Amtsgericht Celle: 150 Euro für Todesdrohung mit Faust und Messer

Viel Glück hatte ein 33-jähriger Angeklagter aus Celle, der sich nach Jahreswechsel wegen einer Todesdrohung und eines Faustschlags am Celler Amtsgericht verantworten musste. Opfer und Staatsanwalt hatten kein Interesse an der weiteren Strafverfolgung. Das Verfahren gegen Robert T. wurde gegen Zahlung von 150 Euro vorläufig eingestellt.

Neuesten Ausführungen des Geschädigten zufolge hatte ein zuvor als „Treffer“ monierter Faustschlag von Ende Juli sein Gesicht verfehlt. Zwar habe ihm T. auch noch mit vorgehaltenem Messer angedroht, ihn umzubringen, aber es sei alles halb so wild gewesen, sagte der Hauptbelastungszeuge.

Ursache für die Auseinandersetzung soll Eifersucht gewesen sein. Während der Angeklagte schwieg, sagte der Geschädigte aus, damals in längerer Abwesenheit von T. sowohl mit dessen Ex-Frau als auch mit dessen seinerzeitiger Lebenspartnerin in engem Kontakt gestanden zu haben. Aus dem Kontakt zur neuen Freundin von T., bei welcher es sich zugleich um die eigene Ex handele, habe sich ein „Techtelmechtel“ entwickelt, führte der Zeuge weiter aus. Um reinen Tisch zu machen und T. über Zweigleisigkeit der Freundin aufzuklären, habe er gemeinsam mit T`s Ex-Frau das Gespräch mit ihm gesucht.

Das Aufeinandertreffen sei dann „Schlag auf Schlag“ verlaufen, hieß es. Nach spontanem Hinzukommen der gemeinsamen Freundin seien beide Frauen sofort aufeinander losgegangen. Dann habe T. , welcher ihn aus nicht erkennbarem Grund gehasst habe, zum Schlag gegen ihn ausgeholt. Es sei aber nur ein verrutschter „Backenstreich“ gewesen. Danach habe der in Rage Geratene ein Messer mit etwa zehn Zentimeter langer Klinge aus dem Haus geholt und ihn damit bedroht. Beim Versuch, dazwischen zu gehen, sei eine der Frauen leicht verletzt worden, sagte der Zeuge aus dem Westkreis. Nach Prozessende gab es von ihm für T. noch eine kurze Entschuldigung.

Anke Prause Autor: Anke Prause, am 11.01.2017 um 16:39 Uhr
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