Partnersuche und Nestbau

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen tatsächlich endlich aus, und in Garten und Flur herrscht eifriges Treiben.

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WATHLINGEN. Nicht nur die Flora erwacht: Schon frühmorgens zwitschert und tiriliert es – hin und wieder zum Ärger von Langschläfern – denn die heimische Vogelwelt ist auf Brautschau. Auch auf dem Areal der Naturkontaktstation der Samtgemeinde Wathlingen sind die meisten Nistkästen schon belegt. In manche kann mal sogar heimlich hineinschauen. „Unsere Piepschau“ nennt Projektleiterin Monika Gehrke die mit Stoff verhangenen Fenster, durch die man aus der Hütte in die Vogel-Kinderstuben gucken darf.

Seit dem 20. April ist die Winterpause der Anlage offiziell vorbei und schon haben zwei Veranstaltungen dort stattgefunden, die sich um die gefiederten Freunde drehten. „Im Frühling haben die Vögel Hochsaison – es geht um Revierabgrenzung, Partnersuche und Nestbau, und da sie so beschäftigt sind, und außerdem hörbar, machen sie auch uns Menschen auf sich aufmerksam und lassen sich gut beobachten“, so Monika Gehrke. Mit großem Eifer haben Erwachsene und Kinder auch neue Nistkästen für den Garten zu Hause gebaut. „Die werden wohl heuer nicht mehr zum Einsatz kommen, aber man kann sie bauen, außen wetterfest streichen und anbringen, sodass sie ihren Farb- und Werkduft verlieren und gern in der nächsten Saison bezogen werden.“

Auf dem Gelände der Naturkontaktstation gibt es viele Stellen, die dem Thema heimische Vögel gewidmet sind – nicht nur die unterschiedlichen Nistkästen oder –hilfen für Meisen, Kleiber, Rotschwänzchen und Sperlinge oder Bachstelzen, Grauschnapper und Schwalben. Am Rande sind, langgestreckten kleinen Bollwerken gleich, Totholzhaufen gebündelt. „Die Dichte des Geästs muss stimmen und gut sind auch ein paar dornige Zweige dazwischen, dann bauen dort bodennahe Brüter wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Zaunkönig ihre Nester.“ Das durch senkrechte Pfosten zusammengehaltene Gestrüpp muss allerdings rund einen Meter Durchmesser und optimal bis zu eineinhalb Meter Höhe haben. So ein gezielt platzierter Totholzhaufen ist nicht nur eine Möglichkeit, abgeschnittenes Astwerk sinnvoll zu verbauen, sondern bietet auch zahlreichen anderen Tieren Unterschlupf und Schutz, etwa Igeln oder Kröten.

Die Naturkontaktstation hat sich den „Spaß an der Begegnung mit und in der Natur“ aufs Banner geschrieben. Sie versteht sich als Umweltbildungs- und Naturerlebniszentrum, das heißt, man findet dort vieles, was das Verständnis für die umgebende Natur fördert und Zusammenhänge und Abläufe deutlich macht. Dazu gibt es jede Menge Informationen, entweder aus erster Hand durch Führungen und Vorträge oder über Infomaterial zum Nachlesen. „Wir wollen Natur erlebbar machen – mit allen Sinnen –
und gleichzeitig Neugier für „Das-da-Draußen“ wecken. Nur mit offenen Augen kann man die Schönheit und den Wert der uns umgebenden Natur in ihrer Vielfalt, direkt vor der Haustür, erkennen, schätzen und
bewahren lernen“, erklärt Monika Gehrke.

Doris Hennies Autor: Doris Hennies, am 25.05.2016 um 09:14 Uhr
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