Mehrheit für große Rathaus-Lösung in Wietze

Die Pläne zum Neubau des Wietzer Rathauses werden allmählich konkreter. Foto: eblenkamp

Im neuen Wietzer Rathaus wird aller Voraussicht nach ein Bürgersaal integriert. Am Dienstag sprach sich der Infrastrukturausschuss mehrheitlich für die größere Lösung aus. Das heißt: Im neuen Gebäude wird ein Saal für rund 200 Personen gebaut. Im Gespräch war auch, einen reinen Ratssaal für Sitzungen politischer Gremien zu planen.

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WIETZE. Bei der Abstimmung votierten die fünf CDU-Mitglieder sowie Behcet Ersu (SPD) für die größere Lösung. Die beiden anderen Sozialdemokraten sowie die Grünen stimmten dagegen. Das Ergebnis von 6 zu 3 deutet auf recht klare Verhältnisse. Die Entscheidung endgültig soll der Wietzer Gemeinderat am 28. Februar treffen. Wietzer Politiker hatten sich vor der Beratung im Ausschuss drei unterschiedlich große Säle im Raum Cuxhaven, Hodenhagen und Bergen angesehen.

Bürgermeister Wolfgang Klußmann, ein Verfechter eines Bürgersaals, sagte nach der Sitzung, dass der Saal nicht überdimensioniert geplant werde. Er schätzt, dass Mehrkosten im Vergleich zu einem Ratssaal von 500.000 bis 700.000 Euro auf die Gemeinde zukommen. Bisher war von 700.000 Euro die Rede. Laut Klußmann werde der Ratssaal aber kleiner ausfallen als zunächst vorgesehen.

„Die CDU befürwortet einen Bürgersaal, da wir das Rathaus nicht nur als Verwaltungssitz und Tagungsort der Ratsgremien, sondern als Haus der Wietzer Bürger verstehen“, sagte CDU-Fraktionschef Cord Hoppenstedt der CZ. Ein Bürgersaal könne mit vielen unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung und Belebung der geplanten Ortsmitte leisten. „Die Möglichkeit zu schaffen, 200 Personen in ‚Vortragsbestuhlung‘ in dem Saal unterzubringen und diesen je nach Anforderungen funktional in der Größe gestalten zu können, halten wir für sinnvoll, aber auch ausreichend“, so Hoppenstedt.

Ganz anders sieht das die SPD. Ein Bürgersaal sei für Wietze nicht von Vorteil. „Der Bau belastet den ohnehin schon enorm belasteten Haushalt der Gemeinde Wietze in unverantwortlicher Weise“, erklärte der Wietzer SPD-Vorsitzende Ingolf Klaassen. Die SPD spricht von Mehrkosten durch den Bürgersaal in Höhe von bis zu einer Million Euro. Für Veranstaltungen gebe es zahlreiche Alternativen wie Dorfhäuser, Schützensäle, Gastronomie, Sportstätten sowie die Aula der Schule. „An den Kosten und Folgekosten wird Wietze lange zahlen. Der Bürgermeister sollte endlich von seinem unnötigen Prestigeobjekt Abstand nehmen“, sagte Klaassen.

Die Grünen lehnen die größere Lösung ebenfalls ab. Eine Baukostensteigerung von 700.000 Euro für den Bürgersaal „bin ich nicht gewillt zu investieren“, sagte Claus-Friedrich Schrader. „Für Veranstaltungen mit einer größeren Teilnehmerzahl stehen in Wietze sowohl öffentliche als auch private Veranstaltungsorte zur Verfügung“, sagte der Grünen-Ratsherr.

Simon Ziegler Autor: Simon Ziegler, am 17.02.2017 um 17:15 Uhr
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