"Dem Radverkehr in der Stadt Celle gehört die Zukunft“

Johannes Koppers nutzte den Aktionstag, um sein Fahrrad registrieren zu lassen. Polizeioberkommissarin Eike Thiel hat ihn in die Kartei aufgenommen und erläuterte im Anschluss anhand eines überdimensionierten Schlosses, wie man sein Fahrrad vor Diebstahl schützt. Foto: Alex Sorokin

„Was Sie da für schicke Frauen auf Fahrrädern sehen – sogar bei Regen und mit Helm“, schwärmt Claus Stahl vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Noch ist der Fahrrad-Aktionstag am Samstag nur von Erwachsenen bevölkert, der von Stahl betreute Parcours, auf dem die Kinder ihre Fertigkeiten auf zwei Rädern testen sollen, ist noch leer. Stahl hat Zeit, den Satz von Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende „Celle soll eine Fahrrad-Stadt werden“ mit einer Vision zu unterlegen.

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CELLE. Er berichtet von einer weltweiten Bewegung, die Menschen aufs Fahrrad zu bringen, und führt Kopenhagen als Muster-Beispiel an. Nicht nur die Helme sind dort flotter, sondern auch die Infrastruktur der dänischen Kapitale sorgt für einen ebensolchen Zweiradverkehr. Jörg Frohnert am Stand gegenüber könnte als „Fahrradbeauftragter“ der Stadt diese der Zukunftsversion ein Stück näherbringen, aber eine solche Umgestaltung braucht laut Claus Stahl viel Zeit. Und so verweist Frohnert zunächst einmal darauf, dass die Abstellsituation in der Innenstadt in diesem Jahr verbessert werde, und am Aktionstag steht das unerlässliche Zubehör von Sicherheit bis Diebstahlschutz im Mittelpunkt.

„Es ist eine Unsitte geworden, dass Fahrradfahrer die Fußwege auch da benutzen, wo sie es nicht dürfen“, pflichtet Verkehrssicherheitsberater Joachim Ehlers von der Polizei den zahlreichen "älteren Herrschaften" bei, die an seinem Stand Konfliktsituationen schildern, in denen sie sich als Fußgänger nicht mehr sicher fühlen“. Ehlers hat die schwierigste Aufgabe des Tages, seine Kollegen rund um Uwe Rustemeyer von der City-Wache haben es mit der Registrierung ungleich leichter. „Ein gutes Schloss, Registrierungsaufkleber und fixiert an etwas Unbeweglichem“, sind laut Rustemeyer die einzigen Möglichkeiten, Diebstahl vorzubeugen.

Siegfried Urbich aus Celle gehört nicht zu den 70 Neuregistrierten des Samstags. So grundsätzliche Maßnahmen sind für den leidenschaftlichen Radfahrer eine Selbstverständlichkeit. Er nutzt den Aktionstag für Detailfragen wie die zulässige Abweichung von der Pflicht hintereinanderzufahren. Die Nähe zur Natur sowie ökologische Gesichtspunkte sind die Hauptmotive für die bevorzugte Fortbewegungsart des Cellers, die „durch breitere und nicht von Autos zugeparkte Radwege sowie mehr Abstellplätze gefördert werden könnte“. Den Fahrrad-Aktionstag begrüßt er ausdrücklich. Und die laut Veranstalter gute Resonanz bestätigt die Prognose des „Experten“: „Dem Radverkehr in der Stadt gehört die Zukunft.“

Anke Schlicht Autor: Anke Schlicht, am 12.06.2016 um 18:06 Uhr
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