Magie bei den antiken Olympischen Spielen

Am vergangenen Dienstag klärte Professor Dr. Kaja Harter-Uibopuu die Kinderakademiebesucher in der Celler CD-Kaserne über die antiken Olympischen Spiele auf. Es gab verschiedene Sportwettkampfstätten, drei davon waren Olympia, Delphi und Nemea. Am Dienstag ging es aber nur um Olympia. Harter-Uibopuu erklärte: „Olympia ist das Heiligtum des Gottes Zeus. Dessen Frau hieß Hera, die wie er selbst auch auf einem Olympia-Wettkampffeld ihren eigenen Tempel hatte.“ Außerdem gab es dort unter anderem ein Stadion für Wagenrennen und zwei Felder zum Trainieren. Die Sportler mussten immer schon einen Monat vor den Spielen anreisen, die immer im August stattfanden.

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CELLE. Das Programm aus dem fünften Jahrhundert vor Christus war auf sechs Tage ausgelegt. Am ersten Tag mussten sich die Sportler registrieren und einen Eid ablegen. Am Folgetag wurden die Wettkämpfe der Jugendlichen veranstaltet. Am Tag danach folgten die Reiter, Wagenfahrer, der Fünfkampf und die Feiern zu Ehren Pelops. Einen weiteren Tag später kamen das Hauptopfer, die Prozession und das Staatsbankett an die Reihe. Am fünften Tag fanden die Laufwettbewerbe statt. Dazu gehörten der Langstreckenlauf (24 Bahnen), Stadion-Lauf (600 Fuß = 200 Meter), die Doppelstrecke oder auch Diaulos (Zwei Längen im Stadion = 2 x 600 Fuß) und der Waffenlauf. Dazu kam Kampfsport wie Ringen, Boxen und Pankration. Am letzte Tag endeten die Spiele mit der Siegerehrung und einem Bankett der Sieger.

Übrigens waren Mädchen und Frauen sogar als Zuschauerinnen verboten. In manchen Städten durfte aber auch das weibliche Geschlecht an speziellen Wettkämpfen teilnehmen, wusste die Professorin zu berichten.

Pentathlon wurde der Fünfkampf genannt, zu dem Speerwerfen, Diskuswerfen, Weitspringen, Laufen und Ringen gehörten. Bei dem Kampfsport Pankration war alles erlaubt, außer Augen ausdrücken und Finger brechen.

Es gab auch so etwas wie Magie bei den antiken Olympischen Spielen. Manch einer wünschte, dass der Gegner schlechter wird, oder man hatte sich zum Beispiel ein Muster auf die Zehennägel gemalt, um schneller zu laufen.

Die Sieger bekamen jeweils einen Olivenkranz, und manche mussten die Steuern nicht mehr bezahlen. Sie durften gratis mit Promis essen gehen und bekamen 25.000 Silberstücke.

Die Regeln standen auf Bronze oder Metall geschrieben. Betrüger mussten eine Bronzestatue von Zeus kaufen, auf der Stand: "Ich habe betrogen". Das schlimmste war aber, dass ganz Griechenland von dem Betrug wusste, erzählte Kaja Harter-Uibopuu.

Am Dienstag, 28. Februar, wird Professor Dr. Rita Groß-Hardt, Fachbereich Biologie/Chemie (Molecular Genetics) an der Universität Bremen, erklären, was eigentlich Gentechnik ist.

Lea Madeleine Harbott Autor: Lea Madeleine Harbott, am 17.02.2017 um 10:26 Uhr
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Collegium Cellense

Wie in der Vergangenheit auch berichtet die
CZ-Kinderreporterin
Lea Madeleine Harbott über die Kinder­akademie „Collegium Cellense“.

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