Sierps Celler Zaubershow ohne Witz und Magie

Mit dem Slogan „Witze, Wunder und Vampire“ wirbt Martin Sierp für sein Programm, das er als Mischung aus Comedy und Zauberei beschreibt und mit dem Titel „Zum Anbeißen“ versehen hat. Um den Hinweis „Chance, um Bühnenerfahrung zu sammeln“ sollte er die Plakatwerbung ergänzen.

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CELLE. Die sieben Zuschauer, die Sierp in seine Show am Sonntagabend einbindet, haben keine Möglichkeit zu entkommen. Alle spielen großartig mit, obwohl sie bis zu zehn Minuten auf der Bühne agieren müssen. Denn Sierp nimmt sich viel Zeit für die Vorbereitung seiner Zaubertricks. Die Spannung bei den 100 Gästen in der CD-Kaserne steigt entsprechend, wird jedoch enttäuscht, denn der magische Moment, in dem sich des Jacketts trotz Handschellen entledigt wird, ein eben verbrannter markierter Geldschein wieder zum Vorschein kommt, verpufft schnell und hält nicht, was die Sorgfalt des Aufbaus versprach.

Die Hand lässig in der Hosentasche des schicken Anzugs mit Krawatte gibt er sich jovial gegenüber seinen „Assistenten“, fordert immer wieder zum Applaus für sie auf, womöglich in der Hoffnung, die eigene Anspannung etwas lindern zu können. Dieser Effekt tritt erst nach der Pause ein, als er sich das Gewand des Fürsten der Finsternis mit Hasenzähnen übergestülpt hat.

Endlich eine Figur auf der Bühne, die die angekündigte Komik einlösen könnte, aber der Spaß verfliegt schnell, als Vampir-Sierp Fotos von „Opfern seiner Blutgier“ hochhält: „Amy Winehouse ist mir nicht gut bekommen, ich habe nicht auf den Namen geachtet“, kommentiert er das Foto des mit 27 Jahren verstorbenen Weltstars und geht zu Michael Jackson über. „So, Ihr habt jetzt die letzte Chance, Euch unter Eurem Niveau zu amüsieren“, wirft der Fürst der Finsternis seinen Zuschauern zu.

Gerne würde man aufs Niveau pfeifen und die Chance zum Amüsieren ergreifen, aber Martin Sierp liefert nicht den passenden Stoff. Seiner Zauberei fehlt die Magie, seiner Comedy der Witz. Zum titelgerechten „Anbeißen“ animiert das Programm nicht, eher zum vorzeitigen Verlassen, was wenige Zuschauer in der Pause auch taten. /p>

Anke Schlicht Autor: Anke Schlicht, am 10.01.2017 um 14:54 Uhr
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