Vor etwa 1500 Zuschauern auf der Eintracht-Anlage an der Nienburger Straße unterstrich der Emporkömmling beim 3:1 (0:0)-Sieg gegen den Nachbarn TuS Celle FC erneut seinen Status als sportliche Nummer eins der Herzogstadt. „Ein überragendes Gefühl“, freute sich MTVE-Coach Hilger Wirtz, der in der vergangenen Saison noch den Nachbarn TuS trainiert hatte. Weil FC Hagen-Uthlede am Sonntag patzte, übernahm Eintracht sogar vorerst die Tabellenführung.

Der TuS FC kassierte die erste Niederlage im dritten Spiel unter seinem neuen Trainer Karsten Hutwelker. Der 44-Jährige war besonders mit der zweiten Halbzeit seiner Mannschaft unzufrieden. „Nach der Pause waren wir nicht handlungsschnell genug und haben erschreckend viele individuelle Fehler gemacht. Das darf einem gerade in einem Derby nicht passieren“, so Hutwelker.

Von den sieben Winter-Neuzugängen des TuS FC liefen nur Innenverteidiger Lucian Avram, Stürmer Hans-Martin Schneider und Mittelfeldspieler Jerrymie Bahtiri auf. „Frederick Dea, Valentin Dicu und Valentin Mattei haben so kurzfristig so keine Spielgenehmigung erhalten“, erklärte der Vorsitzende Wolfgang Lidle. Trotzdem begann der Tabellenvierzehnte schwungvoll. Allerdings schaffte es der TuS nicht, sich zwingende Chancen zu erspielen – ein Manko, das sich durch die gesamte Partie zog.

„Wir waren anfangs zu nervös. Vor so einer großen Kulisse spielt man nicht jeden Tag. Aber dann hat man deutlich unsere Qualität gesehen“, erklärte Wirtz. In der Tat: Nach zehn Minuten übernahmen die Hausherren das Kommando und spielten ansehnlich über die Flügel. Eine dieser Flanken köpfte Engin Cavildak an die Latte (19.) – da hatte Eike Mach im TuS-Tor Glück. Eintracht-Stürmer Henry Struwe nach einem Konter (32.) und erneut Erneut Cavildak (38.) vergaben weitere Chancen zur Führung für die Gastgeber.

Die Zuschauer rund um den Eintracht-Platz, die das Geschehen auf dem tiefen Rasen aufgrund des großen Andrangs teilweise nur in vierter Reihe verfolgen konnten, sahen nach dem Wechsel eine immer sicherer werdende Eintracht-Elf. Klug angeführt von Kapitän Björn Lohmann und dem jungen Hilger von Elmendorff wurden die Angriffe zwingender, während der nicht eingespielten TuS-Abwehr immer mehr die Puste ausging. Nur kurz nach dem Wiederanpfiff hätte Tim Struwe die Führung machen müssen, vergab aber aus vier Metern. Zehn Minuten später war es aber so weit. TuS schaffte es nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu bugsieren. Das Leder fiel vor von Elmendorffs Füße und der versenkte flach aus 22 Metern zum 1:0 (58.).

Doch der TuS FC gab nicht auf und kam durch Sören Radeke zum etwas überraschenden Ausgleich (80.). Da durften auch die TuS-Ultras jubeln, die vor der Partie Teile der Kunststoffrückwand aus ihrem Stadion geschraubt, Bengalos und Rauchbomben gezündet hatten und nun auf ihren kostenlosen Logenplätzen („Kein Geld für Eintracht“ war auf einem Banner zu lesen) zumindest einen Punktgewinn für ihr Team witterten.

Aber der Wiederanstoß war kaum ausgeführt, da lag Eintracht wieder vorn: Der eingewechselte Kirill Weber, vor der Saison vom TuS zur Eintracht gekommen, drückte eine Eingabe von Tim Struwe über die Linie (81.). „Ich wünsche dem TuS alles Gute im Abstiegskampf, aber heute waren wir besser“, so Weber, der zuletzt bei Eintracht nicht mehr richtig zum Zuge gekommen war, zum TuS zurückwechseln wollte, aber keine Freigabe erhalten hatte. Henry Struwe, perfekt bedient von seinem Bruder Tim, sorgte nach einem Konter per Kopf für die endgültige Entscheidung (86.).

„Natürlich ist eine Derby-Niederlage bitter. Aber unser langfristiges Ziel ist der Klassenerhalt. Dafür werden wir alles tun“, blickte TuS-Verteidiger Marvin Feldmann nach vorn, während die Eintrachtler ausgelassen über den Rasen tanzten.

Christoph Zimmer Autor: Christoph Zimmer, am 09.02.2016 um 09:50 Uhr
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